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07.10.2014 – JVA, Jugend, Migranten, Muslime, Myanmar, Bruma, Integration

COSMO TV
Glaube hinter Gittern – Junge Muslime im Gefängnis. Die Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf gilt als das modernste Jugendgefängnis in NRW. Hier sitzen rund 500 junge Männer ein. Rund ein Drittel von ihnen sind Muslime. Einen hauptamtlichen Imam aber gibt es nicht – im Gegensatz zu christlichen Geistlichen. Und während die JVA eine eigene Gefängniskirche hat, haben die muslimischen Jugendlichen keinen eigenen Raum zum Beten. Der Film gibt Einblicke in den Gefängnisalltag junger Muslime und zeigt, wie dringend ein Konzept gebraucht wird, um Radikalisierung in deutschen Gefängnissen zu verhindern.

Die Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf gilt als das modernste Jugendgefängnis in NRW. Hier sitzen rund 500 junge Männer ein. Rund ein Drittel von ihnen sind Muslime. Einen hauptamtlichen Imam aber gibt es nicht – im Gegensatz zu christlichen Geistlichen. Und während die JVA eine eigene Gefängniskirche hat, haben die muslimischen Jugendlichen keinen eigenen Raum, in dem sie beten können. Dabei spielt der Glaube für junge Muslime gerade im Gefängnis eine große Rolle.

Sie suchen nach Halt und nach Antworten auf ihre Fragen: Was ist falsch gelaufen in ihrem Leben? Wer kann ihnen die Fehler verzeihen? Wie wollen sie in Zukunft leben? Zwar kommt alle paar Wochen ein ehrenamtlicher Imam in die JVA. Doch das reicht nicht aus, um die Jugendlichen aufzufangen. Viele beten in ihren Zellen und tauschen sich untereinander über Glaubensfragen aus. Damit sind sie anfällig für die Schwarz-Weiß-Ideologien junger Islamisten.

Einer, der den jungen Muslimen im Gefängnis eine andere Perspektive geben möchte, ist Melih Kesmen. Für den erfolgreichen Designer und gläubigen Muslim ist der Islam ein selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft – mittendrin, selbstbewusst und aufgeschlossen. Er gestaltet in der JVA Ronsdorf einen Moscheeraum, in dem die muslimischen Häftlinge in Zukunft beten können. Wichtig ist ihm: Das Ganze soll ein Gemeinschaftsprojekt werden, die Jugendlichen selbst sollen mithelfen.

cosmo tv hat Melih Kesmen und die Jugendlichen aus der JVA Ronsdorf über Monate hinweg begleitet. Der Film gibt Einblicke in den Gefängnisalltag junger Muslime und zeigt, wie dringend ein Konzept gebraucht wird, um Radikalisierung in deutschen Gefängnissen zu verhindern. Di, 7. Okt • 16:00-16:30 • ARD-alpha

Mit dem Zug durch … Myanmar
Myanmar, das ehemalige Burma, kann nach fast 50 Jahren Militärdiktatur jetzt auch wieder von Ausländern bereist werden. Eine gute Möglichkeit, das asiatische Land zu erkunden, ist mit dem Zug. Die Reise geht von Yangon im Süden des Landes über die neue Hauptstadt Naypyidaw nach Mandalay, der letzten Hauptstadt des burmesischen Königreiches. Dann überquert der Zug eine der höchsten Eisenbahnbrücken der Welt und kommt schließlich in Hsipaw im Norden des Landes an.

Myanmar, das ehemalige Burma, öffnet sich nach einer knapp 50-jährigen Militärherrschaft langsam wieder für Ausländer. Spannend und praktisch gleichermaßen kann man das unbekannte Land mit der Eisenbahn entdecken. Nach einem Besuch der Shwedagon Pagode, dem Nationalheiligtum Myanmars, beginnt das Schienenabenteuer in Yangon. Morgens um sechs geht es los Richtung Mandalay. Inmitten von Mönchen und Händlern schaukelt der Zug durch flaches Land, das geprägt ist von Reisfeldern. Mi, 8. Okt · 07:45-08:28 · arte