MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

Neues Hoch

Geburtenanstieg in Deutschland setzt sich fort

Zum fünften Mal in Folge ist die Zahl der Neugeborenen in Deutschland angestiegen. Bei deutschen Müttern betrug der Geburtenanstieg drei Prozent, bei ausländischen Müttern liegt dieser Wert bei 25 Prozent. Insgesamt kamen 2016 rund 792.000 Kinder zur Welt.

Baby, Kind, Vornamen, Neugeboren, Eltern, Kind
Baby (Symbolfoto) © Gonzalo Merat auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Geburtenanstieg in Deutschland hat sich im Jahr 2016 fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wurden 792.131 Kinder geboren, 54.556 mehr als im Jahr 2015 (plus sieben Prozent). Damit stieg die Zahl der Neugeborenen im fünften Jahr in Folge.

In allen Bundesländern kamen 2016 mehr Kinder zur Welt als im Vorjahr. In den westdeutschen Flächenländern und in den Stadtstaaten stieg die Zahl der Neugeborenen durchschnittlich um acht Prozent, während der Anstieg in den ostdeutschen Flächenländern mit plus vier Prozent etwas schwächer ausfiel.

Plus 25 Prozent bei ausländischen Müttern

Deutsche Mütter brachten den Angaben zufolge rund 607.500 Kinder zur Welt (plus drei Prozent). Damit setzte sich der Geburtenanstieg der letzten Jahre fort. Diese Entwicklung sei vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen, hieß es.

Mütter mit ausländischer Staatsangehörigkeit brachten 184.660 Kinder zur Welt (plus 25 Prozent). Die Anzahl der Frauen aus Ländern mit traditionell relativ hoher Geburtenneigung sei gestiegen, erklärten die Statistiker. Außerdem habe 2016 die Geburtenhäufigkeit aller ausländischen Frauen insgesamt zugenommen.

Höchste Geburtenziffer seit 1973

Die zusammengefasste Geburtenziffer lag 2016 bei 1,59 Kindern je Frau. Das ist der höchste seit 1973 gemessene Wert und deutlich höher als 2015 (1,50 Kinder je Frau). Bei den deutschen Frauen stieg die Geburtenziffer von 1,43 Kindern je Frau im Jahr 2015 auf 1,46 Kinder je Frau im Jahr 2016. Bei den Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nahm sie von 1,95 auf 2,28 Kinder je Frau zu.

Die höchste Geburtenhäufigkeit in der EU hatten den Angaben zufolge Frauen in Frankreich mit 1,92, die niedrigste in Spanien und Italien mit 1,34 Kindern je Frau. (epd/mig)

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...