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Bremen

Angriff auf Moschee vor der Bundestagswahl

Auf der Fassade der Bremer Fatih-Moschee prangt auf einer Elektrotafel die Aufschrift „Gute Nachbarschaft, bessere Gesellschaft“. Darunter haben Unbekannte in der Nacht zum Wahlsonntag „Fuck Musels“ geschmiert. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Sonntag in Bremen eine Moschee attackiert. An einem Fenster und in einem Briefkasten der Fatih-Moschee im Stadtteil Gröpelingen entzündeten sie Feuerwerkskörper, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Zudem sprühten sie mit Farbe islamfeindliche Parolen an die Wand. Der Sachschaden sei gering. Das Ereignis mit seinen Begleitumständen werde von den Verantwortlichen dennoch als „bedenklich“ eingestuft. Der polizeiliche Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.

Die Islamische Föderation Bremen reagierte empört auf den Anschlag. „Diese Taten sind politisch motiviert und stehen in Zusammenhang mit einem stark zunehmenden islamfeindlichen Rassismus in unserer Gesellschaft“, sagte ihr Sprecher Vahit Bilmez.

Die Fatih-Moschee ist die älteste Moschee in Bremen und die drittgrößte in Deutschland. Sie bietet Platz für rund 1.300 Menschen. Ihr Minarett ist 27 Meter hoch, die Dachkuppel hat einen Durchmesser von zwölf Metern. Der Moscheeverein wurde 1973 gegründet und zählt heute rund 500 Mitglieder. (epd/mig)