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Migration und Integration in Deutschland

[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

Polzei ermittelt

Brandanschlag auf pfälzische Asylbewerberunterkunft

Erneut haben Unbekannte einen Brandanschlag auf eine geplante Asylbewerberunterkunft verübt. Ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat, könnten die Behörden noch nicht beurteilen.

Brandstiftung © 96dpi auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Brandstiftung © 96dpi auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch im pfälzischen Limburgerhof einen Brandanschlag auf eine im Bau befindliche Containerunterkunft für Flüchtlinge verübt. Bei dem Feuer sei niemand verletzt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Morgen mit. Ob es einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe, sei derzeit noch nicht zu beurteilen. Den Sachschaden schätzen die Behörden auf rund 50.000 Euro. Die rot-grüne Landesregierung in Mainz verurteilte die Tat scharf.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Oppositionsführerin Julia Klöckner (CDU) und Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) kündigten am Vormittag Besuche am Tatort an. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Täter einen auf einem Flachdach abgelegten Stapel mit Bitumenrollen in Brand gesetzt. Das Feuer habe sich dann auf andere Teile des Daches ausgebreitet. Zeugen hätten um kurz nach zwei Uhr nachts einen schwarzen Kleinwagen bemerkt, der mit quietschenden Reifen vom Tatort davongefahren sei.

Die Ermittler appellierten an weitere Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei in Ludwigshafen zu melden. Innenminister Roger Lewentz (SPD) versprach, die Polizei werde alles dafür tun, um die Verantwortlichen aufzufinden. „Unsere Sicherheitsbehörden gehen sehr konsequent und entschlossen gegen solche Taten vor“, sagte er.

Die Arbeiten zum Aufbau der Containerunterkunft hatten erst am Dienstag begonnen. Nach Angaben der Verbandsgemeinde Limburgerhof sollten in den neun Doppelzimmern maximal 18 Asylbewerber untergebracht werden. (epd/mig)

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