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Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

Sachsen-Anhalt

Hitlergruß gezeigt und Journalist niedergestochen

In Sachsen-Anhalt haben Jugendliche einen Journalisten angegriffen – dabei soll auch der Hitlergruß gezeigt worden sein. Das Opfer selbst glaubt nicht an ein politisches Motiv.

Blut, Mord, Verbrechen, Rot, Totschlag, Straftat
Blut (Symbolfoto) © limonada @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

DATUM4. Oktober 2018

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RESSORTAktuell, Panorama

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Im sachsen-anhaltischen Naumburg ist ein freier Mitarbeiter einer Lokalzeitung angegriffen und durch einen Stich in den Bauch verletzt worden. Die Ermittlungen laufen, die Täter konnten zunächst nicht identifiziert werden, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend. Neben gefährlicher Körperverletzung werde auch wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt. Zuständig ist der Staatsschutz. Der Angegriffene selbst erklärte am Mittwoch, er gehe nicht von einem politischen Motiv für die Attacke aus.

Nach Angaben des „Naumburger Tageblatts“, der örtlichen Lokalausgabe der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ ist das Opfer ein freier Mitarbeiter der Zeitung. Der 59-Jähige wollte laut der Zeitung nach einem Einkauf im Supermarkt in sein Auto steigen, als er von drei Jugendlichen bespuckt und mit obszönen Gesten beleidigt worden sein soll. Als er das Trio zur Rede stellen wollte, habe er einen Schlag in den Bauch erhalten, ein anderer Jugendlicher habe den Hitlergruß gezeigt.

Dass ein spitzer Gegenstand – ein Messer oder ein Schraubenzieher – im Spiel war, habe er zunächst nicht bemerkt: „Erst später im Wagen habe ich gesehen, dass es am Bauch nass und alles rot ist. Zu Hause habe ich dann die Polizei alarmiert“, zitiert das „Naumburger Tageblatt“ den Mann. Dieser kam ins Krankenhaus, Organe seien aber glücklicherweise nicht getroffen worden.

Vermehrt Attacken auf Journalisten

Ob der Angriff im Zusammenhang mit der journalistischen Tätigkeit des Mannes steht, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Bislang gebe es keine Hinweise dazu, sagte der Sprecher. Der Betroffene selbst ging in Gesprächen mit mehreren Medien nicht davon aus, dass hinter dem Angriff ein politisches Motiv steckt. Das Portal „Spiegel Online“ zitierte ihn mit den Worten: „Das waren einfach ein paar Jugendliche, die auf Krawall aus waren.“ Dass er journalistisch tätig sei, wüssten nur „Insider“. Schließlich schreibe er nur ab und zu mal über Fußball.

In jüngster Vergangenheit hatten sich Attacken auf Journalisten in Deutschland gehäuft. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ rechnet damit, dass die Zahl gewalttätiger Angriffe auf Medienvertreter 2018 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen ist. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit gab es bis Mitte September bereits 22 tätliche Übergriffe auf Journalisten in Deutschland. (epd/mig)

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