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BAMF-Zahlen für 2016

Asyl, Abschiebungen und freiwillige Ausreisen

Rund 722.000 Asylanträge wurden im Jahr 2016 eingereicht. Die Zahl der tatsächlich neu eingereisten Asylbewerber lag bei etwa 280.000. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtling mitteilt, haben 55.000 Asylbewerber Deutschland freiwillige verlassen.

Im Jahr 2016 erreichte die Zahl der Asylerstanträge mit rund 722.000 Fällen ein Rekordhoch (2015: 442.000). Die Zahl der im Vorjahr tatsächlich neu eingereisten Asylbewerber lag nach Schätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei etwa 280.000. Fast drei Viertel aller Asylbewerber kommen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak (489.000).

Insgesamt traf das BAMF im Vorjahr knapp 696.000 Entscheidungen. Den Status als Flüchtling gemäß § 3 des Asylgesetzes erhielten rund 256.000 Menschen (36,8 Prozent). Subsidiären Schutz bekamen etwa 154.000 Flüchtlinge (22,1 Prozent). 25 Prozent der Asylverfahren (174.000) endeten mit einer Ablehnung.

Viele freiwillige Ausreisen

Aktuell leben in Deutschland rund 150.000 geduldete Menschen, die eigentlich ausreisepflichtig sind. Nicht jeder abgelehnte Asylbewerber kann auch abgeschoben werden, etwa weil gesundheitliche Gründe dagegen sprechen, Papiere fehlen oder die Herkunftsländer die Rücknahme verweigern.

2016 haben rund 55.000 abgelehnte Asylbewerber Deutschland freiwillig verlassen – 20.000 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Abschiebungen lag weit darunter: 2016 waren es rund 25.000. (epd/mig)