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Gewerkschaft fordert mehr Gehalt für Lehrer an Integrationskursen

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert ein deutlich höheres Gehalt für Lehrer an Integrationskursen. Auf die niedrige Bezahlung der Lehrer will die Gewerkschaft mit einer Proteskundgebung aufmerksam machen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert ein deutlich höheres Gehalt für Volkshochschullehrer, die Integrationskurse für Flüchtlinge und Migranten geben. Die Lehrkräfte übernehmen wichtige integrative Aufgaben auch jenseits des Sprachunterrichtes, die bislang nicht angemessen vergütet werden, erklärte ver.di am Montag. Die Gewerkschaft kündigte zugleich eine Protestkundgebung für Mittwoch vor dem Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg in Berlin-Schöneberg an.

Tipp: Lesen Sie hierzu auch die MiGAZIN Kolumne von Integrationskurslehrern „Arm durch Arbeit„.

In dem Gebäude findet zur gleichen Zeit eine Tagung statt, bei der Bildungsvertreter über die Zukunft der Integrationskurse für Zuwanderer diskutieren. Erwartet werden unter anderem die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Rita Süssmuth, sowie die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marlis Tepe.

Verkleidet als alte und arme Menschen wollen die Lehrkräfte nach verdi-Angaben auf ihre drohende Altersarmut und Unterbezahlung aufmerksam machen. Ver.di fordert den Angaben zufolge einen Tarifvertrag, wonach eine Unterrichtseinheit mit 60 Euro vergütet werden sollte. (epd/mig)