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Unter Trump

In den USA weniger muslimische Flüchtlinge

Die Zahl der muslimischen Flüchtlinge ist seit Amtsantritt von Donald Trumps deutlich zurückgegangen. Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden unter Trump waren Kongo, Myanmar, Irak, Somalia und Syrien.

In den USA geht die Zahl muslimischer Flüchtlinge zurück. Christen machten einen wachsenden Anteil der Menschen aus, die in den Vereinigten Staaten Zuflucht finden, berichtete das Institut „Pew Research Center“ am Mittwoch nach Auswertung von Daten des US-Außenministeriums.

Laut Pew sind zwischen Präsident Donald Trumps Amtsantritt am 21. Januar und Ende Juni 9.598 christliche Flüchtlinge aufgenommen worden (rund 50 Prozent aller Flüchtlinge). 7.250 waren muslimischen Glaubens (38 Prozent), rund elf Prozent gehörten anderen Religionsgruppen an.

Kongo Hauptherkunftsland

Im zurückliegenden Haushaltjahr, das im September 2016 zu Ende ging, stellten Muslime 46 Prozent der aufgenommenen Fliehenden und Christen 44 Prozent. Laut Pew fiel der Anteil muslimischer Flüchtlinge auch im Lauf von Trumps Regierungszeit: Im Februar 2017 hätten Muslime 50 Prozent der Flüchtlinge ausgemacht und im Juni nur noch 31 Prozent.

Insgesamt nahmen die USA 2016 84.995 Flüchtlinge auf. Trump hat vorgegeben, die Zahl auf 50.000 im Jahr zu begrenzen. Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden 2017 waren laut Pew Kongo, Myanmar, Irak, Somalia, Syrien, Ukraine, Bhutan und Eritrea. (epd/mig)