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Zahl der Bezieher von Asylbewerberleistungen stark gesunken

Die Zahl der Bezieher von Asylbewerberleistungen ist zum zweiten Mal in Folge stark gesunken. Rund 468.000 Personen bezogen nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes zum Jahresende 2017 Asylbewerberleistungen. Gegenüber dem Vorjahr (728.000 Personen) entspricht dies einem Minus von knapp 36 Prozent, wie die Wiesbadener Behörde am Donnerstag mitteilte.

Vor 2016 auf 2015 war die Zahl der Leistungsbezieher bereits um 25 Prozent gefallen. Die staatlichen Ausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) betrugen im Jahr 2017 knapp 5,9 Milliarden. Das ist ebenfalls ein starker Rückgang: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausgaben um rund 38 Prozent.

Leistungsberechtigt sind Ausländer, deren Asylverfahren noch läuft, Geduldete sowie Menschen, deren Abschiebungsandrohung nicht vollzogen werden kann. Anerkannte Asylberechtigte sind nicht nach dem AsylbLG leistungsberechtigt. Sie wechseln in Hartz IV oder sichern ihren Lebensunterhalt durch einen Job.

Jeder Zweite stammt aus Asien

Zwei Drittel der Leistungsempfänger waren den Angaben zufolge männlich, 34 Prozent weiblich. Fast 30 Prozent waren noch nicht volljährig, rund 69 Prozent im Alter zwischen 18 und 64 Jahren und etwa ein Prozent 65 Jahre und älter. Mit 55 Prozent stammten zum Jahresende 2017 die meisten aus Asien, 22 Prozent aus Afrika und 20 Prozent aus Europa.

Neben den Regelleistungen können nach dem AsylbLG auch besondere Leistungen in speziellen Bedarfssituationen gewährt werden, etwa bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt. Zum Jahresende 2017 erhielten 186.000 Personen besondere Leistungen. (epd/mig)