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Osterwochenende

Rund 8.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Allein am Osterwochenende wurden im Mittelmeer rund 8.000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. 13 Menschen kamen ums Leben.

Am Osterwochenende ist die Zahl der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer sprunghaft angestiegen. Innerhalb von drei Tagen seien rund 8.000 Migranten, die von Libyen aus nach Italien wollten, aus Seenot gerettet worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montagabend in Rom mit. Einsatzkräfte der italienischen Marine, der europäischen Grenzschutzoperation Frontex und privater Hilfsorganisationen hätten auch 13 Tote geborgen, darunter die Leiche eines achtjährigen Jungen.

Mit den am Wochenende Geretteten stieg die Zahl der Flüchtlinge, die Italien seit Jahresbeginn erreicht haben, auf rund 35.000. Im gesamten vergangenen Jahr waren es rund 180.000. Die derzeit verfügbaren Plätze in Italiens Erstaufnahmeeinrichtungen sind mit 175.000 Menschen bereits ausgelastet. Die Verteilung der Ankömmlinge auf Kommunen im ganzen Land kommt wegen der Widerstände zahlreicher Stadtverwaltungen nur schleppend in Gang. (epd/mig)