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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Spartipps

Wenn das Geld knapp ist – wie lässt sich das Leben trotzdem meistern

Migranten müssen im Durchschnitt mit weniger Geld auskommen als Deutsche ohne Migrationshintergrund. Wie man trotz knapper Kasse dennoch über die Runden kommen kann? Es gibt einige Möglichkeiten:

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Arm © chris@APL @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Einer WSI-Studie zufolge haben Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ein deutlich höheres Armutsrisiko als Einheimische. Zuwanderer sind dabei noch deutlich häufiger betroffen als in Deutschland geborene Personen mit Migrationshintergrund. Dies wirft für die Betroffenen mitunter große Probleme auf. Doch es gibt durchaus Wege, auch mit wenig Geld im Leben über die Runden zu kommen. Im Folgenden werden deshalb einige Tipps genauer aufgezeigt.

Auskommen mit wenig Geld – Spartipps im Überblick

Die Gründe für das erhöhte Armutsrisiko sind vielschichtig, haben aber in vielen Belangen auch mit dem Problem der hohen Arbeitslosigkeit zu tun. Ist die Arbeitslosigkeit erst einmal eingetreten, geht es darum, wie jetzt mit den geringen Mitteln ausgekommen werden kann. In diesem Bereich muss jedoch niemand verzweifeln, denn es gibt durchaus Mittel und Wege, den eigenen Finanzbedarf dauerhaft zu senken.

1. Verträge prüfen und wechseln

Sämtliche Verträge, also Telefon, Handy, Versicherungen, Strom und Gas, sollten auf ihre Kündigungsmöglichkeit geprüft und gegebenenfalls aufgelöst werden. Da freilich nicht auf jeden Vertrag verzichtet werden kann, bietet sich ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter an. Online lassen sich die Tarife der Versicherungen und Anbieter leicht vergleichen. Gleichzeitig sollte geschaut werden, welche Verträge tatsächlich aktuell und wichtig sind.

2. Schnäppchen jagen

Sonderangebote, Rabattaktionen und Coupons – sie alle helfen dabei, zu sparen. Es bringt wirklich etwas, sich die Beilagen in Wochenzeitungen anzuschauen und zu prüfen, ob hier zufällig Coupons oder Rabattaufkleber zu finden sind.

3. Cashback-Aktionen

Bei dieser Aktion muss der Kassenbon online auf einer Herstellerseite hochgeladen werden, alternativ wird ein Aktionscode aus dem Inneren der Verpackung genutzt. Nimmt ein Produkt an der Aktion teil, erhalten Käufer wahlweise das Geld zurück oder sie erhalten ein weiteres Produkt kostenlos zugestellt. Diese Aktionen gelten für Lebensmittel, Drogerieartikel, Kosmetik und Tiernahrung. Mittlerweile lassen sich viele attraktive Cashback-Aktionen auf Portalen wie Mein-Deal.com finden.

4. Trödelmärkte nutzen

Trödelmärkte bieten oftmals die Gelegenheit, ansonsten sehr teure Kleingeräte oder auch Spielzeug für die Kinder deutlich günstiger zu bekommen. Auch wenn Geldknappheit durchaus mit Verzicht verbunden ist, können sich Betroffene auf diesem Weg zumindest teilweise auch einmal etwas gönnen.

5. Aufgaben kontrollieren

Nur wer wirklich weiß, wie Geld er letztlich ausgibt, kann auch Einsparungen vornehmen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, eine Zeit lang genau unter die Lupe zu nehmen, wie viel Geld ausgegeben wird. Dies funktioniert am besten mit einem Haushaltsbuch. Hierzu werden alle Belege gesammelt. Mit den Daten lässt sich im Haushaltsbuch genau nachhalten, wofür wie viel Geld ausgegeben wurde. Diese Informationen helfen künftig dabei, die Ausgaben zielgerichtet zurückzufahren.

6. Budgets festlegen

Eine weitere hilfreiche Maßnahme besteht darin, für die Einkäufe im Vorhinein ein Budget festzulegen. Um das Budget nicht im Nachhinein zu sprengen, ist es sinnvoll, erst gar nicht mehr Geld mitzunehmen. Auf diese Weise kommt man auch nicht in Versuchung, eventuell einfach mehr einzukaufen.

7. Upcycling-Möglichkeiten nutzen

Aus alten Paletten ein Bett bauen? Was zunächst absurd wirkt, ist per Upcycling tatsächlich möglich. Es gibt viele Optionen, aus nicht mehr benötigten Dinge wieder nützliche Gegenstände zu machen. Häufig ist dazu nicht viel mehr nötig als etwas Kreativität und Werkzeug.

Bei aller Sparsamkeit gilt jedoch auch, gezielt nach den Produkten zu schauen, die wirklich benötigt werden. Nicht selten gehen Schnäppchenjäger und Sparfüchse mit der Zeit hin und nutzen so viele Coupons und Aktionen, dass sie zwar unzählige Produkte kostenlos oder deutlich vergünstigt erhalten, diese Produkte jedoch niemals benötigt werden.

Kreative Verdienstmöglichkeiten auftun

Wenn die Einnahmen überhaupt nicht ausreichen, kann es hilfreich sein, nach kreativen Verdienstmöglichkeiten Ausschau zu halten. Gerade die Click-Working-Szene bietet zahlreiche Optionen, ohne viel Eigenkapital Dienstleistungen anzubieten. Ob Webdesign, Buchcover-Erstellung oder virtuelle Assistenz – gerade online lassen sich heute viele unkomplizierte Möglichkeiten finden.

Fazit – der Geldnot mit Pfiffigkeit begegnen

Finanzielle Probleme können mitunter gravierend sein und lassen sich auch nicht einfach wegdiskutieren. Es gibt jedoch Möglichkeiten, der finanziellen Situation zumindest mit kreativen Lösungen zu begegnen. Wer seine Ausgaben im Blick behält und dabei auch die dauerhaften Fixkosten senken kann, hat schon erste gute Schritte gemacht. Darüber hinaus ist es auch wichtig, sich durch Kreativität auch mal etwas zu gönnen. Warum also nicht Cashback-Aktionen nutzen oder Upcycling ausprobieren? (dd)

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