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Ausbildungsmesse für Geflüchtete

Am 3. und 4. Mai 2018 geht die dritte Ausbildungsmesse für geflüchtete Menschen an den Start. Erwartet werden mehr als 70 Unternehmen und bis zu 2.000 Geflüchtete.

Für Migranten ist der Weg zu einem Ausbildungsplatz steinig. Sie müssen sich häufiger bewerben wie ihre Mitstreiter ohne Migrationshintergrund – unabhängig von der Qualifikation. Für Geflüchtete ist die Suche noch schwieriger, sie müssen zusätzlich zahlreiche rechtliche Hürden überwinden.

Unmöglich ist ein Ausbildungsvertrag jedoch nicht, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag im März verkündete. Die Zahl der Flüchtlinge in Berufsausbildung habe sich verdoppelt. Anfang April vermeldete auch das Handwerk einen sprunghaften Anstieg von Flüchtlingen in Ausbildung.

Das Berliner Bildungswerk Kreuzberg schätzt den aktuellen Ausbildungsmarkt für günstig ein. „Viele Unternehmen suchen händeringend Nachwuchs“, heißt es in einer Mitteilung im Vorfeld der Ausbildungsmesse für geflüchtete Menschen. Dort können sich Geflüchtete über die Voraussetzungen informieren, die erfüllt sein müssen, um eine Ausbildung machen zu können. Außerdem können Sie direkt in Kontakt mit den ausbildungswilligen Unternehmen treten.

70 Unternehmen auf der Messe

Auch für Unternehmen hält die Messe Informationen bereit: Wie können Unternehmer mehr Handlungssicherheit beim Umgang mit Azubis aus Einwanderfamilien erzielen? Welche Berechtigungen braucht ein Betrieb, um ausbilden zu dürfen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Die Messe findet am 3. und 4. Mai im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Berlin Mitte statt. Erwartet werden mehr als 70 Unternehmen und bis zu 2.000 Geflüchtete. Etwa 575 Ausbildungsstellen sollen dort angeboten werden. Am ersten Messetag geht es thematisch um gewerblich-technische und handwerkliche Ausbildungsberufe. Am zweiten Tag möchten die Firmen vor allem Fachkräfte für den Dienstleistungssektor, Handel und den kaufmännischen Bereich gewinnen. (hd)