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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

"Afroamerikanische Wurzeln"

ZDF weist Rassismus-Vorwurf bei „Royal Wedding“ zurück

Die „afroamerikanischen Wurzeln“ der Braut beim „Royal Wedding“ wurde im ZDF mehrfach wiederholt. Seit dem hagelt es Kritik. Rassismus-Vorwürfe weist die ZDF zurück, einige Formulierungen seien jedoch selbstkritisch diskutiert worden.

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ZDF © Isabell Schulz @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Das ZDF hat den Vorwurf des Rassismus bei der Berichterstattung über die Hochzeit des britischen Prinzen Harry mit der Schauspielerin Meghan Markle „entschieden“ zurückgewiesen. Programmbeschwerden lägen dazu bisher nicht vor, allerdings gebe es kritische Zuschauerreaktionen, erklärte das ZDF am Dienstag in Mainz auf Anfrage des „Evangelischen Pressedienstes“. Im Internet sowie in der „tageszeitung“ (taz) hatte es an der Einordnung der royalen Hochzeit durch das ZDF-Kommentatorenteam viel Kritik gegeben, besonders an den mehrfach wiederholten Hinweisen auf die „afroamerikanischen Wurzeln“ der Braut.

„Ist die Queen da so großzügig und sagt: ‚Die beiden werden ja niemals König und Königin, da können wir uns auch mal so ein exotisches Paar leisten‘, ich sag es mal so salopp…“, zitierte die „taz“ ZDF-Moderator Norbert Lehmann. „Es ist unglaublich, wieviel unterschwelliger Rassismus in die Berichterstattung einer Hochzeit passt“, twitterte ein User unter dem Namen „ZarterTyp“. Eine Userin verwies in ihrem Tweet auf die von Lehmann zitierte Aussage, eine solche Frau (Meghan Markle, Anm. d. Red.), die hätte „man sich früher als Mätresse gehalten“, und kommentierte: „Die alten Männer reden sich da gerade um Kopf und Kragen.“

Der Wandel des britischen Königshauses hin zu einer weltoffeneren Monarchie sei ein Thema von großem öffentlichen Interesse, auch in Deutschland, erklärte das ZDF. Daher sei es journalistisch angemessen gewesen, auch die Frage nach der Herkunft von Meghan Markle in den Gesprächen mit den Experten zu beleuchten. In der rund vierstündigen Live-Übertragung des ZDF habe es insgesamt zwei Gesprächsrunden dazu gegeben. Dabei seien einige Formulierungen der Sendung auch im eigenen Hause selbstkritisch diskutiert worden.

ZDF: Es wäre wünschenswert gewesen

Weiter räumte der Mainzer Sender ein: „In der Tat wäre es wünschenswert gewesen, einer Repräsentantin oder einem Repräsentanten der schwarzen Community in Großbritannien in der Sendung noch mehr Raum zu geben.“ Aus Termingründen sei es aber der Autorin und Kolumnistin Afua Hirsch nur möglich gewesen, in einem Gespräch am Außen-Set die Bedeutung der afroamerikanischen Wurzeln von Meghan Markle für die britische Gesellschaft zu erläutern.

Prinz Harry und die US-Amerikanerin Markle, die sich selber als „starke, selbstbewusste gemischtrassige Frau“ bezeichnet, hatten sich am Samstag in Windsor das Ja-Wort gegeben. Meghan Markle hat eine afroamerikanische Mutter und einen weißen Vater. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Ute Plass sagt:

    Vermutlich geht in der Rassismus-Vorwurfsdebatte die wichtige Botschaft des
    US-Bischof Michael Curry etwas unter:

    ‚Die Predigt, die Michael Curry bei der royalen Hochzeit in Windsor hielt, hat viele Menschen beeindruckt.‘

    http://www.deutschlandfunk.de/us-bischof-michael-curry-der-liebesbote.886.de.html?dram:article_id=418486



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