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"Braune Brut"

Eintracht Frankfurt lehnt Mitgliedsanträge von AfD-Sprechern ab

Der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat Mitgliedsanträge von zwei hessischen AfD-Politikern abgelehnt. Eintracht-Präsident hatte zuvor angekündigt, dass es in dem Verein keinen Platz geben wird „für die braune Brut“.

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Eintracht Frankfurt © southgeist @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliedsanträge der beiden hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann vom 28. Dezember 2017 abgelehnt. Lambrou und Herrmann kritisierten dies scharf. Eintracht-Boss Peter Fischer habe 40 Tage immer wieder ausführlich über die AfD geredet, aber trotz dreier Gesprächsangebote niemals mit ihr, sagte Lambrou.

Herrmann ergänzte, Fischers „unmögliches Verhalten und die unsäglichen Äußerungen“ hätten der AfD nicht geschadet. Dies belegten die bundesweiten Umfragewerte. Im übrigen erlebe die AfD-Hessen eine „enorme Mitgliedereintrittswelle“ und großen Zuspruch auf Themenabenden und bei Stammtischen. „Wir warten jetzt auf die Entscheidung über unsere Strafanzeigen gegen Herrn Fischer durch die Staatsanwaltschaft.“

Die Eintracht-Sprecherin Ann-Kathrin Ernst bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass das Präsidium des Vereins am 6. Februar die Mitgliedsanträge von Lambrou und Herrmann abgelehnt habe. Diese Entscheidung werde der Verein nicht kommentieren.

Kein Platz für die braune Brut

Der Eintracht-Präsident hatte im Dezember der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen.“ Später hatte er in einem Gespräch mit hr-sport nachgelegt. „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“ Wegen dieser Äußerungen war Fischer Anfang Januar von den beiden AfD-Landessprecher wegen Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung und Volksverhetzung angezeigt worden.

Der Eintracht-Chef wurde am 28. Januar auf der Mitgliederversammlung mit 99 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Er habe nichts von seinen Aussagen zur AfD zurückzunehmen, sagte er vor seiner Wiederwahl. (epd/mig)

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