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Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

5 Thesen zu kulturweit

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

kulturweit ist ein Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes. Offiziell trägt sie zur Völkerverständigung bei. Tatsächlich werden aber die deutsche Sprache und Kultur verbreitet. Es geht also darum, dass sich die Welt auf deutsch verständigt. Von Genia Bless

Auswärtiges Amt, Außenministerium, ministerium, auswärtiges
Auswärtiges Amt © MiG

VONGenia Bless

Genia Bless bereitet eine Promotion zu deutscher auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik vor.

DATUM31. März 2015

KOMMENTARE28

RESSORTLeitartikel, Politik

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Spätestens seit 2008 der entwicklungspolitische Freiwilligendienstes weltwärts mit mehreren tausend Plätzen jährlich gestartet ist, gibt es in Deutschland eine größere kritische Debatte über den Sinn und Unsinn von internationalen Freiwilligendiensten: Junge, meist unausgebildete Deutsche reisen für ein Jahr lang in den Globalen Süden um in sogenannten Entwicklungsprojekten mit anzupacken. weltwärts wurde in den Medien, in der Wissenschaft und innerhalb der entwicklungspolitischen Szene selbst immer wieder scharf kritisiert: Als „Egotrip ins Elend“ oder als kolonial-rassistisches Programm. Als eine Person, die ich mich kritisch mit deutscher Außenpolitik befasse, überrascht mich in der Debatte die Ruhe um den kleinen Bruder kulturweit.

Der „internationale kulturelle Freiwilligendienstkulturweit ist der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes und wird von der Deutschen UNESCO Kommission durchgeführt. Jährlich reisen etwa 400 Freiwillige für 6-12 Monate in Länder des Globalen Südens sowie nach Osteuropa um in einer Institution der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, wie z.B. einem Goethe-Institut oder einer deutschen Schule mitzuarbeiten. kulturweit hat im Herbst 2014 seinen fünften Geburtstag gefeiert und bisher gab es ausschließlich positive Kritiken und Berichte. Es ist also durchaus an der Zeit, kulturweit einmal grundsätzlich infrage zu stellen.

Aber warum ist das nötig? Wurde nicht in einer Evaluation herausgearbeitet, dass kulturweit „eine außerordentlich positive Resonanz von Seiten der Freiwilligen und der Einsatzstellen“ erhält? Gerade weil alle beteiligten Akteure – von den Freiwilligen hin zu den Einsatzstellen und Partnerorganisationen, von den Mitarbeitenden und Trainern bis hin zum Auswärtigen Amt und der Deutschen Unesco Kommission – direkt von dem Programm profitieren und sich alle selbst-referenziell aufeinander beziehen, ist ein kritischer externer Blick auf das Programm von hoher Bedeutung, um kulturweit und seine Wirkungen beurteilen zu können.

Unterstützt wurde mein externer Blick durch zwei Interviews und ein Fokusgruppengespräch, die ich im Herbst 2014 mit fünf kritischen, ehemaligen kulturweit-Freiwilligen geführt habe, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte. Über einen persönlichen Kontakt wurden mir schnell weitere Gesprächspartner empfohlen. Auf Wunsch sind ihre Namen geändert worden.

kulturweit ist ein imperiales Programm

Im neuen Imageclip wirbt kulturweit-Initiator und Außenminister Steinmeier mit folgenden Worten für das Programm: „Für viele Menschen, gerade junge Menschen, eröffnet sich zum ersten Mal ein Horizont, der auch bedeutet, dass sie sich ihre Zukunft nicht innerhalb der deutschen Grenzen, oder nicht alleine innerhalb der deutschen Grenzen vorstellen können, sondern ein Teil ihres beruflichen Lebens auch im Ausland verbringen.“

Verbunden mit seinem Wunsch auf der Fünfjahresfeier, kulturweit möge „nicht nur 5, oder 50, sondern 500 weitere Jahre“ bestehen, könnte man fast meinen, einen Christoph Columbus sprechen zu hören. Junge Europäer in die Welt zu versenden, um Sprache und Kultur zu exportieren, reiht sich in eine gewaltvolle koloniale Tradition ein. kulturweit als Programm innerhalb der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik hat aber nicht nur kein Bewusstsein für die Eroberungs- und Ausbeutungsgeschichte der letzten 500 Jahre, sondern nimmt auch heute einen aktiven Part darin ein, Kolonialismus und Unterdrückungsverhältnisse fortzuführen. Chris schildert das folgendermaßen:

„Ich habe in Buenos Aires ein Seminar zu Kolonialität besucht. Dort ging es oft um die europäische Herrschaftsstrategie, lokale Kulturen zu zerstören und europäische Wissens- und Bildungssysteme einzuführen. Plötzlich ging mir ein Licht auf und ich sah kulturweit und mich selbst in einem kolonialen Setting des 21. Jahrhunderts. Das war ein Schock, aber total wichtig für mich. Durch viele Gespräche und dekoloniale Bücher, bin ich mir nun sehr sicher, dass das, was wir machen, wirklich nichts anderes als moderner Kulturimperialismus ist. Die Freiwilligen sind die Missionare von heute.“

Und Eva-Maria erzählt:

„Ich hatte mich bei kulturweit beworben, weil ich der festen Überzeugung war, dass ich durch interkulturelle Begegnungen zu Frieden und Völkerverständigung beitragen kann. Als ich dann aber begriffen hatte, dass kulturweit ein rein deutsches Programm ist, vom deutschen Außenministerium gefördert, mit ausschließlich deutschen Partnerorganisationen und Freiwilligen, da merkte ich, wie naiv ich war und fragte mich: Wurde denn ein einziges Mal im Globalen Süden nachgefragt, ob die uns alle haben wollen? Ist es nicht krass, dass wir Deutschen das einfach so machen können, in andere Länder gehen, noch dazu v.a. ehemalige Kolonien, und dort unsere Sprache und Kultur verbreiten? Das wäre andersherum null denkbar. Daher gibt es wahrscheinlich auch kein incoming-Programm bei kulturweit.“

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28 Kommentare
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  1. S sagt:

    Ich bin selber ehemalige kulturweit-Freiwillige und kann mich diesem Artikel zu 100 % anschließen. Dieses Programm ist wirklich unglaublich verstörend. Vom Brainwash-Willkommensgruß im Auswärtigen Amt angefangen über die rassistischen Auswüchse der Mitarbeiter*innen des Goethe-Instituts in einem Land mit vielen geflüchtetend und flüchtenden Menschen und den kruden Machenschaften innerhalb des ganzen Komplexes des GI’s und „auswärtiger Elitenförderung“… bis hin wie ganze Existenzen und Familien durch diese Visa-Willkür zerstört werden, aber den Leuten trotzdem immer wieder Geld für sauteure Sprachkurse aus der Tasche gezogen werden. Sowie die schlußendlich entsetzende Erkenntnis, dass der Brainwash bei vielen (vor allem jungen) Freiwilligen tatsächlich zieht und ein absolut fragwürdiges Selbst- und Weltbild hinterlässt.

  2. Lolita sagt:

    @S Ich sage nur: Mittel kürzen!

  3. Ehemaliger Trainer sagt:

    Der Artikel zeigt einige typische Schwachpunkte von Freiwilligenprogrammen auf, bleibt aber wie leider so viele Kritik auf dem selbstgerechten Standpunkt stehen, dass man selbst zwar die Weisheit mit Löffeln gefressen hat (u.a. vom Teller „kulturweit“, was einige ja auch selbst zugeben), aber sich nicht in der Verantwortung sieht, Lösungen anzubieten. Also (zwar berechtigtes) Meckern, ohne aber selbst machbare Veränderungen vorzuschlagen. Ich nehme mal an, keine_r der so kritischen Freiwilligen hat den Aufenthalt vorzeitig abgebrochen bzw. ist nicht ausgereist, sondern alle haben schön ihre (auch noch selbst erkannten!) Privilegien bis zum Schluss ausgenutzt, um danach genüsslich über das Programm herzufallen. Dabei wird mir persönlich ziemlich übel, selbst wenn ich EZ in der gegenwärtigen Form ablehne und auch Freiwilligenprogramme generell kritisch betrachte. Auch bei der Verfasserin des Artikels muss ich mich schon fragen, auf welchem Planeten sie lebt, wenn sie vom Freiwilligenprogramm eines kapitalistischen Staates fundierte Kapitalismuskritik als Haupt-Seminarinhalt erwartet. Das erscheint mir plakativ und populistisch. Selbst progressive Inhalte wie Rassismuskritik werden als „Whitewashing“ madig gemacht, obwohl die TN auch hier selbst angeben, davon profitiert zu haben. Auf der anderen Seite sollen mehr Migrant_innen und Bildungsbenachteiligte ins Programm. Also was denn nun? Die „Feigenblätter“ raus, damit es einfacher wird, ein „Feindbild kulturweit/Freiwilligenprogramme“ aufzubauen (was offenbar das Hauptanliegen der Autorin ist)? Oder doch Umbau in ein völlig gleichberechtigtes Austauschprogramm, was im gegenwärtigen Setting mehr als unrealistisch erscheint. Beides zu fordern geht jedenfalls nicht.

    Ich habe selbst Trainer für entwicklungspolitische Bildung und Journalist gearbeitet. Deshalb verstehe ich den Ansatz des Artikels schon, kritisch die bestehenden Probleme von Freiwilligenprogrammen offenzulegen. Die Holzhammermethode wird aber nicht weiterführen, ohne Alternativen anzubieten. Es gibt eine Menge (fast) unbegleiteter Austauschprogramme, in denen Freiwillige völlig ohne Vor-und Nachbereitung ihre Privilegien in anderen Ländern genießen, die angesprochenen Mängel bei kuturweit sind also nur die Spitze des Eisbergs. Konstruktiver als dieses plakative Bashen eines Programms fände ich einen Artikel zu Reverse-Programmen, wie sie mittlerweile bei weltwärts eingeführt werden bzw. ein klares Statement dazu, wie Erfahrungen im Austausch zwischen Nord und Süd völlig ohne Reisen (also zwangsläufig über die mit rassistischen Bildern durchsetzten Medien) ebenso lebensnah herbeigeführt werden können, wie über Freiwilligenprogramme mit allen ihren Schwächen. Ohne eine solche Erklärung bleibt die Kritik leider im luftleeren Raum stehen und wird – abgesehen vom Beifall einer kleinen, radikalen Zielgruppe – ungehört verhallen.

  4. humanoid sagt:

    seltsam kaum kommt ein kritischer artikel der einblicke in die deutschen institutionen gewährt , schon sind ehmalige und aktive da und schreiben kommentare .

    ich denke wir werden hier alle ganz genau beobachtet und bei persönlicher beleidigung wird just reagiert …….

  5. S sagt:

    … lieber „ehemaliger Trainer“: Wie gesagt, ich bin eine ehemalige Freiwillige des Programms – und ich weiß nicht bei welchem Programm du Trainer warst, aber ich glaube beispielsweise bei weltwärts ist es auch der Fall: So einfach kann man nicht abbrechen – man muss schon einen driftigen Grund haben, sagen wir schwere Erkrankung, die nur in Deutschland behandelt werden kann. Andernfalls muss man selbst die nicht unerheblichen Kosten tragen – welche ich mir auf keinen Fall hätte leisten können – es ist schon so ein kleiner Knebelvertrag den man da unterschreibt. Ich habe oft darüber nachgedacht abzubrechen, weil ich mich in meiner Rolle als Freiwillige am Goethe Institut auf vielen unterschiedlichen Ebenen unglaublich unwohl gefühlt habe und mir erst da zu wirklich die erschreckenden Ziele und Methoden auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik bewusst und klar geworden sind. Zu meinem Glück war ich nur sechs Monate „im Dienst“. Ich habe mir immer gesagt, hätte ich zwölf Monate unterschrieben, hätte ich zumindest auf jeden Fall verkürzt. Und zu der Anklage keine Verbesserungen vorzuschlagen: Hier in diesem Artikel geht es erstmal darum aufzudecken welche Seiten auch dieses Freiwilligenprogramm hat, dass bislang sehr unkritisch betrachtet wurde bzw. es sehr wenig Kritik im öffentlichen Raum gab.

  6. weltwärts Koordinator sagt:

    Ich kann nur den letzten Artikel unterstreichen. Jede Entsendeorganisation als lernende Institution und jeder Freiwillige hat die Möglichkeit, sich im eigenen Handeln zu kontrollieren, zu hinterfragen und zu verbesserten Begegnungsmöglichkeiten beizutragen. Austauschprogramme sind eine super Chance (jedes Land hat sie, auch Südländer), man muss sie nur richtig nutzen!

  7. Peter sagt:

    Ich als ehemaliger Teilnehmer kann die gemachten Aussagen dieses Artikels nicht unterstützen. Meine Erfahrungen waren andere. Ich war an einer öffentlichen Schule und die Schüler hatten von sich aus eine sehr große Begeisterung für die Sprache, die von niemandem befeuert werden musste. Auch haben fast alle Schüler die Möglichkeit bekommen auch mal nach Deutschland zu reisen. Insofern gab es ein „Incoming“-Programm.

  8. Peter sagt:

    Ich kann diese Erfahrungen überhaupt nicht teilen. Zum Ersten waren alle Mitarbeiter bei Kulturweit m.E. nach nicht auf eine „Überlegenheits- oder Weltverbessererdenke“ eingestellt. Es waren kompetente und auch weltoffene Menschen. Die Auswahlkriterien erschienen mir überhaupt nicht „elitär“, wie bspw. an der Uni oder Stipendien. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass nach kreativen und auch teilweise nach Personen mit ganz eigenem Lebensweg ausgewählt wurde. Welches Bild durch den Freiwilligen in seine Einsatzregion getragen wurde, lag an jedem selbst. Ich war an einer öffentlichen Schule und es war vielmehr so, dass die einheimischen Schüler nahezu alle die Gelegenheit bekommen haben mal nach Deutschland zu reisen (vlg. kein „Incoming-Bereich“). Die Schüler waren von der Sprache begeistert und von ihrem Lehrer. Aber nicht, weil er viel Werbung für Deutschland gemacht hat, sondern weil er ein netter Mensch war. Überhebliches Denken habe ich bei den meisten Freiwilligen auch nicht festgestellt. Und häufig war ich überrascht, welches gute Bild Deutschland in meinem Gastland hatte. Teilweise war es genau umgekehrt und ich musste ab und zu den Leuten bei ihrer extrem positiven Sicht auf Deutschland ins Wort fallen und sagen: „Aber wir sind auch einer der größten Waffenexporteuer der Welt.“ Auch mein Eindruck war, dass bei Kulturweit viel Geld in die Hand genommen wurde. So empfand ich es z.B. etwas zu viel des Guten, dass Trainer extra für das Zwischenseminar ins Land geflogen sind. Das hätte evtl. u.U. auch mit einheimischen Trainern gemacht werden können. Kulturweit hat eine sehr gute Betreuung in der Organisation, der Rahmenbegleitung und in Notfällen und möchte die Vorraussetzungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr erfüllen. Es ist vielleicht keine absolute Rechtfertigung, aber vergleichen mit anderen Entwicklungshilfe-Projekten und Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, ist das Geld hier wirklich noch gut eingesetzt und versandet nicht irgendwo. In DAAD-Büros und Geothe-Insituten mag es anders gewesen sein. Aber in meiner Einsatzstelle hatte Kulturweit einen Sinn. Meine Freundschaften zu Freunden in diesem Land bestehen noch nach Jahren, somit hat es für mich auch eine große Nachhaltigkeit.

  9. Ehemaliger KW'ler sagt:

    Der Artikel ist mehr als Abstrus! Dafür das Genia Bless eine Promotion über die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik schreibt, hätte ich dem Inhalt mehr Substanz zugetraut – oder das Hinterfragen gewisser Aussagen ihrer InterviewpartnerInnen. Zum Beispiel die Aussage von Sara „…kulturweit-Budget zwar vom Auswärtigen Amt kommt, aber als Entwicklungshilfe abgerechnet wird.“ Ist das so? Man hätte dies einfach im Einzelplan 05 prüfen können.

    Wieso wurde KW nicht um eine Stellungnahme gebeten? Zum Beispiel zur Frage: Warum „95-100 Prozent der Freiwilligen Abitur hatten oder sich im Studium befanden“. Liegt dies an den Auswahlkriterien oder daran, dass sich weniger „Kinder aus Arbeiterfamilien“ für ein FSJ bewerben und was kann dann die Politik und nicht bloß KW dagegen tun?

    Kritik ist gut und wichtig – dieser Artikel kritisiert aber nicht. Es ist eine Generalabrechnung mit der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, nach dem Motto: „Die ganze deutsche Aussenpolitik ist Interessengeleitet (welche ist das nicht?) und ich finde es scheiße! Außerdem finde ich noch den Kapitalismus, den Imperialismus und Einflusssphären scheiße!“ Ich gebe zu, zeitweise hatte ich den Eindruck, Sarah Wagenknecht herself hat geschrieben.

  10. Ehemaliger Freiwilliger sagt:

    Auch ich muss als ehemaliger Freiwilliger und aktiver Alumnus feststellen, dass Ihre Darstellung äußerst einseitig ist und zu vielen Teilen nicht ordentlich recherchiert. Auch ich würde mich dafür interessieren, wie kulturweit auf die einzelnen Punkte in Form von Fragen antworten würde. Die Leiterin von kulturweit würde Ihnen ganz bestimmt auch jede „kritische“ Frage gerne beantworten. Zumal die Darstellung verschiedener Sichtweisen in einem guten journalistischen Produkt enthalten sein sollten. Sie „beweisen“ Ihre Aussagen durch Aussagen von Freiwilligen, die kulturweit kritisch gegenüberstehen. Das ist gut und wichtig, doch fehlen hier eben auch die Stimmen, die andere und positive Effekte von ihrer kulturweit-Zeit berichten können. Und das finde ich schade.

    Im übrigen ist das Netzwerk “von über 500 ‘kulturweit’-Blogs aus der ganzen Welt“, welches sie auf Seite 4 erwähnen nicht von „kulturweit“ sondern von den Freiwilligen und Alumni selbst.


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