MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

TV-Tipps des Tages

11.09.2014 – Islam, Andalusien, Türkei, Dschihad, 11. September, Terror

TV-Tipps des Tages sind: Der Heilige Krieg, das Schwert des Propheten: Vormarsch der Muslime in Andalusien ab dem Jahr 711; Wilde Türkei; Der Heilige Krieg, Kreuzzug nach Jerusalem; Die Türken vor Wien; Dschihad für den Kaiser; Terror für den Glauben

VONÜmit Küçük

DATUM11. September 2014

KOMMENTAREKeine

RESSORTTV-Tipps

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Der Heilige Krieg 1/5, Das Schwert des Propheten
Dokumentation – Film von Friedrich Klütsch und Alexander Hogh. Kein anderer Begriff symbolisiert die Ängste vor der islamischen Welt mehr als das oft missverstandene und missbrauchte Wort „Dschihad“. Seit dem 11. September 2001 wird der bewaffnete Kampf im Namen Allahs als reale Bedrohung für die westliche Welt empfunden. Maßgebliche muslimische Rechtsgelehrte verurteilen den angeblich „Heiligen“ Krieg von Al-Kaida als Anmaßung und verbrecherischen Irrweg.

Dennoch sehen sich Muslime oft pauschal dem Vorwurf ausgesetzt, der Islam sei eine Religion der Gewalt. Dabei wurden so genannte „Heilige Kriege“ im Lauf der Geschichte immer wieder auch von Christen geführt. Die Erinnerungen an die „Kreuzzüge“ des Mittelalters sind noch immer lebendig. Nicht nur radikale Islamisten sehen darin eine Tradition, die bis in die Gegenwart reicht, ein Sinnbild für westliche Aggression, Besatzung und Unterdrückung.

Die erste Folge der fünfteiligen Dokumentation „Der Heilige Krieg“ rekonstruiert anhand zeitgenössischer Quellen, allen voran der so genannten „Mozarabischen Chronik von 754“ den Verlauf der Ereignisse: „Geburtsstunde des christlichen Europas“ und „Endpunkt der islamischen Expansion im Westen“. Do, 11. Sep • 14:45-15:30 • 3sat

Wilde Türkei (1/2)
Vom Bosporus zum Mittelmeer. Die Türkei ist die Nahtstelle zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident. Die Tierwelt ist sowohl europäisch als auch asiatisch geprägt. Die zweiteilige Dokumentation gibt einen Einblick in die vielfältige Natur der Türkei, führt aber auch zu weltberühmten Orten wie den Sinterterrassen von Pamukkale, den Ruinen von Milet oder der antiken griechischen Metropole Priene. Der erste Teil ist eine bildgewaltige Reise durch den Westen der Türkei – zu Wildziegen und Schildkröten, Orchideen und Anemonen, Goldschakalen und Dromedaren. Do, 11. Sep • 15:15-16:00 • HR

Der Heilige Krieg 2/5, Kreuzzug nach Jerusalem
Der Begriff „Kreuzzug“ hat in der islamischen Welt einen ähnlich negativen Klang wie das Wort „Dschihad“ in der westlichen. Er wurde zum Synonym „Heiliger Kriege“ der Christenheit. 400 Jahre nach der muslimischen Expansion in der Nachfolge Mohammeds holte Europa zum Gegenschlag aus. „Gott will es“, lautete die Losung der Kreuzfahrer, die sich in Westeuropa sammelten. Die Befreiung des „Heiligen Landes“ aus muslimischer Hand galt als Weg zum Erlass von Sündenstrafen. Doch die Motive der Kreuzzüge waren vielschichtig. Do, 11. Sep • 15:30-16:15 • 3sat

Der Heilige Krieg 3/5, Die Türken vor Wien
Die Angst, von den Osmanen unterjocht zu werden, gehörte zu den Traumata des frühneuzeitlichen Europa. Für lange Zeit schienen die Armeen des Sultans unbesiegbar. Doch wurde die „Türkenfurcht“ auch propagandistisch überhöht. Die Kirche bezeichnete die Osmanen als „Erbfeinde der Christenheit“ und „Inkarnation des Teufels“. Mit der Eroberung Konstantinopels 1453 durch Sultan Mehmed II. erlosch das byzantinische Reich. Für die Osmanen aber war mit der Einnahme der Stadt der Status einer Großmacht erreicht, die keinen Gegner mehr zu fürchten brauchte. Do, 11. Sep • 16:15-17:00 • 3sat

Der Heilige Krieg 4/5, Dschihad für den Kaiser
Ende des 19. Jahrhunderts lebten 80 Prozent der Muslime in Kolonien europäischer Mächte. Doch die Dominanz der Europäer blieb nicht unangefochten. Im Namen Allahs scharte ein charismatischer Anführer im Sudan Krieger um sich und lehrte die britischen Kolonialherren das Fürchten. Die Erhebung des „Mahdi“ wurde zur traumatischen Erfahrung des Empire. Die Rebellen scheiterten zwar am Ende an der militärischen Überlegenheit der Briten, aber der Aufstand des Mahdi zeigte eindrucksvoll, welche gefährliche Dynamik ein religiös aufgeheizter Krieg auch in der Moderne entfalten konnte.Do, 11. Sep • 17:00-17:45 • 3sat

Der Heilige Krieg 5/5, Terror für den Glauben
Die Bilder des 11. September 2001 gingen um die Welt, der beispiellose Anschlag veränderte das internationale politische Gefüge. Eine tiefe Kluft zwischen der westlichen und der muslimischen Hemisphäre schien sich aufzutun. Doch maßgebliche islamische Rechtsgelehrte und moderate Stimmen aus muslimischen Ländern brandmarkten den willkürlichen Missbrauch des Begriffs „Dschihad“ und verurteilten das Verbrechen. Do, 11. Sep • 17:45-18:30 • 3sat

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...