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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Maas fordert

Facebook soll rassistische Inhalte löschen

Bundesjustizminister Maas fordert Facebook auf, rassistische Kommentare zu löschen. Es sei kaum nachvollziehbar, dass bestimmte Fotos wegen moralischer Bedenken automatisch gelöscht würden, rassistische Äußerungen hingegen nicht.

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Facebook, der weltweit größte soziale Netzwerk im Internet © west.m @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat das soziale Netzwerk Facebook zu einem schärferen Vorgehen gegen rassistische Kommentare aufgefordert. Facebook sollte „dringend überprüfen“, ob die gegenwärtigen Standards und deren Anwendung ausreichend seien, und Maßnahmen treffen, um die Verbreitung rassistischer und volksverhetzender Inhalte wirksam zu bekämpfen, heißt es in einem Brief von Maas an das Unternehmen.

Maas schreibt darin weiter, zahlreiche Hinweise und Beschwerden von Bürgern hätten sein Haus erreicht. Es sei kaum nachvollziehbar, dass Fotos bestimmter Körperteile wegen moralischer Bedenken automatisch gelöscht würden, rassistische Äußerungen hingegen selbst nach Hinweisen nicht entfernt würden. Maas verweist dabei auf die sogenannten Gemeinschaftsstandards von Facebook, die auch das Löschen von Inhalten vorsehen, die Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnizität oder Herkunft angreifen.

Zuletzt hatte ein Twitter-Nutzer für Aufsehen gesorgt, indem er auf die unterschiedlichen Standards von Facebook aufmerksam machte.

Maas lädt Facebook-Vertreter in dem Schreiben zu einem Gespräch ein. Er betont darin, Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut. „Das Internet ist jedoch kein rechtsfreier Raum, in dem rassistische Hetze und strafbare Äußerungen unkontrolliert verbreitet werden können“, so Maas. (epd/mig)

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