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TV-Tipps des Tages

22.04.2015 – NSU, Braune Terror, Zschäpe, V-Mann, Kosovo, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Der Dieb von Damaskus; Draußen Bleiben: Valentina und Suli sind zwei Mädchen aus dem Kosovo und aus China, die versuchen, ihren Alltag am Münchner Stadtrand zu meistern; Der Nationalsozialistische Untergrund – Was wusste der Staat vom braunen Terror?

Fernsehen, Medien, TV, Programm, Integration, Migration, Migranten
Die MiGAZIN TV-Tipps © MiG

VONÜmit Küçük

DATUM22. April 2015

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Der Dieb von Damaskus
Spielfilm – Damaskus, 26 v. Chr. Während sich der römische Konsul Tibullus anlässlich des 38. Jahrestages der Eroberung Syriens durch die Römer selbst feiert, gehen Jesel und Sisba – zwei gut getarnte, geschickte Taschendiebe – ihrer gewohnten Beschäftigung nach. Wenig später, im Wirtshaus ihrer Lieblingskellnerin Loki, gesellt sich Uria zu ihnen, der heimliche Anführer der syrischen Rebellen. Er will das clevere Diebespärchen für seine Sache überzeugen. Doch dummerweise hören das römische Soldaten und es kommt zu einer wilden Schlacht im Wirtshaus. Jesel flieht und kann sich nur retten, weil ihm die schöne Töpferstochter Miriam ihre Tür öffnet. Mi, 22. Apr · 12:30-14:00 · MDR Sachsen

Draußen Bleiben
Dokumentarfilm – Valentina und Suli sind zwei Mädchen aus dem Kosovo und aus China, die versuchen, ihren Alltag am Münchner Stadtrand zu meistern.

Die beiden Freundinnen haben sich in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft kennengelernt. Valentina (16) ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder vor elf Jahren nach Deutschland geflohen, Suli (17) ist Uigurin und flüchtete mit ihrer Familie aus dem Nordwesten Chinas.

Valentinas Familie bekam nie eine Aufenthaltsgenehmigung, sie sind immer nur für zwei oder drei Monate geduldet. In dieser Unsicherheit ist Valentina aufgewachsen und hat sich ihr Selbstbewusstsein erkämpft. Sulis Familie hatte mehr Glück. Alle wurden schnell als politische Flüchtlinge anerkannt und konnten inzwischen in eine kleine Wohnung am westlichen Stadtrand von München ziehen.

Draußen fühlen die beiden Freundinnen sich frei. In der Anonymität der Stadt, wo sie nicht dem Einfluss der Brüder, Eltern, Lehrer oder Behörden ausgesetzt sind, hängen sie gemeinsam mit Diana, Yasi und den anderen Mädchen in U-Bahnhöfen, beim Chatten oder auf dem Bolzplatz ab. Valentina ist die Anführerin der Mädchengang „Harras Ladies“. Mi, 22. Apr · 20:15-21:35 · ZDFkultur

Der Nationalsozialistische Untergrund
Was wusste der Staat vom braunen Terror? Nach zweijähriger Dokumentenrecherche und der Auswertung von 30.000 Seiten Ermittlungsakten hält ZDF Autor Rainer Fromm die Drei Täter These der Bundesanwaltschaft im Fall des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) für „widerlegt“, exklusives Video und Fotomaterial von Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe und ihren Mittätern sind dafür Belege.

Sequenzen aus Überwachungsvideos, die Böhnhardt und Mundlos unmittelbar vor und nach dem Keupstraßen Attentat in Köln 2004 zeigen, gehören zum Beispiel dazu.

Bilder, die aktuell auch den NSU Prozess in München mitbestimmen, aber nie Gegenstand der Öffentlichkeitsfahndung nach den Terroristen wurden. Der frühere CDU Obmann im NSU Ausschuss, Clemens Binninger, glaubt deshalb nicht mehr an Zufälle: „Da hat man so verkürzt ermittelt, wo ich mich frage, warum?“.

Das ZDF Videomaterial zeigt exklusiv Uwe Mundlos auf einer Veranstaltung nordrheinwestfälischer Neonazis und dokumentiert so die weite Vernetzung zu Neonazikreisen auch in West Deutschland. Besonders dubios erscheint die Rolle des Kölner Rechtsextremisten Johann H.. Nach den Phantomzeichnungen der Opfer könnte Johann H. der Mann gewesen sein, der die Bombe in der Kölner Probsteigasse gelegt
haben soll.

Die Dokumentation veröffentlicht die Bilder, die nach Zeugenaussagen gefertigt wurden. Sie zeigen einen jungen Mann mit blonden, lockigen halblangen Haaren. Der mutmaßliche Bombenleger sieht keinem der bekannten NSU Täter ähnlich. Der Bericht zeigt bisher unveröffentlichte Videobilder von Johann H. auf einer Neonazi Veranstaltung. Sein Aussehen entspricht der Täterbeschreibung der Zeugen. Eine Einschätzung, die nach einem dem ZDF vorliegenden Dokument auch der Verfassungsschutz teilt.

Johann H. ist Kölner Neonazi und wegen Sprengstoffvergehen bereits einschlägig verurteilt. Diese Spur wurde jahrelang nicht ernsthaft geprüft, wie die Opferanwältin Christina Clemm bestätigt: „Es wurde nicht recherchiert, jedenfalls nicht nach unserer Kenntnis.“ Die Vermutung liegt nahe, dass hier ein möglicher Täter geschützt wird.

Der Kasseler NSU Mord 2006 wirft nach Auswertung der Ermittlungsunterlagen weitere Widersprüche auf. So hielt sich der V-Mann Führer Andreas T. zum Tatzeitpunkt am Tatort auf. Dem ZDF liegen Dokumente vor, die belegen, dass der Geheimdienstmitarbeiter entgegen seinen bisherigen Aussagen auch beruflich mit der Mordserie an ausländischen Geschäftsleuten betraut war.

Ebenso dokumentiert der Film, wie engmaschig der NSU mit V-Leuten des Inlandsgeheimdienstes und der Polizei noch während seiner Raubüberfälle und Mordtaten umrahmt war. Für den Hamburger NSU Opferanwalt Thomas Bliwier steht nach drei Jahren NSU Ermittlungen ein erstes Resümee fest: „Natürlich steckt eine Menge Staat im NSU.“ Mi, 22. Apr · 21:00-21:45 · PHOENIX

Thema: Im Griff des Terrors
Fast täglich wird in den Nachrichten über Terroranschläge berichtet und die Aktivität der terroristischen Gruppierungen steigt seit Jahren. Nicht nur der Nahe Osten ist von der Gewalt betroffen, spätestens seit den Anschlägen des 11. Septembers ist der Terror auch im Westen angekommen. Mit dieser weltweiten Verbreitung des Terrors beschäftigt sich die Chronik „Der globale Dschihad“. Wie die betroffenen Staaten versuchen gegen die Gewalt der Terrororganisationen vorzugehen und was die Weltgemeinschaft zu ihrer Unterstützung unternimmt, beleuchtet abschließend die Chronik „Der Krieg gegen den Terror“. Ergänzt wird das Thema durch die Dokumentation „Das Phantom des IS-Terrors“. Do, 23. Apr · 03:30-04:45 · PHOENIX

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