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Dreifache Mutter im Ankerzentrum tot aufgefunden

Nach dem Tod einer 31-jährigen Nigerianerin ist es am Samstag in einer Asylbewerberunterkunft in Regensburg zu tumultartigen Szenen gekommen. Eine Gruppe von mehreren Asylbewerbern verschanzte sich in dem sogenannten Ankerzentrum, wie die Polizei mitteilte. Grund für die „hohe Emotionalisierung“ sei wohl der Tod der jungen Frau gewesen, sagte ein Polizeisprecher dem „Evangelischen Pressdienst“. Die Polizei befand sich mit einem Großaufgebot vor Ort.

Der Tod der jungen Frau sei der Polizei am Morgen mitgeteilt worden. In der Folge habe sich die Stimmung so aufgeheizt, dass ein Bergen der Leiche zunächst nicht möglich gewesen sei. Die Polizisten seien mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen worden. Auch eine Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberpfalz sei im Einsatz gewesen, um mit den Bewohnern in Kontakt zu treten. Die Polizei habe versucht, beruhigend auf die Bewohner einzuwirken.

Gegen Mittag sei der Leichnam der Frau schließlich aus dem Gebäude gebracht und an ein Bestattungsunternehmen übergeben worden. Die Lage habe sich inzwischen beruhigt. Bei dem Einsatz wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen über die Todesursache der jungen Frau aufgenommen. Der Polizei zufolge gibt es bislang keine Anhaltspunkte für Gewalteinwirkung. Auch ein Suizid sei ausgeschlossen worden. Die Nigerianerin hinterlässt drei Kinder im Alter von drei, fünf und neun Jahren. Sie wurden dem Jugendamt übergeben. (epd/mig)