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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben unsere Behörden über Jahrzehnte in eine Abschottungskultur hineinentwickelt. Man hat gesagt: Haltet uns die Leute vom Hals, die wollen alle nur in unsere Sozialsysteme einwandern. Jetzt müssen wir deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen, dass wir um sie werben müssen.

Peter Clever, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, April 2013
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Wohnungsmarkt

Darauf kommt es bei der Suche nach einer Wohnung an

Wer eine Wohnung sucht, muss schnell und vorbereitet sein, um sich gegenüber den Mitbewerbern einen Vorteil zu verschaffen. Hier wird erklärt, worauf es in erster Linie ankommt und was man gegen Diskriminierung tun kann.

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Schlüssel am Schloss © Photo Mix @ pexels.com (CC0)

Die eigene Wohnung ist für eine gute Integration enorm wichtig. So sind sich beispielsweise Migrationsexperten sicher, dass Flüchtlinge sich in Deutschland erst dann Zuhause fühlen können, wenn Sie eine eigene Wohnung als Rückzugsort haben. Doch auch Menschen die nicht als Flüchtlinge, sondern aus anderen Gründen nach Deutschland gekommen sind benötigen natürlich eine eigene Wohnung, um Deutschland zur neuen Heimat zu machen. Das ist aber vor allem in den großen Städten des Landes gar nicht so einfach.

Gerade in Metropolen wie München steigen die Mieten seit Jahren, doch wegen der Knappheit ist selbst mit den notwendigen finanziellen Mitteln Glück notwendig, um die Zusage für eine Wohnung zu erhalten. Wie es trotzdem mit der Zusage für eine Wohnung klappen kann, hängt insbesondere von folgenden zwei Faktoren ab – die gerne als Tipp betrachtet werden können:

Eine Bewerbung ist nur selten ausreichend

Natürlich gibt es rund um einen Umzug eine ganze Menge zu tun, sodass meist nur wenig Zeit bleibt, um sich für zahlreiche Wohnungen zu bewerben. Doch wer zeitnah eine Wohnung benötigt, der sollte sich bei allen in Frage kommenden Wohnungen um einen Besichtigungstermin bemühen, um die Chancen auf eine schnelle Zusage zu erhöhen.

Idealerweise wird eine Plattform wie Sowohnt täglich genutzt, um sofort neue Inserate zu finden. Natürlich gibt es bei Sowohnt die Möglichkeit neue Angebote per E-Mail zu erhalten, um immer auf dem neusten Stand zu sein. Wer sich als erstes auf ein Inserat melden, der hat nämlich auch die besten Erfolgsaussichten.

Vorbereitung auf eine Wohnungsbesichtigung

In Großstädten kommt es nur noch selten vor, dass eine Besichtigung mit nur einem einzigen Interessenten stattfindet. In vielen Fällen ist es gleich eine ganze Gruppe, der vom Vermieter die Möglichkeit erhält die Wohnung zu besichtigen. Im Regelfall interessieren sich mehrere der Anwesenden ernsthaft für die Wohnung und haben ein Interesse daran, die Wohnung auch tatsächlich zu mieten. Da ist es gar nicht so einfach, sich so von den anderen Interessenten abzuheben, um letztlich den Zuschlag zu erhalten.

Wer sich nicht auf sein Glück verlassen möchte, der bereitet sich also auf die Besichtigung vor und bringt bereits zu diesem Termin alle Unterlagen mit, die für einen Mietvertrag benötigt werden. Dazu gehört standardmäßig eine Kopie des Arbeitsvertrags und ein Gehaltsnachweis.

So weiß der Vermieter, dass die Bonität des potentiellen Mieters ausreichend ist. Bei wem das Gehalt allein nicht ausreichend ist, der sollte noch eine Bürgschaft eines Familienmitglieds oder einer anderen Person vorlegen können. Darüber hinaus sollten außerdem noch eine SCHUFA-Auskunft, eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und eine Kopie des Personalausweises beigelegt werden.

So sieht der Vermieter gleich, dass es eine schnelle und reibungslose Abwicklung möglich ist und die Erfolgsaussichten werden sich erheblich verbessern.

Was tun bei Diskriminierung

Wer sich schnell bewirbt auf eine Wohnungsanzeige und sich sorgfältig vorbereitet auf die Besichtigung sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Etwaige Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt sind damit zwar nicht ausgeschlossen, aber die Erfolgsaussichten können damit spürbar verbessert werden. Und wer trotz bester Vorbereitung das Gefühl hat, aufgrund der Herkunft, der Hautfarbe oder anderen Merkmalen diskriminiert worden zu sein, kann sich an einen Antidiskriminierungsverband wenden. Die Hilfe dort ist kostenfrei. (dd)

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