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Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Chancen und Risiken für Flüchtlinge

Smartphone Trading auf dem aufsteigenden Ast

Immer mehr Menschen greifen zum Smartphone, wenn sie Aktien und Devisengeschäfte im Internet machen wollen. Diese Art des Investments ist vor allem auch Geflüchteten beliebt. Sie können frei Handeln und nebenbei auch bequem Geld in die Heimat schicken. Doch es gibt auch Risiken.

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Handy © Sascha Kohlmann @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

DATUM23. September 2018

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RESSORTWirtschaft

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Das Trading per Smartphone entwickelt sich immer mehr zum ernst zu nehmenden Trend. Mittlerweile gibt es regelrechte Trading-Stars, die sich auf diese Weise ihr Geld verdienen. Da wäre zum Beispiel Noa Strijbos aus den Niederlanden, die bequem ihre Rendite erhöht, während sie mit ihrem Hund im Park spazieren geht.

Auch andere haben sich dank Smartphone-Apps zu selbstständigen Profi-Tradern gemacht. Und immer noch ist diese Art des Geldverdienens verlockend, denn eine Qualifikation braucht man hierfür nicht – zudem gibt es unter Tradern keine Benachteiligung bezüglich Herkunft oder Sozialstatus. Was zählt, ist der Gewinn: Man folgt vielmehr einer soliden Strategie, bis sich Umsätze sehen lassen. Auch Geflüchteten ist der Zugang zum Trading per Smartphone nicht verwehrt. Doch Online-Trading birgt auch einige Fallstricke – dieser Artikel klärt über Chancen und Risiken auf.

Traden anhand von Vorbildern

Wer neu im Geschäft ist, ist häufig zunächst unsicher. Da sind Vorbilder Gold wert, an deren Trades man sich orientieren und somit den eigenen Profit maximieren kann. Genau das ist das Konzept des Social Trading, das nun von Apps wie eToro oder Wikifolio angeboten wird. Hier erhalten User nicht nur Einblick in die Portfolios von erfolgreichen Tradern, sie können sich auch untereinander austauschen – wertvoller Input für Laien, die noch eine eigene Strategie entwickeln müssen. In den sozialen Finanznetzwerken kommen Trader aus aller Welt zusammen und können ihre Ratschläge erteilen und von ihren Erfahrungen berichten. Dies gilt es zu nutzen: Ohne die richtigen Infos kommt es sonst schnell zur Fehlinvestition.

Trading von Kryptowährungen wie Bitcoin, EOS und Co.

Social Trading Apps sind auch deshalb beliebt, weil man in ihnen mit Kryptowährungen handeln kann – dem neuen Finanz-Faszinosum, dessen Erfolgssträhne trotz kritischer Stimmen nicht abzureißen scheint. Ordentliche Apps liefern dabei immer die neuesten Informationen, die Trades beeinflussen könnten, etwa wie der Wechselkurs BTC zu EOS steht. User können dann entscheiden, welche Einheit dieses Währungspaares sie kaufen oder verkaufen möchten. Ist der Bitcoin stärker als EOS? Dann lohnt es sich, hierin zu investieren – oder eben umgekehrt. Vor allem für Migranten und Geflüchtete ist der Markt der virtuellen Währungen interessant – schließlich lösen Bitcoin und Co. Langsam traditionelle Transferdienste wie Western Union ab, mit denen Ausgewanderte üblicherweise Geld nach Hause schicken.

Risiko einschränken

Die Strategie eines erfolgreichen Traders zu kopieren, führt nicht immer zum großen Gewinn. Schließlich kann auch ein großer Fisch mal Fehler machen, die unter Umständen für den kleinen Player wesentlich schwerer wiegen. Auch Seitenbetreibern ist das Risiko des Tradings bewusst. Sie halten deshalb etwa ihre Nutzer dazu an, eingangs ein Verlustrisiko festzulegen, das dann bei den Trades berücksichtigt wird. Oder Hedging-Mechanismen kommen zum Einsatz, falls der Wert eines Index dramatisch fällt. Bevor man eine App zum Traden auswählt, sollte man sich also mit ihren Vorsichtsmaßnahmen vertraut machen – nur eine, die sich angemessen um das Risiko ihrer Kunden kümmert, ist es wert, dass man ihr sein Geld anvertraut.

Ob man nun als Zeitvertreib mit dem Smartphone tradet oder es zur Einkunftsquelle fernab der Heimat gemacht hat, das Feld birgt große Chancen. Aber auch die Risiken sollte man immer vor Augen haben. (dd)

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