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Flucht

UN-Teams retten 1.000 Migranten in der Sahara

Die Überfahrt in Booten nach Europa ist für Flüchtlinge nur eine lebensgefährliche Etappe. Viele müssen vor dem Mittelmeer Wüsten überwinden. Seit April 2017 haben die Vereinten Nationen in der Sahara 1.000 Menschen geborgen – darunter auch Kinder.

Rettungsteams der Vereinten Nationen haben seit April rund 1.000 Migranten in der Sahara im Norden Nigers geborgen. Die Menschen aus mehreren afrikanischen Ländern hätten über das Mittelmeer nach Europa fahren wollen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit. Sie hätten sich in einem erbärmlichen Zustand befunden.

Bei einer der jüngsten Rettungsaktionen seien 23 Migranten aus Gambia und dem Senegal gerettet worden, die von einer Schlepperbande in der Wüste zurückgelassen wurden. Unter den Opfern sei ein siebenjähriges Mädchen gewesen.

Menschen werden zurückgebracht

Die 1.000 aufgegriffenen Menschen sollen auf freiwilliger Basis von der IOM in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Nach IOM-Angaben erreichten seit Januar 60.000 Menschen Niger, um von dort nach Europa zu gelangen. Schätzungsweise halte sich die Hälfte dieser Migranten noch in dem Land auf.

Laut der UN-Hilfsorganisation kamen seit Jahresbeginn knapp 117.000 Migranten und Flüchtlinge mit Booten in Europa an. Mehr als 2.400 Menschen seien auf der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. (epd/mig)