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Lob an die libysche Küstenwache

Weniger Flüchtlinge erreichen Italien

Im Juli erreichten deutlich weniger Flüchtlinge Italien über das Mittelmeer. Das itlaienische Innenministerium lobt die libysche Küstenwache, die von der italienischen Marine unterstützt wird.

Die Zahl der Flüchtlinge, die Italien über die zentrale Mittelmeerroute erreichen, ist im Juli um rund die Hälfte gesunken. Im vergangenen Monat wurden etwa 11.000 Ankömmlinge verzeichnet, wie das italienische Innenministerium in Rom mitteilte. Im Juli 2016 waren es noch rund 23.500. Seit Jahresbeginn kamen demnach rund 95.000 Migranten in Italien an. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 98.000 gewesen.

In den ersten Monaten des Jahres war die Zahl der Ankömmlinge noch so stark gestiegen, das mit einem neuen Rekord gerechnet worden war. Das Innenministerium erklärte den Rückgang damit, dass es der libyschen Küstenwache besser gelinge, Migranten abzufangen. Die Küstenwache werde inzwischen verstärkt mit Booten und Schulungen für die Besatzungen unterstützt. Auf die Wetterbedingungen könne das Absinken der Zahlen nicht zurückgeführt werden.

Italienische Marine unterstützt libysche Küstenwache

Die Zahl der Überfahrten sei vor allem seit dem Treffen zwischen dem italienischen Innenminister Marco Minniti und 13 libyschen Bürgermeistern vor drei Wochen zurückgegangen. Ein weiteres Treffen ist nächste Woche in Rom vorgesehen.

Das römische Abgeordnetenhaus billigte derweil die Entsendung italienischer Marineeinheiten in libysche Gewässer zur Unterstützung der dortigen Küstenwache. Zwei Schiffe sollen technische und logistische Unterstützung bei der Bekämpfung von Menschenhandel leisten, teilte Verteidigungsministerin Roberta Pinotti mit. Das bedeute keine Einschränkung libyscher Souveränitätsrechte. (epd/mig)