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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben in dieser Woche gerade einige Gesetze verabschiedet – zum Beispiel gegen die Scheinehe. Und wir wollen damit deutlich machen, dass wir solche Zwangsverheiratungen zum Beispiel nicht billigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Video-Podcast der Bundeskanzlerin #35/10 vom 30.10.2010

Mobilität

Flexibilität für Migranten bei der Nutzung von Apps

Mit der zunehmenden Mobilität nimmt auch das Bedürfnis nach mobilen Diensten immer mehr zu. Insbesondere Menschen, die oft auf Reisen sind und Migranten sind auf mobile Lösungen angewiesen – sei es bei der Buchung eines Flugtickets oder bei der Verwaltung von Finanzen. Doch Vorsicht ist geboten und eine gründliche Überlegung, welchen Anbieter man wählen sollte.

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Handy © Sascha Kohlmann @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Mobilität nimmt immer weiter zu. Das Reisen von einem Land in ein anderes – sei es privat oder beruflich – wird immer mehr zur Normalität. Damit verändern sich auch die Bedürfnisse der Menschen an die Organisation und Verwaltung ihrer Finanzen. Damit einhergeht die zunehmende Beliebtheit von Apps und Smartphones. Sie gehören mittlerweile fest zu unserem Alltag. Immer mehr Menschen legen diese technische Innovation kaum mehr aus der Hand.

Finanzgeschäfte per App nutzen

Für manche ist es immer noch nur ein Telefon, für immer mehr Menschen aber inzwischen schon das Buch, die Zeitung, die Unterhaltung mit Freunden und Familien, ein kleines Spielchen zwischendurch und Vieles mehr – insbesondere im Bus, in der Bahn oder im Wartezimmer eines Arztes. Doch auch zur Verwaltung und Organisation der Finanzen erfreuen sich Smartphones und Apps immer mehr der Beliebtheit. Noch vor wenigen Jahren war man noch auf eine Bank-Filiale, später auf einen PC oder zumindest auf einen Laptop angewiesen. Heute führt man die Bank quasi in der Hosentasche.

Viele Banken bieten inzwischen gute und leicht bedienbare Apps an, die überall genutzt werden können. Ob man einen Blick auf den Kontostand werfen oder eine Überweisung tätigen möchte – für alle Bedürfnisse gibt es inzwischen gute Apps. Selbst die Verwaltung von Kreditkartenzahlungen – auch im Ausland – oder das Kaufen und Verkaufen von Aktien sind problemlos möglich. Die Apps sind leicht bedienbar und können – Internetverbindung vorausgesetzt – quasi rund um den Globus genutzt werden. Insbesondere für Wertpapiergeschäfte sei beispielsweise die Seite nextmarkets.com empfohlen.

Sicherheit ist Trumpf

Bei allem Komfort, die Smartphones und Apps bei Reisen bieten, es gilt der Grundsatz: Sicherheit ist Trumpf. Es ist elementar wichtig, dass Nutzer für den Fall des Verlustes des Handys Vorkehrungen treffen. So bietet es sich immer an, das Handy mit einem sicheren Passwort vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Außerdem sollten Zugriffe auf sensible Zugangsdaten separat aufbewahrt werden und nicht im Handy gesichert sein. Auch empfiehlt es sich, Zugangsdaten auf Webseiten nicht zu speichern – so bequem es auch ist, sich beim nächsten Zugriff ohne die Eingabe von Zugangsdaten einloggen zu können.

Wer es sich hier zu bequem macht, läuft Gefahr, im Falle eines Verlustes des Smartphones, großen Schaden zu nehmen. Nutzer sollten daher immer im Hinterkopf behalten, dass ein Smartphone ein kleines Gerät ist, der leicht irgendwo liegengelassen werden kann. Auch bei Langfingern sind die Geräte sehr beliebt – schon aufgrund des Warenwertes. Deshalb empfiehlt es sich, im Portemonnaie immer eine Liste mit den wichtigsten Notfallrufnummern bei zu führen, um im Falle eines Verlustes mit einem Anruf bei der Bank Konten etc. sperren lassen zu können.

Zwar wird jeder in der Lage sein, überall auf der Welt sich ein Ersatzgerät zu besorgen. Das wird im Zweifel aber nicht weiterhelfen, wenn die Sim-Karte weg ist und die nötigen Einstellungen und die installierten Apps auf dem Neugerät fehlen. Deshalb sei empfohlen, zwar die Vorteile eines Smartphones zu nutzen, sich aber nicht allein auf das Gerät zu verlassen. Eine Abhängigkeit vom Smartphone ist auch schon deshalb gefährlich, weil es sich unter dem Strich um ein elektronisches Gerät handelt, der jederzeit auch mal einen Defekt aufweisen kann und dann nicht mehr nutzbar wird. Hat man keinerlei Alternativen mehr, ist man schnell ausgeliefert.

Wo sollte man ein Girokonto online eröffnen und darf dieses Konto Geld kosten?

Bevor man ein Smartphone und die App bequemen auf dem Smartphone nutzen kann, braucht man ein passendes Konto. Hier gilt zu beachten, dass das beste Konto der ist, der zu einem persönlich passt. Es gibt viele Angebote auf dem Markt, die Banken buhlen um die Gunst der Kunden. Inzwischen bieten seriöse Direktbanken sogar das kostenlose Girokonto an, für das kein Cent mehr bezahlt werden muss.

Doch auch dort sollte man nicht blind zugreifen, sondern sich vorher informieren, ob die Bank beispielsweise ein breitgefächertes Netz von Geldautomaten anbietet. Zwar kann man inzwischen auch per Smartphone zahlen, doch am Bargeld kommt man dennoch nicht vorbei im Alltag. Und wenn man mal auf Bargeld angewiesen ist, sollte der nächste Geldautomat am besten in der Nähe sein.

Ein weiteres Kriterium ist für Menschen, die viel reisen, die Kombination eines Girokontos mit einer Kreditkarte. Gibt es die kostenlos dazu? Was kostet die Transaktion im Ausland? Gibt es versteckte Gebühren?

Benötigt man eine Kreditkarte, wenn der Verbraucher gerne reist?

Eine Kreditkarte gehört für viele Menschen mittlerweile zum Standard im Portemonnaie. Kreditkarten sind vor allem bei Einkäufen im Internet, in Hotels und bei vielen anderen Zahlungssituationen praktisch. Der Nutzer bezahlt vor Ort zum Beispiel im Hotel einfach mit der Karte die Rechnung – der Betrag der Hotelrechnung wird mit der nächsten Kreditkarten-Abrechnung (meist im folgenden Monat) vom Bank- bzw. Girokonto abgebucht. Ebenso können im Internet mit der Eingabe von Kartennummer, Verfallsdatum und einer Prüfziffer Sachen online bestellt werden. Ihr Vorteil bei Bezahlung per Kreditkarte ist: Der Verkäufer erhält das Geld sofort und versendet dann in der Regel auch die Ware schneller, was wiederum bedeutet, dass der Käufer die Ware früher bekommt. Verkäufe mit klassischer Banküberweisung hingegen können im Einzelfall mehrere Tage dauern. Und die Bestellung mit Rechnung bieten nicht alle Verkäufer an.

Ein weiterer Vorteil der Kreditkarte ist: Der Nutzer kann jederzeit die Kreditkarten-Zahlungen einsehen. Mit einem Smartphone und einer App hat man rund um die Uhr Zugriff auf alle getätigten Transaktionen und hat die den Kontostand immer im Blick.

Was ist, wenn Bankkarte oder Kreditkarte nicht mehr funktioniert?

Wer viel auf Reisen ist, kommt ohne die kleinen Plastikkarten kaum aus. Umso wichtiger ist es, dass sie im Bedarfsfall auch funktionieren. Was aber tun, wenn der Einsatz der Karte nicht mehr möglich ist?

Hier gilt es zuerst genau herauszufinden, worin der Grund besteht, dass die Bank- oder Kreditkarte nicht mehr genutzt werden kann. Ist sie defekt, beschädigt oder gar gesperrt? Wer Einsicht in die Kontodaten per App nehmen kann, kann den Grund eventuell erfahren. In solchen Fällen ist es wichtig, Kontakt mit der Bank aufnehmen zu können, um sich ggf. eine neue Karte zuschicken zu lassen. Manche Direktbanken unterhalten rund um die Uhr Hotlines, die bei Fragen zum Konto oder zur Kreditkarte helfen. Auch Serviceleistungen wie diese sollten bei der Auswahl der richtigen Bank berücksichtigt werden.

Migranten profitieren von immer besser nutzbaren Apps

Die Konkurrenz auf dem App-Markt ist groß. Mittlerweile können Bahn- oder Flugtickets bequem per App gebucht werden. Sogar das Check-in ist per Smartphone inzwischen möglich. Es können Aktien gekauft und verkauft werden und viele andere Finanzangelegenheit können mobil vom Smartphone erledigt werden – egal wo man sich gerade aufhält. Doch die Frage bleibt: Wie soll man bei diesem Dschungel an Apps und Direktbanken noch den Durchblick bewahren? Kommt noch die Steuerung und Verwaltung von Wertpapieranlagen, Geldmarktkonten, Tagesgelder und vieles mehr, wird der Markt noch unübersichtlicher. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, wird bei diesem Kölner Anbieter fündig.

Wichtig ist in jedem Falle, dass die App leicht zu bedienen ist und einen guten Mehrwert bietet, wenn unterwegs wichtige Finanzangelegenheiten gesteuert werden sollen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Nutzer nicht allzu affin ist mit der Nutzung eines Smartphones? Es gibt viele Apps, die auch für Neulinge gut nutzbar sind. Die meisten Apps sind ohnehin selbsterklärend und bedienerfreundlich.

Fazit

Man sollte sich gut informieren, ehe man sich in die Welt des Online-Bankings per App begibt. Die beste Bank und die beste App sind immer die, die auf die individuellen am besten passen, sicher sind – Stichwort: Speicherung von Passwörtern. (sc/pc)

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