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Islamfeindlichkeit

Übergriffe auf Moscheen nehmen zu

Im laufenden Jahr gab es 52 Angriffe auf Moscheen. Besonders in der zweiten Jahreshälfte verzeichneten Sicherheitsbehörden mit 28 Übergriffen besonders viele Straftaten. Ab 2017 sollen islamfeindliche Straftaten gesondert erfasst werden.

Die Zahl islamfeindlicher Übergriffe hat einem Zeitungsbericht zufolge im Laufe dieses Jahres weiter zugenommen. Seit dem 1. Juni hätten die Polizeibehörden bundesweit 28 Angriffe auf Moscheen registriert, berichtet die tageszeitung, der eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Monika Lazar vorliegt. Damit seien bereits mehr Angriffe verzeichnet als in der gesamten ersten Jahreshälfte.

Den Angaben der Zeitung zufolge gab es 2010 in Deutschland 24 Angriffe gegen Moscheen, 2015 waren es 75 und in diesem Jahr bislang 52. Die tatsächliche Zahl dürfte aber höher sein, heißt es in dem Bericht mit Verweis auf die Kriminalstatistik. Die erfasst bislang gesondert zwar antisemitische, aber nicht islamfeindliche Straftaten.

Das soll sich 2017 ändern. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bekräftigte jüngst das Vorhaben, künftig auch Delikte gegen Muslime und deren Einrichtungen gesondert ausweisen zu wollen. Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich bereits im Juni darauf verständigt. (epd/mig)