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[Es würde im Interesse der deutschen Arbeiter liegen, wenn wir sie zu Fachkräften ausbilden.] Dafür müssen wir natürlich dann die relativ primitiveren Arbeiten … von ausländischen Arbeitskräften besorgen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

UNHCR

Aufnahmestopp der USA trifft rund 20.000 Flüchtlinge

Trumps Aufnahmestopp für Flüchtlinge betrifft nach Schätzungen der Vereinten Nationen etwa 20.000 Menschen. Die UNHCR spricht von einem „Schock für die Zurückgewiesenen“ und hofft auf die Hilfe anderer Staaten.

UN, Vereinte Nationen, United Nations, New York
Gebäude der Vereinten Nationen in New York © Muhammad Ghouri @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der von US-Präsident Donald Trump verfügte 120-tägige Aufnahmestopp für Flüchtlinge trifft nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 20.000 Menschen. Die Männer, Frauen und Kinder seien vor Verfolgung, Gewalt und Krieg geflohen, erklärte das Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Dienstag in Genf.

In dieser Woche sollten laut UNHCR eigentlich 800 Flüchtlinge über das sogenannte Resettlement-Programm in die USA einreisen. Die Lage der verängstigten Menschen sei alarmierend, warnte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Die Vereinten Nationen suchten für die Programme normalerweise besonders hilfsbedürftige Menschen aus.

Hoffnung auf Hilfe anderer Staaten

Als Resettlement wird die dauerhafte Umsiedlung von Flüchtlingen bezeichnet, die weltweit vom UNHCR koordiniert wird. Auf die Frage, wo die Flüchtlinge, für die bereits ein Umzug vorgesehen war, nun bleiben sollen, gibt es laut dem Sprecher der UNHCR-Vertretung in Berlin, Stefan Telöken, noch keine klare Antwort.

Zunächst müssten sie wohl in ihren jeweiligen Erstaufnahmeländern weiter abwarten. „Für die Betroffenen ist dies oftmals ein Schock“, sagte er. Ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) äußerte die Hoffnung, dass andere Länder die betreffenden Menschen aufnehmen könnten.

UN-Mitarbeiter nicht betroffen

Unterdessen teilten die Vereinten Nationen in New York mit, dass UN-Mitarbeiter von den Einreiseverboten der USA nicht betroffen seien. Die US-Behörden hätten das gegenüber der Weltorganisation bestätigt, sagte ein Sprecher. Die UN-Zentrale liegt in New York.

US-Präsident Trump hatte vorige Woche das US-Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen für mindestens 120 Tage ausgesetzt, bis auf weiteres einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien verhängt und ein generelles Einreiseverbot von 90 Tagen für folgende Länder angeordnet: Irak, Syrien, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, und Jemen. Tausende Menschen in den USA demonstrierten gegen den Erlass. Trump sieht darin eine Schutzmaßnahme gegen Terrorismus. (epd/mig)

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