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Migration und Integration in Deutschland

[Es würde im Interesse der deutschen Arbeiter liegen, wenn wir sie zu Fachkräften ausbilden.] Dafür müssen wir natürlich dann die relativ primitiveren Arbeiten … von ausländischen Arbeitskräften besorgen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

Bundesregierung

Rund 950 Angriffe auf Muslime und Moscheen im Jahr 2017

Mindestens 950 Angriffe auf Muslime und ihre Einrichtungen wurden im vergangenen Jahr registriert. Dabei wurden 33 Menschen verletzt. Das teilt das Bundesinnenministerium mit. Muslime gehen von einem höheren Dunkelfeld aus. Viele Taten tauchten in der Statistik nicht auf.

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Moscheekuppel © Islamwoche Berlin

Im vergangenen Jahr hat es einem Medienbericht zufolge bundesweit mindestens 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen wie Moscheen gegeben. Dabei seien 33 Menschen verletzt worden, meldete die „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor.

Danach registrierten die Behörden allein knapp 60 Anschläge, Schmierereien und Schändungen, etwa mit Schweineblut. In fast allen Fällen seien die Täter Rechtsextreme gewesen. Da die Behörden Daten zu islamfeindlichen Straftaten erst seit Jahresbeginn 2017 auswerten, gibt es keine Vergleichszahlen für 2016.

Mazyek: Statistik lückenhaft

Zu den erfassten Straftaten zählten unter anderem auch Hetze und Hasskommentare gegen Muslime oder muslimische Flüchtlinge im Netz, Drohbriefe sowie Angriffe auf muslimische Männer und Kopftuch tragende Frauen auf der Straße, hieß es. Über die Höhe des Schadens hätten die Behörden keine Erkenntnisse. Außerdem seien 2017 knapp 90 Kundgebungen gegen die vermeintliche „Islamisierung Deutschlands“ gezählt worden. Dabei seien jedoch die „Pegida“-Aufmärsche in Sachsen nicht erfasst.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, geht davon aus, dass die Statistik nicht alle Delikte erfasst und so die Wirklichkeit nur in Teilen abbildet. „Es gibt ein großes Dunkelfeld, weil die Behörden, also Polizei und Staatsanwaltschaften, noch nicht dafür sensibilisiert sind und deshalb viele Fälle in der Statistik nicht auftauchen“, sagte er der Zeitung. Zudem erstatteten Betroffene häufig keine Anzeige. (epd/mig)

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