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Migration und Integration in Deutschland

Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

Einwanderung von Flüchtlingen

„Einheimische Arbeitslose müssen sich keine Sorgen machen.“

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt wird einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nicht einfach. Bei den Allermeisten komme mangels Qualifizierung allenfalls Helferberufe in Betracht.

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Jobcenter © berlinframes @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die allermeisten Flüchtlinge in Deutschland werden nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lediglich in Helferberufen tätig werden können. „Die meisten Flüchtlinge sind weder Ärzte noch Ingenieure und werden hier in den Helferberufen tätig werden“, sagte Herbert Brücker vom IAB am Montag in Düsseldorf. „Einheimische Arbeitslose müssen sich keine Sorgen machen.“ Das IAB ist das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit.

Der Experte erklärte, voraussichtlich würden Ende kommenden Jahres insgesamt etwa 460.000 bis 480.000 Flüchtlinge dem Arbeitsmarkt in Deutschland zur Verfügung stehen. „Damit würde das Arbeitskräfteangebot in Deutschland um rund ein Prozent steigen“, sagte Brücker in einem Vortrag vor Experten aus Unternehmen, Gewerkschaften und Politik. „Das stellt Deutschland nicht auf den Kopf.“

„Integration wird ein gewaltiges Problem“

Ausführliche Interviews mit Flüchtlingen ergaben laut Brücker, dass neun Prozent der nach Deutschland Geflüchteten keine Schulbildung haben. Rund zehn Prozent hätten nur eine Grundschulausbildung und 69 Prozent keine abgeschlossene schulische oder berufliche Ausbildung. Lediglich neun Prozent verfügten über einen beruflichen Abschluss. „Die Integration auf dem Arbeitsmarkt wird demnach ein gewaltiges Problem sein“, erklärte Brücker.

Gleichzeitig habe die Befragungen ergeben, dass rund 66 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland eine Berufs- oder Hochschulausbildung machen wollten, erklärte der Experte weiter. Brücker betonte, dass das allerdings nur „ein kleiner Teil der Flüchtlinge“ tatsächlich schaffen werde. Mittelfristig sei zu erwarten, dass nach sechs Jahren etwa die Hälfte der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Flüchtlinge tatsächlich in Arbeit sein werde. Der überwiegende Teil von ihnen werde jedoch für ein Entgelt tätig sein, dass etwa 25 Prozent unter dem Mindestlohn liegen werde. (epd/mig)

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