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Migration und Integration in Deutschland

Nur die wenigsten dieser deutschen Arbeiter werden in dieser Situation mit den Ausländern solidarisch sein. Die meisten werden sich aggressiv von den Ausländern abgrenzen und bei ihnen die Verantwortung für die eigene schlechte Position suchen.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Online Petition

Damenbad wehrt sich gegen männliche Bademeister

Seit 1886 besteht im Freiburger Freibad Lotettbad ein spearates Damenfreibad – die einzige in Deutschland. Der Einsatz von männlichen Bademeistern sorgt dort nun für Verstimmung. Die Damen wehren sich per Online-Petition dagegen. Männliche Bademeister führten das Konzept ad absurdum.

Wasser, Schwimmbad, Schwimmbecken, Schwimmen
Wasser © Josep Ma. Rosell auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

DATUM12. Juli 2017

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RESSORTAktuell, Gesellschaft

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Mit einer Online-Petition wehren sich knapp 800 Unterstützerinnen und Unterstützer gegen den Einsatz von männlichem Badepersonal in der Frauenabteilung des Freiburger Lorettobads. „Schaffen Sie das reguläre männliche Badepersonal im Damenbad Freiburg wieder ab!“, heißt es von der „Initiative Frei(burg)schwimmer*innen“ auf der Seite der Online-Petition am Dienstag. Die neue Regelung, regulär männliches Aufsichtspersonal im Loretto-Damenbad einzusetzen, führe das Konzept „Damenbad“ ad absurdum. Die Initiative sehe eine „gezielte Ausgrenzung“ von Musliminnen und „im derzeitigen öffentlichen Diskurs einen weiteren Beleg für sexistische und rassistische Denkweisen unserer Gesellschaft.“

„Wir wollen keine Musliminnen ausschließen“, entgegnete Oliver Heintz, Geschäftsleiter der Freiburger Bäder. Schon immer habe man partiell Männer als Bademeister auch im Frauenbad eingesetzt, männliches Personal verträte weibliches in der Pause, sagte Heintz dem Evangelischen Pressedienst. Die männlichen Bademeister erfüllten wie jedes andere Personal eine Funktion. Ihnen sei es egal, ob sie es mit einer Muslimin zu tun hätten oder mit einer Frau, die sich „oben ohne“ sonne.

Reaktionär und sexistisch

Die Initiatoren der Petition halten dagegen: Der Einsatz von männlichem Personal schließe nicht nur gezielt viele muslimische Frauen aus, sondern treffe auch Frauen, die aufgrund von Gewalterfahrungen oder sich schlicht abseits von alltäglichen Blicken und Übergriffen eine Auszeit wünschten, heißt es weiter in der Petition. „Zu glauben und zu verdeutlichen, Ruhe und Sicherheit im Damenbad nur durch die Präsenz und Aufsicht von männlichem Personal zu leisten, ist zutiefst reaktionär und sexistisch.“

Heintz berichtete dem epd von mehrfachen Streitigkeiten zwischen Frauengruppen im Sommer 2016. Darunter habe es eine Schlägerei gegeben unter zwei muslimischen Frauengruppen, in deren Folge Polizei und Notarzt kommen musste, sagte Heintz. „Studentinnen, die öfter als Aushilfe eingesetzt waren, wollten diesen Job nicht mehr machen.“ Die Dienste seien immer extremer geworden, berichtet Heintz. „Immer weniger Frauen wollten diese Arbeit noch übernehmen.“

Verstöße gegen die Hausordnung

Auch in der Petition ist von „unschönen Zusammenstößen letzte Saison“ die Rede. Die Initiatoren schlagen deshalb unter anderem vor, mit Einlassstop, konsequentem Hausverbot bei Verletzung der Regeln, Vergrößerung des Damenbereiches und Einstellung von Vermittlerinnen zu reagieren. Auch Heintz ist daran gelegen, die Situation im Damenbad entspannt und angenehm für alle zu halten: „Doch dann müssten sich alle an die Badeordnung halten.“

Im vergangenen Jahr habe es regelmäßig grobe Verstöße gegen die Hausordnung gegeben, vor allem von muslimischen Gruppen aus dem benachbarten Frankreich, die in Kleinbussen angereist waren. Besucherinnen seien mit Kleidung ins Wasser gesprungen, hätten gegrillt und sich die Zehennägel am Beckenrad geschnitten. „Es ist eigentlich normal, dass man das nicht macht“, sagte Heintz. Aufgrund des Einsatzes von Männern als Bademeister blieben die muslimischen Gruppen dieses Jahr bis dato aus, vermutet Heintz.

Zielmarke 2.000

Wenn die Petition das Quorum von 2.000 Unterstützern erreicht, wollen die Betreiber der Online-Petitions-Plattform eine Stellungnahme von den zuständigen gewählten Vertretern einholen. In jedem Fall könne die Petition übergeben werden, hieß es. Die Petition läuft noch bis zum 17. August.

Im „Lollo“, wie die Freiburger liebevoll das Lorettobad nennen, wird seit 1841 gebadet. Seit 1886 besteht ein separates Damenfreibad, heute ist es laut der Internetseite des Betreibers das einzige in Deutschland. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Tobi sagt:

    die konservativen geben sich doch als demokratiefreunde und als Hüter unserer werte

    und dann das

    die meisten Sexisten und rassisten in diesem Lande und die meisten Verbrecher in den Gefängnissen sind immer noch weisse blonde deutsche und nicht die Südländer wie immer behauptet wird



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