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TV-Tipps des Tages

21.01.2015 – Islam, Neonazi, Senegal, Baye Fall, Muslime, NSU Terror

TV-Tipps des Tages sind: alpha-Österreich: Die starken Frauen von Touba – Islam und E: Die Baye Fall sind die auffälligsten Anhänger des senegalesischen Sufi-Ordens der Mouriden; Planet Wissen: Wie bedrohlich ist der „Islamische Staat“? Null Toleranz gegen Neonazis

alpha-Österreich: Die starken Frauen von Touba – Islam und E
Die Baye Fall sind die auffälligsten Anhänger des senegalesischen Sufi-Ordens der Mouriden. Mit ihren hüft- oder sogar knöchellangen Dreadlocks, ihren schwarz-weißen Roben oder bunten Flickengewändern und den unzähligen Gebetsketten um den Hals stehen sie zumeist im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Der Mouriden-Orden wird in der Regel als muslimische Bruderschaft bezeichnet. Aber diese Bezeichnung ist allein deshalb schon höchst fragwürdig weil auch Frauen im gleichen Maße dem Orden angehören und eine den Männern ebenbürtige Rolle spielen. Der Film widmet sich ihrer Perspektive.

Die Baye Fall sind die auffälligsten Anhänger des senegalesischen Sufi-Ordens der Mouriden. Mit ihren oftmals hüft- bis knöchellangen Dreadlocks, ihren schwarz-weißen Roben oder bunten Flickengewändern, den unzähligen Gebetsketten um den Hals, ledernen Ringergürteln mit islamischen Inschriften und sonstigen Paraphernalien stehen sie zumeist im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Baye steht in der Wolof Sprache für Vater und Fall bezieht sich auf den Begründer der Baye Fall Lehre, Ibra Fall. Dieser wiederum war der erste Jünger des Ordengründers Ahmadou Bamba. Der sufistische Mouriden-Orden wird in der Regel als muslimische Bruderschaft bezeichnet. Aber diese Bezeichnung ist allein deshalb schon höchst fragwürdig weil auch Frauen im gleichen Maße dem Orden angehören und dabei eine den Männern ebenbürtige Rolle spielen. Sie werden Yaye Fall – Yaye in der Sprache der Wolof für Mutter und Fall wiederum für Ibra Fall – genannt. Dieser Film widmet sich ihrer Perspektive. Mi, 21. Jan • 10:15-11:00 • ARD-alpha

Planet Wissen: Wie bedrohlich ist der „Islamische Staat“?
Er war erst 16 als er von Frankfurt flüchtete, um für den IS (Islamischer Staat) in den Krieg zu ziehen. Er wurde im Kampf getötet. Einfach abgehauen von Zuhause, verführt und angestiftet von Glaubensbrüdern, die ihn vom sogenannten Heiligen Krieg der Terrormiliz in Syrien überzeugten. Kein Einzelfall mehr. Aber wie kann es soweit kommen? Peter Gerhardt, Journalist aus Frankfurt, hat die Spuren des Jugendlichen nachgezeichnet. Er erzählt, wie die Radikalisierung bis dahin unauffälliger junger Muslime abläuft. Mi, 21. Jan • 15:00-16:00 • ARD-alpha

Null Toleranz gegen Neonazis
Wer tolerant sein will, muss auch Grenzen ziehen können, sonst kommt der Anspruch in der Realität unter die Räder. Seit Aufdecken der NSU-Morde wehren sich Bürger und Staat entschiedener gegen Rechtsextremisten.

Eskalation der Gewalt
Staatliche Ermittlungs- und Sicherheitsorgane haben einen großen Vertrauensverlust erlitten, da immer deutlicher wurde, dass sie offenbar „auf dem rechten Auge blind“ gewesen waren. Das sorgte für Eskalation bei radikalen linken Gruppen bei der Bekämpfung eines wieder erstarkenden, gewalttätigen Nationalismus.

Der Widerstand wächst
Gleichzeitig ist der Widerstand aus der bürgerlichen Mitte heraus gegen rechtsextreme Aktivitäten wie Aufmärsche, Konzerte und Gründung von Zentren gewachsen. Dabei sehen sich friedliche Bürger vermehrt Belästigungen und Bedrohungen durch Neonazis ausgesetzt, bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.

Ziviler und staatlicher Mut
Die BR-Reporter beobachteten die Aktivitäten von Bürgern, Sicherheitskräften und Rechtsextremisten an mehreren Orten in Oberfranken und Niederbayern. Dabei wurde deutlich, wie wichtig bei aller Zivilcourage das entschiedene Handeln des Rechtsstaats und seiner Sicherheitskräfte ist. Mi, 21. Jan • 16:15-16:45 • PHOENIX