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Es wird selbstverständlich sein, dass jemand Mehmet heißt und nicht Hans – wir halten das aus.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

Eine neue Ordnung

Geldanlagen in Zeiten niedriger Zinsen. Aktien werden beliebter

Immer mehr Menschen mit und ohne Migrationshintergrund legen aktuell ihre Skepsis gegenüber der Börse ab. Nach dem zur Zeit der Finanzkrise 2008 nur etwa 8 Prozent der Bevölkerung Wertpapiere besaßen, stieg dieser Anteil auf eine zweistellige Prozentzahl an. Grund dafür ist auch die aktuelle Situation in der Finanzwelt.

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Börse © AhmadArdity @ pixabay.com (CC0), bearb. MiG

Die niedrigen Zinsen sind inzwischen zu einer Einschränkung vieler Kapitaleigner geworden. Während es in den vergangenen Jahren noch möglich war, durch eigene Einlagen einen ansehnlichen Wertzuwachs zu erzielen, bieten sich normale Geldanlagen kaum mehr an, um eine Rendite zu erzielen. Die Börse präsentiert sich in den Augen vieler Anleger als geeignete Alternative. Vor allem das stete Wachstum, das die vergangenen Jahre der wirtschaftlichen Entwicklung auszeichnete, präsentiert sich dabei als wichtiger Ausgangspunkt. Auf dieser Grundlage können sich immer mehr Menschen vorstellen, selbst einen Teil ihres Geldes in Aktien zu investieren.

Doch die Wertpapiere des DAX blicken sogleich einer starken Konkurrenz ins Auge. Einerseits gelang es den US-amerikanischen Wachstumsaktien eine sehr starke Performance zu erzielen. Unternehmen wie Facebook, Google oder Netflix verzichten traditionell darauf, ihren Aktionären eine Dividende auszuzahlen. Stattdessen werden die erzielten Gewinne direkt reinvestiert, um das Wachstum weiter anzukurbeln.

Noch stärker waren die Kursgewinne zuletzt bei den bekannten Kryptowährungen. Inzwischen gibt es neben dem Bitcoin zahlreiche weitere digitale Währungen, die ihren Wert erheblich steigern konnten. Sind Anleger dazu bereit, angesichts der hohen Renditemöglichkeiten eine etwas höhere Volatilität in Kauf zu nehmen, so handelt es sich definitiv um eine interessante Alternative. Hier gelangen Sie zur Startseite des Krypto-Lexikons, welches sich genauer mit den Einzelheiten der Währungen befasst.

Spekulative Anlagen sind in Deutschland traditionell weniger gefragt als im Ausland. Das liegt zum einen daran, dass deutsche Unternehmen und damit auch ihre Aktien im Gegensatz zur internationalen Konkurrenz vergleichsweise strenger reguliert werden. Zum anderen liegt es auch an der Anlegertradition. Der Deutsche neigt eher dazu, auf die sichere Bank zu setzen. Die zunehmende Globalisierung und die Einwanderung bringt allerdings eine risikofreudigere Anlagekultur mit nach Deutschland. Darauf stellen sich immer mehr Online-Broker ein – schnellere Transaktionen und günstigere Konditionen.

Der Einfluss der Online-Broker

Deshalb schreiben Experten die aktuelle Beliebtheit von Aktien und Kryptowährungen nicht allein der guten Performance beider Werte zu. Inzwischen ist es für Privatpersonen über einen Online-Broker möglich, selbst Orders aufzugeben und Transaktionen in die Wege zu leiten. Damit ist sogleich ein erheblicher Kostenvorteil verbunden. Denn von nun an ist keine zwischengeschaltete Instanz in Form der Hausbank aktiv, die ebenfalls einen Anteil an den Gewinnen haben möchte.

In vielen Bereichen der Geldanlage ist es deshalb möglich, aktuell von einem noch besseren Verhältnis von Preis und Leistung zu profitieren, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Wichtig bleibt ein genauer Blick auf die Seriosität und Zuverlässigkeit des Brokers. Denn auch hier zeigen sich am Markt eindeutige Differenzen, welche die Anleger zu ihren Gunsten ausnutzen sollten. Hier warten vor allem für Einwanderer, die in Deutschland Geld anlegen wollen, viele Fallstrike. Experten raten, sich eindringlich mit den Konditionen auseinanderzusetzen. Dann ist es möglich, einen maximalen Mehrwert aus den aktuellen Angeboten des Marktes zu ziehen.

Auf mehrere Säulen setzen

Experten weisen im Hinblick auf neu eingewanderte Anleger auch immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, Risikofreude hin oder her, die Geldanlage auch auf mehrere stabile Säulen zu bauen. Das Prinzip der Diversifikation besagt, dass das zur Verfügung stehende Kapital nicht allein in eine einzige Geldanlage fließen sollte. Ihr Ausfall würde schließlich den eigenen finanziellen K.O. bedeuten, den es nach Möglichkeit zu verhindern gilt. Wer neben volatilen Anlagen wie Kryptowährungen und Aktien auf solide Säulen setzt, die zwar weniger Rendite versprechen, aber über eine höhere Wertstabilität verfügen, stellt sich im Laufe der Zeit breit auf.

Weiterhin müssen die gewählten Anlagen auch im Jahr 2018 mit der Risikobereitschaft als Anleger übereinstimmen. Wer dem Anblick eines Portfolios mit vorübergehend roten Zahlen nicht gewachsen ist, muss den Fokus auf sichere Formen der Investition lenken. Wer dagegen viel Geld für Investitionen zur Verfügung hat und womöglich nach der eigenen finanziellen Freiheit strebt, der kann ganz andere Handelsgüter für eine Anlage in Betracht ziehen. Am Ende sind es die individuelle Einschätzung und die jeweilige Finanzlage, die den Unterschied zwischen den verschiedenen Ansätzen ausmachen. (pc)

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