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Zahl der Abschiebungen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr

Die Abschiebezahlen im ersten Halbjahr dieses Jahres liegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In den ersten sechs Monaten 2018 wurden 12.261 Abschiebungen vollzogen, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums dem „Evangelischer Pressedienst“ am Samstag sagte. Im Vorjahr waren 23.966 Menschen abgeschoben worden, davon im ersten Halbjahr 12.545.

Im Jahr 2015, in dem sich die Flüchtlingskrise entwickelte, zählten die Behörden 20.888 Abschiebungen. Das waren doppelt so viele wie im Jahr zuvor mit 10.884. Zuletzt waren in der ersten Hälfte 2017 die gesetzlichen Regelungen verschärft worden, um Abschiebungen zu erleichtern. Über die aktuellen Abschiebezahlen hatte zunächst die „Rheinische Post“ berichtet.

Abschiebungen relativ oft abgebrochen

Derweil wurde bekannt, dass in Berlin-Tegel mehr Abschiebungen aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen als an den übrigen Flughäfen. 64 Rückführungsversuche seien dort im ersten Halbjahr 2018 wegen gesundheitlicher Bedenken von Ärzten gescheitert, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei. An allen deutschen Flughäfen zusammen habe es im gleichen Zeitraum insgesamt 141 solcher Fälle gegeben.

Dabei sei der Hauptstadtflughafen mit 401 Abschiebungen im ersten Halbjahr 2018 nur für einen Bruchteil der bundesweit insgesamt 11.005 Rückführungen, die es auf dem Luftweg gab, verantwortlich, hieß es weiter. Am wichtigsten Airport in Frankfurt habe es mit 4.017 zehnmal mehr Abschiebungen gegeben. Dort seien aus medizinischen Gründen 37 Abschiebungen gescheitert. Insgesamt würden in diesem Jahr deutlich mehr Abschiebungen wegen ärztlicher Atteste abgebrochen, berichtete die Zeitung. Im gesamten Jahr 2017 seien laut Bundesregierung 111 Abschiebungen auf dem Luftweg wegen medizinischer Bedenken gestoppt worden. (epd/mig)