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Positives Signal

GEW begrüßt mögliche Lohnerhöhung für Integrationslehrkräfte

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht in der möglichen Lohnerhöhung für Integrationslehrkräfte ein positives Signal. Die Bundesregierung müsse die notwendigen Mittel bereitstellen. Integrationsarbeit könne nicht von Billiglöhnern geleistet werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich erneut dafür ausgesprochen, die Bezahlung von Lehrern zu verbessern, die Integrationskurse für Flüchtlinge und Ausländer geben. GEW-Vorstandsmitglied Ansgar Klinger sagte am Donnerstag in Frankfurt am Main, die Pläne der Bundesregierung dazu gingen in die richtige Richtung: „Das Bundesinnenministerium hat offenbar verstanden: Integrationsarbeit und Sprachunterricht können nicht von Billiglöhnern geleistet werden.“

In einem internen Papier des Innenministeriums zufolge soll das Mindesthonorar für Dozenten von Integrationskursen von 23 auf 35 Euro pro Stunde angehoben werden.

Ein Sprecher des Ministeriums wollte die Berichte nicht bestätigen, teilte aber mit, dass zur Höhe des Kostenerstattungssatzes, den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an die Träger der Kurse entrichtet, derzeit Gespräche in den Ausschüssen des Bundestags stattfinden. „Das BMI setzt sich dabei engagiert dafür ein, dass die finanziellen Rahmenbedingungen für Lehrkräfte verbessert werden.“

Die GEW sieht in den Bemühungen ein positives Signal. „Folgt der Haushaltsausschuss diesem Vorstoß, wird die Arbeit in den Integrationskursen für Akademiker attraktiver“, sagte Klinger. Er wies zugleich darauf hin, dass 35 Euro pro Stunde das Minimum seien. „Die Bundesregierung muss jetzt die notwendigen Mittel bereitstellen und die Träger verpflichten, dieses Mindesthonorar einzuhalten“.

Die GEW fordert, dass Integrationslehrer fest angestellt werden sollen. Ihre Bezahlung solle sich an dem Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst orientieren, hieß es. Alternativ könnten Honorarverträge mit einem Stundenlohn von 54 Euro angeboten werden. Wenn die Bundesregierung Zuwanderer zur Integration verpflichten wolle, müsse sie dafür auch die Mittel zur Verfügung stellen, forderte Klinger. (epd/mig)