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Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

TV-Tipps des Tages

07.03.2016 – NSU Terror, Pegida, Rassismus, Gorbatschow, Asyl, Flüchtling

TV-Tipps des Tages sind: ZDF-History-Michail Gorbatschow; Menzels Mission: Eine Dorfpfarrerin kämpft für Flüchtlinge; Terror von rechts – Die neue Bedrohung: Ende 2015: Mehr als 500 mal wurden Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr. Darunter waren viele Brandanschläge und auch Anschläge mit Sprengstoff

Fernsehen, Medien, TV, Programm, Integration, Migration, Migranten
Die MiGAZIN TV-Tipps © MiG

ZDF-History – Michail Gorbatschow – der Weltveränderer
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail Gorbatschow 85 Jahre alt.

Die welthistorischen Veränderungen, die er ab 1985 als neuer Kreml-Chef einleitete, wirken weit in die Gegenwart hinein. Was trieb Gorbatschow an, die Sowjetunion von einer Diktatur hin zu mehr Demokratie zu führen? Was waren seine Ziele?

Für diese Dokumentation – eine Zusammenarbeit von „ZDF-History“ und Phoenix – gab Gorbatschow ein neues und ausführliches Exklusiv-Interview. Darin schildert er auch seine Kindheit und Jugend, die Bedeutung seiner Lebensliebe zu seiner verstorbenen Ehefrau Raissa sowie seine Zeit nach 1991, als die Sowjetunion unterging und er den Kreml verlassen musste. Die filmische Spurensuche führt daher auch in seine südrussische Heimat und seinen Geburtsort. Die Dokumentation des Osteuropahistorikers Ignaz Lozo ist ein Porträt nicht nur des Weltpolitikers und Friedensnobelpreisträgers, sondern vor allem auch des Menschen Michail Gorbatschow. Mo, 7. Mär · 17:45-18:30 · 3sat

Menzels Mission
Eine Dorfpfarrerin kämpft für Flüchtlinge. Büchenbeuren 1.700 Einwohner, eine kleine Gemeinde im Hunsrück. Sandra Menzel ist hier Pfarrerin. Letzten Sonntag hat sie gleich drei Säuglinge in der Dorfkirche getauft neue Christenmenschen. In Büchenbeuren aber leben auch über 100 Flüchtlinge. Menschen aus Syrien, Somalia, Afghanistan oder Eritrea, die ihre Heimat verlassen mussten. Sie suchen Frieden und Sicherheit, viele sind traumatisiert. Keine leichte Situation auch für die Menschen im Dorf. Wie Integration schaffen, wie Vorurteile abbauen? Wo politische Lösungen ausbleiben, packen die Menschen vor Ort an. Mo, 7. Mär · 18:00-18:30 · PHOENIX

Terror von rechts – Die neue Bedrohung
Deutschland, Ende 2015: Mehr als 500 mal wurden Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr. Darunter waren viele Brandanschläge und – was kaum einer weiß – auch Anschläge mit Sprengstoff. Ermittler und Politik sind aufgeschreckt. Hinter den verbal-radikalen Pegida-Parolen wird eine Szene sichtbar, die vor Gewalt und womöglich terroristischen Anschlägen nicht mehr zurückschreckt. Vier Jahre nach dem Auffliegen der NSU-Mordserie gibt es einen neuen Terror von Rechts: Deutsche Neonazis verfügen über hunderte Schusswaffen. Sie beschaffen Pyrotechnik und Sprengstoff. Sie planen Anschläge und sie führen sie durch. Die Täter bleiben oft unerkannt. Manche tauchen ab.

Wie gehen Ermittlungsbehörden und Justiz damit um? In aufwendigen Recherchen zu aktuellen Fällen stellt der Film fest: Allzu oft werden Anschläge banalisiert, Ermittlungsansätze bei Seite geschoben, Täter verharmlost. Gewalttätige Neonazis werden abgetan als „Waffennarren“, die im „Suff“ auf „dumme Ideen“ gekommen seien. Sprengstoffanschläge auf Asylunterkünfte mit tödlich wirkenden Sprengladungen wurden von der Polizei zunächst als „Böllerwürfe“ eingestuft. Doch es waren nicht ein paar Sylvesterkracher, sondern selbstgebaute Sprengsätze. Auch bei der Zahl der Verletzten korrigierte sich die Polizei Monate später: Nicht einer, sondern mindestens sieben Menschen wurden verletzt. In einem anderen Fall wird ein polizeibekannter Rechtsextremist von der Staatsanwaltschaft nicht dem rechten Spektrum zugeordnet. Wegen seiner 1,5 kg TNT will die Justiz gar nicht weiter ermitteln und das Verfahren wird eingestellt. Man könne dem Neonazi schließlich nicht nachweisen, dass er damit eine Bombe bauen wollte. Die Recherchen haben mehrere solche Fälle ans Tageslicht gebracht: Mal wurden die Ermittlungen eingestellt. Mal wurde keine Anklage erhoben, mal nicht zugelassen. Oder die Urteile endeten mit Bewährungsstrafen. Mo, 7. Mär · 22:45-23:30 · Das Erste (ARD)

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