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01.04.2015 – NSU, Islambank, Ku-Klux-Klan, Florian H., Türkei, Germanwings

Die Themen des Tages sind:

«Merkwürdige Zufälle» im Zusammenhang mit der Aufklärung der NSU-Umtriebe im Südwesten haben die Türkische Gemeinde in Deutschland auf den Plan gerufen.

Das Landeskriminalamt Kiel zieht Lehren aus der NSU-Mordserie und gründet eine neue Spezialeinheit. Diese soll Licht in ungeklärte Fälle bringen. Zwei Mordfälle könnten die Einheit bald beschäftigen.

Der NSU-Untersuchungsausschuss hat weiteres Beweismaterial im Fall des toten ehemaligen Neonazis Florian H. bekommen.

Immer neue Aspekte des NSU-Komplexes tauchen auf und erhitzen die Gemüter. Details über die Anziehungskraft des Ku-Klux-Klans auf Polizisten bringen Innenminister Reinhold Gall (SPD) in Bedrängnis.

Der NSU-Untersuchungsausschuss will sich möglichst noch im Mai sowohl mit dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter als auch mit den Verbindungen von Polizei und rechter Szene zu den „European White Knights of the Ku Klux Klan“ (EWK KKK) befassen.

Einen Monat nach dem Polizeieinsatz wegen der Gefahr eines islamistischen Anschlags in Bremen haben Innensenator Ulrich Mäurer und die Islamische Religionsgemeinschaft (Schura) ihre Unstimmigkeiten beigelegt.

Die Rumänen, die nach Deutschland kommen, seien Romantiker, sagt Stefan Anghel. Denn sie würden von Westeuropa nur die Schaufenster kennen, und sie träumten viel.

Die erste Islambank will den deutschen Bankensektor aufmischen. Investitionen in Geschäftsfelder wie Rüstung, Alkohol, Glücksspiel oder Prostitution sind tabu. Dafür gilt das Zinsverbot des Korans.

Erstmals seit 1993 sind mehr junge Menschen unter 30 Jahren nach Thüringen gezogen als abgewandert. Grund sei vor allem der Zuzug junger Ausländer, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag zu den zuletzt verfügbaren Zahlen für 2013 mit.

Wie sollen Imame ausgebildet werden, die dann an Schulen islamischen Religionsunterricht erteilen? Zu den Plänen des Senats nimmt Bildungs- und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) Stellung.

Thüringen prüft mit Mühlhausen und Erfurt-Waltersleben zwei neue Standorte für eine dritte Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge.

Die Gemeindediakonie Lübeck will sich künftig verstärkt um junge Flüchtlinge kümmern. Das Projekt «Flow» will den Kriegsflüchtlingen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren Mentoren zur Seite stellen und mit einem Traumanetzwerk für psychologische Hilfe sorgen.

In der Nacht zum Dienstag ist das „Haus der 28 Türen“ in Kreuzberg von Flammen zerstört worden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Bismarcks „Kulturkampf“ gegen die katholische Kirche erinnert an die heutige Auseinandersetzung mit dem Islam. Vor allem zeigt er eines: So liberal, wie der Staat tut, ist er womöglich nicht.

Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Lufthansa bereits im Jahr 2009 als Flugschüler über eine „abgeklungene schwere depressive Episode“ informiert.

Vor vier Wochen begannen die irakische Armee und schiitische Milizen eine Großoffensive auf die Stadt Tikrit. Wochenlang stockte der Vormarsch. Jetzt meldet die irakische Regierung einen Durchbruch.

Blutiges Ende einer Geiselnahme im Zeichen der Gezi-Proteste. Die Polizei in Istanbul tötet die beiden linksextremistischen Täter, der gefangen gehaltene Staatsanwalt wird lebensgefährlich verletzt.

Ein großflächiger Stromausfall hat weite Teile der Türkei getroffen. In Istanbul und Ankara stoppten die U-Bahnen. Der türkische Energieminister hält selbst einen Cyber-Angriff für möglich.

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Ku-Klux-Klan rückt ins Visier des NSU-Ausschusses

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