- MiGAZIN - http://www.migazin.de -

04.10.2016 – AfD, Tag der offenen Moschee, Pegida, Muslime, Rassismus

Die Themen des Tages sind:

Die Kanzlerin habe sich am Montag in Dresden mit dem Imam Hamza Turan und dessen Familie getroffen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert über Twitter mit. Vor rund einer Woche war auf die DiTiB-Fatih-Camii-Moschee in der sächsischen Hauptstadt ein Sprengstoffattentat verübt worden.

Zum Tag der deutschen Einheit häufen sich die rassistischen Anschläge: Böller explodieren, Brandsätze fliegen, vor einer Moschee liegt ein Ferkelkopf. Dabei werden auch Menschen verletzt.

Viele gläubige Musliminnen tragen ein Kopftuch. Auf der Straße müssen sie dafür zunehmend Angriffe, Beleidigungen und Anfeindungen in Kauf nehmen, berichten betroffene Frauen in Hamburg.

„Volksverräter“: Politiker werden beim Fest in Dresden massiv beschimpft. Angela Merkel setzt ein Zeichen, indem sie den Imam der Dresdner Moschee trifft.

Dem Berliner AfD-Politiker Kay Nerstheimer droht der Ausschluss aus der Partei. Er hatte auf Facebook unter anderem die NS-Zeit verherrlicht und Flüchtlinge als „widerliches Gewürm“ bezeichnet. Die neue AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat Nerstheimer bereits verlassen, nachdem diese Äußerungen publik wurden.

Bei der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden haben hunderte Pegida-Demonstranten die geladenen Politiker beschimpft, unter ihnen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck.

Deutschlandweit gibt es Rekorde: 89.703 Menschen haben im Monat August erstmals Asyl beantragt. Doch in Hamburg sinken die Werte. Dafür sorgt offenbar auch eine effizientere Verwaltung.

Bei einem Empfang von Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) finden Flüchtlingshelfer deutliche Worte über die Asylpolitik Bayerns.

Inmitten kontroverser Debatten um den Flüchtlingszuzug und den Islam ist der Tag der offenen Moschee auf viel Interesse gestoßen. Muslimische Gemeinden in mehreren Bundesländern berichteten von vielen Besuchern in ihren Gotteshäusern.

Der bundesweite «Tag der offenen Moschee» hat in Hamburg am Montag hunderte neugierige Bürger in die Gotteshäuser gezogen. Unter dem Motto «Hidschra – Migration als Herausforderung und Chance» boten 18 muslimische Gemeinden Interessierten ein buntes Rahmenprogramm aus Führungen, Vorträgen und Ausstellungen.

In der Dresdner Semperoper feiern Merkel und Lammert den Tag der Deutschen Einheit als „Tag der Freude“. Auf den Straßen kommentieren Demonstranten den Festakt mit Pfiffen und Pöbeleien.

Die Einheitsfeiern in Dresden werden für Merkel und Gauck zum Spießrutenlauf. Pegida-Anhänger brüllen und pöbeln. Drinnen findet Bundestagspräsident Lammert deutliche Worte.

Historiker Paul Nolte über die Erfolge der Rechtspopulisten: Warum man sich in Deutschland lange Zeit davor sicher wähnte – und was die demokratische Geselllschaft jetzt dagegen tun kann.

Jeden Tag geht unser US-Korrespondent mit seinem Sohn in New York auf den Spielplatz. Welche Hautfarbe die anderen Kinder haben, ist dem Jungen egal. Auch ein Donald Trump wird daran nichts ändern.

So wenig Widerstand es im Vorfeld gegen seine Kampagne gegeben hatte, so erstaunt dürfte Ungarns Premier über das Ergebnis des Referendums gewesen sein. Doch er hat schon eine Idee.

Washington will mit Moskau nicht mehr über einen Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland verhandeln. Die USA kritisierten zuletzt immer wieder Russlands Luftschläge in Syrien.

Die Regierung in Ankara will den Ausnahmezustand um 90 Tage bis in den Januar hinein verlängern. Somit kann Präsident Erdogan weiter per Notstandsdekret regieren.

Integration und Migration

Tag der offenen Moschee

Deutschland

Ausland

Türkei