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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben unsere Behörden über Jahrzehnte in eine Abschottungskultur hineinentwickelt. Man hat gesagt: Haltet uns die Leute vom Hals, die wollen alle nur in unsere Sozialsysteme einwandern. Jetzt müssen wir deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen, dass wir um sie werben müssen.

Peter Clever, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, April 2013

Nicht blenden lassen

Geld anlegen mit Risikobewusstsein – auch für Einwanderer

Menschen, die neu einwandern brauchen eine Arbeitserlaubnis für einen Job. Das Handeln mit Wertpapieren, mit fremden Währungen oder sog. Bitcoins hingegen ist auch ohne Erlaubnis möglich. Das macht Migranten anfällig für dubiose Anlageformen.

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Börse © AhmadArdity @ pixabay.com (CC0), bearb. MiG

DATUM4. Januar 2019

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Einwanderer migrieren in ein anderes Land oft in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Frieden und Wohlstand. Besonders der Wunsch nach mehr finanzieller Freiheit ist oft beschwerlich und führt nicht selten zu Frust und Enttäuschung. Für Einwanderer gelten zahlreiche Beschränkungen. Sie brauchen einen sicheren Aufenthaltstitel, eine Arbeitserlaubnis und für die meisten Jobs auch Sprachkenntnisse. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, bleibt arbeitslos.

Gerade deshalb hören sich Angebote und Lobpreisungen nach dem schnellen Geld lukrativ an. Einwanderer sind besonders empfänglich für dubiose Angebote. Insbesondere da Handeln mit Wertpapieren scheint eine gute Alternative zu bieten zur tristen Arbeitslosigkeit. Zahlreiche Anbieter buhlen deshalb mit „fantastischen“ Angeboten, seit einigen Jahren verstärkt mit hohen Gewinnen bei Kryptowährung. Diese Angebote scheinen vor allem bei Flüchtlingen zu fruchten. Doch Vorsicht ist geboten.

Hohe Schwankungen bei der Kryptowährung

Die Kryptowährung unterliegt hohen Kursschwankungen. Diese wird in der sogenannten Volatilität ausgedrückt. Aktuell sieht man hohe Kursschwankungen, die eindeutig signalisieren: Diese Art der Währung ist risikoreicher als viele Anlageformen vom Euro. Die Kryptowährung unterliegt einer hohen Volatilität, hat jedoch auch ihren Charme. Mit dieser Internet-Währung kann rund um den Globus gehandelt werden. Auch unterliegt diese Form der Anlageform nicht oder kaum der staatlichen Kontrolle. Im Ernstfall können Flüchtlinge darauf vertrauen, dass ihr Geld nicht beschlagnahmt wird etc. Dennoch sollte man mit dieser Art von Währung vorsichtig umgehen. Der aktuelle Wert oder Kurssteigerungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für weitere Kursgewinne. Es droht sogar der Totalverlust.

Sind Cannabisaktien und Kryptowährung die Lösung der sicheren Geldanlage?

Man sollte sich immer bewusst sein, was es bedeutet, in risikoreiche Geldanlagen zu investieren. Egal, ob man auf eine andere Währung, spezielle, exotische Aktien oder auf die vielleicht angesagte Kryptowährung setzt: Wir warnen hier eindeutig jeden davor, Versprechungen im Netz Glauben zu schenken. Der Bitcoin ist keinesfalls eine sichere Geldanlage. Die bisherigen Schwankungen der Kryptowährung haben längst gezeigt: Jeder Investor aus dem In- und Ausland muss sich vollkommen dessen bewusst sein, dass er Geld viel verlieren kann. Genau deshalb sollte man das Thema Sicherheit fokussieren, wenn man sicher davon ausgehen will, dass das Geld nicht völlig verloren werden kann.

Sind Sachwerte die sichere Lösung der guten Geldanlage?

Viele Verbraucher in Deutschland und in ganz Europa setzen deshalb auf sicherere – nicht risikofreie! – Sachwertanlagen, die hohe Renditen versprechen. Warum? Ganz einfach: Wenn Sie Ihr Vermögen gegen Inflation absichern möchten und dabei keine niedrigen Zinsen in Kauf nehmen wollen, sind Aktienanlagen im Depot vielleicht die richtige Alternative. Wer mehr über Aktien und Depots erfahren möchte, kann sich auf forexhandel.org informieren.

Dort sind auch Anleger-Erfahrungen rund um den Bitcoin und andere Währungen dargestellt. Auf diese Anlagen sollte man nur setzen, wenn man sich den Kursschwankung am Markt vollkommen bewusst ist.

Schwankungen auch mit Aktienanlagen

Selbstverständlich sollte klar sein, dass es rund um das Thema Sachwerte und Wertpapiere immer Kursschwankungen gibt, die der Verbraucher aushalten muss. Wer sein Geld schützen will und ohne jegliches Risiko anlegen will, muss niedrigen Zinsen, die aktuell am Markt herrschen, in Kauf nehmen.

Dennoch sollte jeder Anleger wissen: Mit soliden Aktien und Immobilien kann man nachhaltig Geld verdienen, wenn man einen langen Atem hat. Warum? Sachwerte bieten auf Dauer einen guten Inflationsschutz. Mit Vermögen im Depot, das in Form von Sachwerten angelegt ist, kann jeder Anleger rund um den Globus sein Geld verwalten. Schließlich sind Internetbanken längst mehr als nur ein Trend. Diese Banken im Netz ermöglichen es dem Anleger, völlig unabhängig vom Wohnort sein Vermögen zu verwalten. Ein großer Vorteil für Menschen, die oft auf Reisen sind oder überhaupt keinen festen Wohnsitz haben.

Geldentwertung aushebeln – was ist die Inflation?

Im Folgenden soll erklärt werden, was Geldentwertung bedeutet. Bei der Inflation verliert das angelegte Vermögen an Kaufkraft. Ein einfaches Beispiel:

Eine Kugel Eis kostet in der Eisdiele 2018 genau 1,00 Euro. Im nächsten Jahr erhöht die Eisdiele oder das Cafe die Preise: Die einzelne Kugeln Eis kostet 1,10 Euro. Sie müssen also, um genau die gleiche Ware zu erhalten, 10 % mehr auf den Zahlteller legen als im Vorjahr.

In diesem Beispiel läge die Inflationsrate bei ganz genau 10%. Das ist eine sehr erhebliche Teuerungsrate. Diese Rate muss mit einer Geldanlage in Form von Zinsen erst einmal verdient werden. Die aktuelle Inflationsrate in Europa schwankt zurzeit zwischen 1 und 2 %. Was heißt das genau für Sie? Sie sollten mit einer Anlage bei der Bank mindestens 1-2 % verdienen, damit Ihr Geld nicht an Kaufkraft verliert.

Niedrigen Zinsen belasten den Markt

Keine Frage – das weltweit niedrige Zinsniveau belastet in ganz Europa den Geld- und Kapitalmarkt. Hier kann, wie bereits erwähnt, derzeit kaum ein Zins von mehr als 1-2 % ganz ohne Risiko erwirtschaftet werden. Das heißt, dass viele Kapitalanleger eine Alternative dazu suchen, damit das Vermögen nicht an Wert verliert. Deshalb vertrauen viele Investoren am Markt in Sachwerte wie Immobilien, Rohstoffe oder Aktien.

Mit dieser Art von Geldanlage muss man zwar Schwankungen aushalten können, dennoch unterliegen diese Werte meist weniger Risiken, als wenn Sie in die Kryptowährung investieren. Schließlich sind Substanzwerte oft eine gute Lösung, damit man keine Zinsrisiken auf sich nehmen muss. Allerdings sollte hier jedem Anleger bewusst sein: Die Geldanlage ist sehr langfristig ausgelegt. Nur wer weiß, dass sein Geld, das er in Fonds oder Aktien anlegt, mindestens 7-10 Jahre arbeiten kann, wird dauerhaft Freude mit seiner Geldanlage haben. Es geht sogar noch weiter: Die Aktienanlage sollte sogar in einzelnen Fällen der Börsen-Turbulenzen für 10 Jahre oder noch länger ausgerichtet sein. Nur so kann man auf Dauer Renditen von 5 % oder mehr erwirtschaften. Wer hingegen auf das angelegte Geld kurz- bis mittelfristig angewiesen ist, muss im ungünstigen Fall sogar hinnehmen, Wertpapiere mit Verlusten zu verkaufen.

Werden die Zinsen demnächst steigen?

Zu diesem Thema scheiden sich die Geister. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass die Zinsen wieder ansteigen werden. Warum? Niedrige Zinsen kurbeln die Wirtschaft an. Wenn der Wirtschafts-Motor auf Hochtouren läuft, möchte der Staat, dass dies so bleibt. Durch niedrig gehaltene Zinsen geben Menschen mehr Geld aus und legen ihr Vermögen nicht bei der Bank an. Außerdem fördert die Niedrigzinspolitik, dass Investoren sich in Form von Krediten verschulden. Genau das ist der beste Faktor dafür, dass es uns wirtschaftlich auf Dauer gut gehen wird.

Wenn Aktiengesellschaften und Unternehmer günstig Kredite bei der Bank aufnehmen können, werden sie vermutlich gute Preise an die Verbraucher weitergeben. Eine günstige Kostenkalkulation der Firmen ermöglicht es zudem, dass viele Mitarbeiter beschäftigt sind. Das wiederum beflügelt den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote sinkt. Dies ist aktuell der Fall. Somit kommen viele Verbraucher aus dem In- und Ausland in den Genuss eines Arbeitsplatzes – vorausgesetzt sie dürfen arbeiten. Arbeit wiederum begünstigt den Konsum. Wer Geld hat und ein regelmäßiges Gehalt bezieht, kann es für Ware und Dienstleistungen ausgeben.

Diese Konstellation erleben wir derzeit in Deutschland – hier geht es den meisten Menschen finanziell gut. Auch die Wirtschaft in Deutschland läuft seit Jahre gut. Das ist auch der Grund, warum die Zinsen in der nächsten Zeit vermutlich nicht ansteigen werden. Damit einhergeht aber auch die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten.

Die Mischung macht’s

Anleger, die solide Anlegen aber auch von hohen Gewinnen profitieren wollen, die Kryptowährungen bieten können, können folgende Strategie befolgen. Den großen Teil des Vermögens legt man in sichere und solide Wertpapiere an. Auch Immobilien eignen sich gut als langfristige Anlage. Mit einem kleinen Teil des Vermögens kann man in Risikopapiere investieren. Steigen die Kurse wie erhofft, kann man ich bei sicherer Anlagestrategie über einen Extrabonus freuen. Sinken die Kurse, hat man einen überschaubaren Verlust. Selbst im Falle des Totalverlustes der Anlage hat man den Großteil des Vermögens sicher angelegt. (sh)

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