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Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

"Aktion Arschloch"

„Schrei nach Liebe“ führt Charts an

Der „Die Ärzte“-Song „Schrei nach Liebe“ hat es nach 22 Jahren erstmals an die Chart-Spitze geschafft. Hintergrund für diesen Sprung ist die „Aktion Arschloch“ für Flüchtlinge. In dem Song wird ein Neonazi lauthals als „Arschloch“ bezeichnet.

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Szene aus dem Ärzte-Video "Schrei nach Liebe"

DATUM14. September 2015

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Der Song „Schrei nach Liebe“ der Band „Die Ärzte“ hat den ersten Platz der deutschen Charts erobert. Das 22 Jahre alte Lied liege uneinholbar an der Spitze, teilte das Marktforschungsinstitut GfK Entertainment, das die Hitliste ermittelt, am Freitag in Baden-Baden mit. Der „Ärzte“-Song war in der vergangenen Woche von null auf Platz zwölf geschossen und führe nun die Top 100 erstmals in seiner Geschichte an.

Hintergrund für den Sprung an die Chart-Spitze ist die „Aktion Arschloch„. Sie ruft dazu auf, den Song zu verbreiten und sich damit angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise gegen Fremdenfeindlichkeit zu positionieren. In „Schrei nach Liebe“ geht es um einen Neonazi, der lauthals als „Arschloch“ betitelt wird. Initiator der Aktion ist nicht die Band selbst, sondern der Musiklehrer Gerhard Torges aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte. Sein erklärtes Ziel war es, den Song wieder in die Charts und die Radios zu bringen.

„Eine solche Aktion mit diesem Erfolg ist einmalig in der deutschen Chartgeschichte“, sagte GfK-Geschäftsführer Mathias Giloth. Die Band hat angekündigt, alle Einnahmen aus dem Verkauf von „Schrei nach Liebe“ im „Ärzte“-Store an „Pro Asyl“ zu spenden. Auch Verkäufer wie Amazon und Universal Publishing verzichten zugunsten der Flüchtlingsorganisation auf die Einnahmen.

Vor zwei Wochen hatte die Single „Schweigeminute“ des Wiener Künstlers Raoul Haspel die Spitze der österreichischen Charts erobert. Die Aufnahme von 60 Sekunden Stille protestiert laut Haspel gegen das „Versagen der österreichischen Flüchtlingspolitik“. (epd/mig)

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