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Deutlich weniger Asylanträge aus dem Kosovo

Die Zahl der Asylanträge von Kosovaren ist in den vergangenen zwei Monaten um 94 Prozent gesunken. Anfang Februar hätten die deutschen Behörden noch bis zu 1.500 Asylsuchende täglich registriert, sagte der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, der Rheinischen Post. Im April sei die Zahl auf unter hundert Personen pro Tag gesunken.

„Die Menschen haben verstanden, dass das Asylsystem in Deutschland keine Lösung für ihre schwierige wirtschaftliche Situation im Kosovo sein kann“, sagte Schmidt. Dass mittlerweile nur noch wenige Kosovaren kämen, zeige, dass die konzertierte Bearbeitung der Asylanträge und die Informationsmaßnahmen im Kosovo wirkten.

Über Asylanträge von Menschen aus dem Kosovo sollen die Behörden innerhalb von zwei Wochen entscheiden. Die Zahl der Asylanträge von Kosovaren war seit Anfang des Jahres zunächst drastisch gestiegen. Im März stellten rund 11.700 Menschen einen Asylantrag, damit lag der Kosovo auf Platz eins der Hauptherkunftsländer von Asylsuchenden, noch vor Syrien und dem Irak.

Kosovaren werden in Deutschland in der Regel nicht als politische Flüchtlinge anerkannt. Die nicht bereinigte Anerkennungsquote liegt in diesem Jahr bei 0,2 Prozent. (epd/mig)