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Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

Pünktlichkeit

Bayern will Flüchtlingen mit Ein-Euro-Jobs deutsche Arbeitswerte vermitteln

Mit Ein-Euro-Jobs möchte Bayern Sozialministerin Müller Flüchtlingen die Gepflogenheiten der deutschen Arbeitswelt vermittelt werden. Die wären Pünktlichkeit, Verantwortlichkeit und Gewissenhaftigkeit. „Ein wenig Geld“ bekämen die Flüchtlinge auch noch.

Euro © Alf Melin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Euro © Alf Melin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) sieht Ein-Euro-Jobs als Möglichkeit, Asylbewerbern die Gepflogenheiten der deutschen Arbeitswelt zu vermitteln. „Sie lernen früh wichtige Werte wie Pünktlichkeit, Verantwortlichkeit und Gewissenhaftigkeit kennen, auf die es in unserer Arbeitswelt ankommt“, erklärte Müller am Sonntag.

Die Flüchtlinge könnten den Hof in der Erstaufnahmeeinrichtung fegen, Schnee räumen oder dem Hausmeister helfen. „Das spart nicht nur Geld, sondern hilft auch den Asylbewerbern.“ Von August 2015 bis Januar 2016 hatten in Bayern demnach 9.157 Asylbewerber einen Ein-Euro-Job, dies soll noch ausgebaut werden, sagte Müller.

Ebenso wie Hartz-IV-Empfänger müssten auch Asylbewerber diese geringfügige Beschäftigung annehmen, wenn sie ihnen zugewiesen würde. „Für die geleistete Arbeit erhalten sie noch ein wenig Geld“, und gäben gleichzeitig der Gesellschaft etwas zurück, erklärte die Ministerin. „Das schafft Akzeptanz in der Bevölkerung für die Hilfe, die wir den Asylbewerbern zukommen lassen.“

Sollten die Flüchtlinge die Jobs ablehnen, würden ihnen die Leistungen gekürzt. „Sanktionen für Unwillige sind wichtig, um die Balance in der gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz zu erhalten“, erklärte die Ministerin. „Allerdings sind die meisten Asylbewerber froh, wenn sie bereits die Zeit ihres Aufenthalts in den Erstaufnahmeeinrichtungen sinnvoll nutzen und so einen Beitrag zum Gemeinwesen leisten können“, sagte Müller. (epd/mig)

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