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Neske/Heckmann/Rühl, Menschenschmuggel, 2004

Gegenkundgebung

Dresden will Zeichen gegen „Pegida“ setzen

Dresden macht mobil gegen „Pegida“. Für Montag ist eine Gegenkundgebung geplant. Es gehe um den guten Ruf der Stadt. Zwar sei nicht jeder bei „Pegida“ rechtsextrem. Dennoch müssten sich die Leute fragen lassen, was sie da unterstützen.

In Dresden ist für Montag eine Gegenkundgebung zu den wöchentlichen Anti-Islam-Demonstrationen geplant. Unter dem Motto „Dresden für alle“ hat ein Bündnis verschiedener Akteure, darunter Studenten-Initiativen, Kirchen, Parteien und das Bündnis Nazifrei, erstmals zu einem Sternmarsch für Weltoffenheit und Willkommenskultur aufgerufen. Alle demokratischen Kräfte müssten zusammenstehen, wenn ´“der gute Ruf unserer Stadt nachhaltig gefährdet ist“, sagte der Vorsitzende der SPD im Stadtrat, Christian Avenarius, am Donnerstag. Zu der Gegendemonstration werden rund 2.000 Menschen erwartet.

Die Verantwortlichen reagieren auf die wöchentlichen Demonstrationen der rechtspopulistischen Initiative „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) in Dresden. Am letzten „Pegida“-Aufmarsch hatten am vergangenen Montag 7.500 Menschen teilgenommen. Für kommenden Montag hat „Pegida“ erneut zu einem „Spaziergang“ durch die Innenstadt aufgerufen.

Es sei bekannt, dass es bei „Pegida“ auch „Menschen gibt, die nicht rechtsextrem sind, die Sorgen haben“, sagte Avenarius. Dennoch müssten sich „die Leute, die da mitmarschieren fragen lassen, ob sie wissen, wen sie da unterstützen“. Der Jurist appellierte an die Anhänger der Asyl- und Islam-Gegner, ihre Teilnahme an den montäglichen Demonstrationen zu überdenken. Die „Pegida“ bezeichnete er als „Spaltpilz“. Die Initiative stifte Unfrieden in der Stadt. (epd/mig)

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  1. karakal sagt:

    Die meisten Menschen haben irgendwelche Sorgen, aber deswegen braucht man doch nicht gleich mit jeder erstbesten Organisation auf die Straße gehen! Was ist das für eine Gedankenlosigkeit! Anstatt mit PEGIDA auf die Straße zu gehen, sollten diese Leute, die nur Sorgen haben, aber keine echten Islamhasser sind, sich mit kompetenten muslimischen Gesprächspartnern zusammensetzen, um sich ihre Vorurteile und Ängste ausräumen zu lassen.



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