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Positionspapier

Sozialarbeiter fordern bessere Ausbildung für Flüchtlingskinder

Die Startchancen für Flüchtlingskinder sind in Deutschland alles andere als gut. Deshalb fordern Jugendsozialarbeiter ein Bündel an Maßnahmen, darunter besserer Aufenthaltsstatus und Abschiebungsverbot während der Ausbildung.

Ein Bündnis von Jugendsozialarbeitern hat bessere Startchancen für Flüchtlingskinder in Deutschland gefordert. Um Kinder und Jugendliche schneller zu integrieren, müsse deren Aufenthaltsstatus erheblich verbessert werden, heißt es in einem am Donnerstag in Berlin präsentierten Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit.

So sollte Jugendlichen während ihrer Ausbildung generell vor einer Abschiebung geschützt sein. Zudem sprechen sich die Experten für Sprach- und Integrationskurse aus, die den späteren Zugang zu einer Lehrstelle erleichtern könnten. Und: Sozialleistungen für Kinder und Jugendliche sollten dem Papier zufolge unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus gewährt werden. Derzeit leben den Angaben zufolge rund 100.000 Jugendliche in Deutschland, die als Flüchtlinge eingereist sind. Etwa ein Fünftel von ihnen lebt noch in Erstaufnahmeeinrichtungen wie etwa Gemeinschaftsunterkünften.

„Jede Befristung eines Aufenthalts bedeutet eine existenzielle Unsicherheit für die Betroffenen“, sagte Judith Jünger von der Bundesarbeitsgemeinschaft. Die erfolgreiche Bildung und Ausbildung junger Menschen dürfe nicht an aufenthalts- und sozialrechtlichen Hürden scheitern, betonte sie. Zum Kooperationsverbund gehören unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische und die Katholische Jugendsozialarbeit. (epd/mig)