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Migration und Integration in Deutschland

Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg, Trauergottesdienst nach dem Terroranschlag im norwegischen Oslo und Utoya, 2011

Offener Brief

Unterzeichner*innen des offenen Briefs: Hornbach, wir sind nicht euer Witz!

Hornbach löste mit einem rassistischen und sexistischen Werbevideo Empörung aus. Das Unternehmen reagierte auf die Kritik und zog das Video zurück – offenbar nur in Deutschland. Jetzt fordern Betroffene, Experten und Fachverbände die Baumarktkette auf, sich zu entschuldigen und zu erklären. MiGAZIN dokumentiert den offenen Brief in voller Länge:

Hornbach, Baumarkt, Video, Werbung, Rassismus, Sexismus
Szene aus dem Werbevideo von "Hornbach"

DATUM24. April 2019

KOMMENTARE3

RESSORTAktuell, Meinung, Panorama

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Erstunterzeichner*innen

  • Olivia Hyunsin Kim (Choreografin und Performerin, Berlin und Frankfurt a.M.)
  • Frederika Tsai (Regisseurin und Produzentin, Berlin)
  • Soo-Min Lee (Doktorandin, Bonn)
  • Sung Un Gang (Doktorand, Köln)
  • Tatjana Lee (Künstlerin, München)

Organisationen und Vereine

  • korientation e.V.
  • Asian Film Festival Berlin
  • DiasporAsia Podcast
  • Metoo KoreanerInnen
  • Korea Verband
  • SONAGI Lab
  • Deutsche Asiat*innen, Make Noise!/ DAMN!
  • Schülerpaten Deutschland
  • Grüne Partei Korea in Europa
  • Gesellschaft für psychosoziale Gesundheitsförderung bei Migrant*innen (GePGeMi e.V.)
  • Peng!
  • neue deutsche organisationen e.V.
  • MAI LING

Einzelpersonen

  • Vina Yun (Journalistin und Autorin, Wien)
  • Sun-ju Choi (Autorin, Drehbuchlektorin und Filmemacherin, Berlin)
  • Hyojin Shin (Musikerin und Kulturmanagerin, Berlin)
  • Dr. Ulrike Lindner (Historikerin, Köln)
  • -Prof. Dr. Jong-Chol An (Historiker, Tübingen)
  • Dr. You Jae Lee (Koreanist und Historiker, Tübingen)
  • Dr. Martin Zillinger (Professor für allgemeine Ethnologie, Köln)
  • Dr. Reinhard Zöllner (Japanologe und Historiker, Bonn)
  • Noa K. Ha (Wissenschaftlerin, Berlin und Dresden)
  • Ekrem Şenol (Chefredakteur vom MiGAZIN, Overrath)
  • Elischa Kaminer (Komponist und Künstlerischer Leiter, London und Frankfurt a.M.)
  • Zwoisy Mears-Clarke (Choreograph und Performer, Berlin)
  • Vicky Truong (Pädagogin und Community Veranstalterin, Berlin)
  • Elisabeth Pfalzer (Künstlerin, Wien)
  • Christian Cattelan (Media Content Manager, Berlin)
  • Idan Sagiv Richter (Filmemacher und Performer, Berlin)
  • Esra Karakaya (Content Creator und Videoproduzentin, Berlin)
  • Minh Thu Tran (Freie Journalistin und Podcasterin, Köln)
  • Marie Yan (Autorin und Dramaturgin, Berlin)
  • Thuy Trang Nguyen (Regisseurin, Berlin)
  • Sabine Pfalzer (Ärztin, Ternitz)
  • Ines Wuttke (Freie Theatermacherin und Kunstvermittlerin, Frankfurt a.M.)
  • Benjamin Salzwedel (Kommunikationsassistent, Berlin)
  • Bo-Sung Kim (Musikerin, Berlin)
  • Eunseo Yi (Doktorandin, Berlin)
  • Alexandra Bauer (Teamassistentin, Potsdam)
  • Hyoung-Min Kim (Künstlerin und Choreografin, Berlin)
  • Hoo Nam Seelmann (Journalistin und Autorin, Basel)
  • Jee-Ae Lim (Künstlerin, Berlin)
  • Nine Yamamoto-Masson (Kulturtheoretikerin und Künstlerin, Hiroshima und Berlin)
  • Bianca Jankovska (Autorin, Wien und Berlin)
  • Subin Lee (Studentin, Weinheim Bergstraße)
  • Erjia Zhao (Studentin, Köln)
  • Jeongmyeong Kim (Köchin, Kassel)
  • Véronique Sina (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Köln)
  • Howool Baek (Choreografin, Berlin)
  • Jisun Kwen (Tänzerin, Berlin)
  • Uhjin Son (Forscherin, Berlin)
  • Helen Varley Jamison (Schriftstellerin, Theatermacherin und digitale Künstlerin, München)
  • Stephan Dathe (Doktorand, Potsdam)
  • Luna Ghisetti (Künstlerin, Wien)
  • Achan Malonda (Musikerin, Berlin)
  • Yoko Arisaka (Philosophin, Hildesheim)
  • Dominic Eger Domingos (Produktdesigner, Berlin)
  • Cha-Jo An (Vorsitzende der Koreanischen Frauengruppe in Deutschland, Berlin)
  • Nina Müller (Journalistin/Texterin, Berlin)
  • Enric Fort Ballester (Künstler, Hannover)
  • Simona Merker (Designerin, Aliso Viejo)
  • Dieu Hao Do (Autor und Regisseur, Berlin)
  • Katrin Schaumburg (Ethnologin, Köln)
  • Sarnt Utamachote (Filmemacher und Event-Organisator, Berlin)
  • Anna Spanlang (Studentin, Wien)
  • kate-hers RHEE (Interdisziplinäre Bildende Künstlerin, Berlin)
  • MengMeng Yan (Software-Entwicklerin, Berlin)
  • Thi My Duyen Nguyen (Studentin, Berlin)
  • Verena Limper (Historikerin, Köln)
  • Meikey To (Illustratorin, Studentin und politischen Jugendbildungsarbeit, Hamburg)
  • Yewon Seo (Studentin, Berlin)
  • Hyunjung Lee (Doktorandin, Leipzig)
  • Katarina Neher (Studentin, Heidelberg)
  • Dahyun Kim (Art Director, Mannheim)
  • YeLa An (Doktorandin, Wien)
  • Ulrike Zöllner (Illustratorin, Berlin)
  • Miae Son (Künstlerin, Wien)
  • Natalie Brunner (Journalistin, Wien)
  • Minju Kim (Künstler, Berlin)
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3 Kommentare
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  1. Franziska Drebbin sagt:

    Meines Erachtens gibt es nur eine richtige Reaktion auf diese Forderungen

    Ein lachender Smiley

    Verrückt wie spaßbefreit und Ernst manche Menschen geworden sind und für wie wichtig sie sich nehmen dass sie in interne Prozesse eingebunden werden wollen und Forderungen stellen, während alle anderen die Werbung einfach nur interessant und witzig finden wie alle Hornbach Werbungen die man nicht zu ernst nehmen sollte

  2. Jacky sagt:

    .. wir fordern… wir möchten sie auffordern…

    Also für mich sind die Unterzeichner nicht nur einen Schritt sondern einen Marathon zu weit gegangen.
    Merke: Es wird immer jemanden geben der sich angegriffen oder beleidigt oder diskriminiert fühlen wird. EGAL wie weiter man die Grenze verschiebt, es wird immer einen extremeren geben.
    Das endet dann bei „Mein Gott, sowas kann ja wohl nicht sein“ und dem sich beleidigt fühlen weil der BEgriff „Gott“ verwendet wurde.

    Wir leben hier in einer Gesellschaft in der Kritik auch über Satire möglich sein muss. In der man auch Witze machen kann.
    Wer ein sooo dünnes Fell hat das er nicht mal über die lustige Hornbach Werbung lachen kann tut mir wirklich leid.
    Und hier Forderungen wie „in eingenen Räumen, mit Reisekostenübernahme der Unterzeichner bla bla…“ auch noch Veranstaltungen zu „fordern“ hat für mich den Schuss einfach nicht gehört.

    „welche GRünde haben sie bewogen..“ -> Ss Recht sich eine eigene Meinung zu bilden obliegt immer noch dem einzelnen. Und muss im Zweifel auch nicht „begründet“ werden, es ist manches mal eben nur ein „Gefühl“ – so wie hier jemand sich diskriminiert „fühlt“.

    ZUDEM – von den „dicken weißen Männern“ die da schwitzen redet kein Mensch.

  3. Daniel sagt:

    Allgemein lässt sich an den Kommentaren von „Jacky“ und „Franziska Drebbin“ die Reaktion auf geäußerte rassistische und sexistische Inhalte nachvollziehen. Paul Mecheril (2009) formuliert in seiner Publikation drei mögliche Tendenzen, wie auf Besprechungen über Rassismuserfahrungen reagieren können. Die erste umfasst einen Repräsentativtest, dem die genannten Rassismuserfahrungen unterzogen werden. Hierbei wird der Frage nachgegangen, ob das Geäußerte typisch ist. Falls angenommen wird, dass es sich um Rassismuserfahrungen handelt, wird von einer eher ungewöhnlichen Situation oder Erfahrung ausgegangen. Die zweite Tendenz bestätigt die These der Außergewöhnlichkeit. Dies wird nicht aus der Erfahrung oder aufgrund eines Vorkommnisses vermutet, sondern durch die Wahrnehmung der Person, die Rassismus erlebt hat. Ferner wird hierbei angenommen, dass die Person übertreibt oder empfindlich ist. Die dritte Tendenz wird durch die zweite bedingt und äußert sich dadurch, dass die Person versucht, auf diese Benachteiligung zu reagieren. Nun wird sie von den anderen erst recht als Problem gesehen und demzufolge werden die Versuche als überzogen, unangemessen und wenig produktiv eingestuft. Diese Optionen, auf benannte Rassismuserfahrungen zu reagieren, führen dazu, nicht mehr das Berichtete zum Thema zu haben, sondern die Frage nach der Glaubwürdigkeit.

    Allgemein lässt sich eine Tendenz erkennen, in der die geäußerten Rassismuserfahrungen negiert, pathologisiert , individualisiert und/oder mit Rechtfertigung beantwortet werden. Emprisch wurde dieses Verhalten in einigen Publikationen nachgewiesen (vgl. Claus Melter (2006), Lena Dittmer (2008), Paul Mecheril (2009), Anissa Norman (2010), Markus Textor (2014) Daniel Arndt (2018)).



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