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Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Arbeitgeberchef

Migranten sind Stütze unserer Wirtschaft

400.000 der Flüchtlinge, die nach 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Laut Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer läufti die Integration von Flüchtlingen gut. Bundeskanzlerin Merkel habe mit „Wir schaffen das“ recht behalten.

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Handwerk © voltamax @ pixabay.com (CC 0 Public Domain)

Die Integration der Flüchtlinge in Deutschland läuft nach Ansicht von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erfolgreicher als angenommen. „Von mehr als einer Million Menschen, die vor allem seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben heute bald 400.000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber der „Augsburger Allgemeinen“. Die meisten jungen Migranten könnten nach einem Jahr Unterricht so gut Deutsch, dass sie dem Berufsschulunterricht folgen könnten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mir ihrem Satz „Wir schaffen das“ recht behalten. Die große Mehrheit der erwerbstätigen Flüchtlinge arbeitet nach Angaben von Kramer in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und sei damit integriert. „Viele Migranten sind eine Stütze der deutschen Wirtschaft geworden“, sagte er.

„Wir dürfen keine Angst vor Zuwanderung haben, sondern müssen Menschen, die zu uns kommen und hier arbeiten, als Bereicherung sehen“, forderte Kramer. Die meisten Mittelständler seien nach wie vor auf der Suche nach Mitarbeitern und hofften auf das geplante Fachkräfte-Einwanderungsgesetz der großen Koalition.

Interesse an Ausbildung gestiegen

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte im vergangenen September mitgeteilt, dass sich mehr als 31.000 geflüchtete junge Menschen in Ausbildung befinden. Immer mehr Betriebe aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern bildeten junge Flüchtlinge aus, hieß es damals.

Gestiegen ist nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit auch das Interesse an einer Ausbildung bei jungen Flüchtlingen. Demnach gab es zum 30. September 2016 rund 10.250 Ausbildungsplatz-Bewerber mit Fluchthintergrund, ein Jahr später lag ihre Zahl bei 26.428. Gut ein Drittel davon war bei der Lehrstellensuche erfolgreich. (epd/mig)

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2 Kommentare
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  1. Georg sagt:

    Nun, der Text tut ein wenig so, als seinen alle „Menschen, die seit 2015“ gekommen sind, ausschließlich Flüchtlinge. Das ist allerdings mitnichten der Fall. Reguläre EU-Binnenbewegungen und tausende Studenten sind in diesen Zahlen inkludiert.
    Wenn das Integrationskonzept Deutschlands sich tatsächlich in der Veröffentlichung leicht nebulös geschriebener „Hurra“-Meldungen beschränken soll, finde ich das schon bedenklich.

  2. Heiko Maier sagt:

    Migration (einschl. Asyl) – Mutter aller politischen Probleme (wie Herr Seehofer so sagte)oder doch nachweislich Mutter aller Gesellschaften und ist für Deutschland unersetzlich?

    Fazit der Bertelsmann-Stiftung aus einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) lautet: 6,6 Millionen Menschen ohne deutschen Pass hätten 2012 für einen Überschuss im Staatshaushalt von 22 Milliarden Euro gesorgt. Jeder Ausländer zahle pro Jahr durchschnittlich 3300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben, als er an staatlichen Leistungen erhalte.

    Demographische Entwicklungen, die Geburtenrate und Alter erfordern stärkere Migration, damit Bevölkerung mit jeder Generation nicht schrumpft und die Renten – der Höhe nach – langfristig gesichert werden.

    Wir brauchen 500.000 Zuwanderer im Jahr!

    https://www.welt.de/wirtschaft/article175616647/Wir-brauchen-Rente-mit-70-oder-500-000-Zuwanderer-im-Jahr.html



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