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Vorläufige Zahlen

Weniger Abschiebungen im vergangenen Jahr

2017 wurden offenbar weniger Menschen abgeschoben als in dem Jahr zuvor. Auch die Zahl der sogenannten freiwilligen Ausreisen liegt offenbar unter dem Vorjahresniveau.

Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist Medienberichten zufolge im vergangenen Jahr zurückgegangen. Insgesamt seien 23.966 Flüchtlinge 2017 in ihre Heimatländer zurückgebracht worden, 1.409 weniger als im Jahr 2016. Unter den Abgeschobenen seien 60 sogenannte Gefährder gewesen.

Nach der Fluchtbewegung 2015 und 2016 hatten sich Bund und Länder das Ziel gesetzt, die Ausreisepflicht strenger durchzusetzen. Unter anderem wurden Gesetze geändert, mit Herkunftsländern über die Rücknahme verhandelt und Förderprogramme zur Unterstützung der Ausreise erhöht.

Maßnahmen greifen nicht

Die Zahl der Abschiebungen im Jahr 2017 wurden durch die Maßnahmen gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht. Kurz vor Weihnachten hatte das Bundesinnenministerium mitgeteilt, bis Ende November habe es 22.190 Abschiebungen gegeben. Im Gesamtjahr 2016 waren es mehr als 25.000.

Die Zahl der bewilligten sogenannten freiwilligen Ausreisen, bei denen Betroffene finanzielle Unterstützung erhalten, lag nach Angaben des Ministeriums Ende November bei 27.903 – gegenüber rund 55.000 im Gesamtjahr 2016. (epd/mig)