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Migration und Integration in Deutschland

Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.

Hessischer Integrationsminsiter Jörg-Uwe Hahn (FDP), Frankfurter Neue Presse, 7.2.2013
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Armutszeugnis

Kaum Förderplätze für Integration von Asylbewerbern in Arbeitsmarkt

Nur knapp 500 Förderplätzen zur Integration in den Arbeitsmarkt stehen rund 160.000 Asylbewerber gegenüber. Das teilt die Bundesregierung mit. Grüne werfen Schwarz-Rot Untätigkeit vor.

DATUM25. Februar 2015

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RESSORTAktuell, Gesellschaft

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Für 160.000 anspruchsberechtigte Asylbewerber stehen nur wenige hundert Förderplätze zur Integration in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach hat es im Dezember 2014 knapp 500 Betreuungsplätze in Modellprojekten an neun Standorten gegeben. Grünen-Migrationsexpertin Luise Amtsberg bezeichnete den Zustand am Donnerstag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst als „Armutszeugnis“.

Die Grünen-Politikerin warf der Regierung außerdem vor, die von Bundestag und Bundesrat beschlossene Verbesserung der Integration von Asylsuchenden in den Jobmarkt nicht umzusetzen: „Trotz der steigenden Flüchtlingszahlen kürzt sie die Mittel zur Sprachförderung. Asylsuchende werden in diesem Jahr faktisch keinen Zugang zum Deutschkurs haben.“

Der Rheinischen Post sagte Amtsberg, erst wenn die Flüchtlinge die Sprache beherrschten, könnten sie ohne staatliche Leistungen auf dem Arbeitsmarkt bestehen. Die Hälfte der Flüchtlinge mit einem Anspruch auf Beratung und Unterstützung sei aus Syrien gekommen. Fast alle hätten einen Schulabschluss, 42 Prozent sogar einen Studienabschluss.

Die bisherigen Modellprojekte zur Integration werden nach Angaben der Bundesregierung in Augsburg, Bremen, Dresden, Freiburg, Hamburg und Köln angeboten. Sie seien inzwischen bis Ende 2015 verlängert und um die Standorte Berlin, Hannover und Ludwigshafen erweitert worden. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Achmed sagt:

    Am Arbeitsmarkt zählt noch immer die Qualifikation und nicht die „Förderung“.
    Die Industrie soll selbst entscheiden, wen sie nehmen will und wen nicht.



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