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Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Buchtipp zum Wochenende

Alexandros Stefanidis: Wie geht’s den Jungs vom Gottesacker?

In seinem neuen Buch „Wie geht’s den Jungs vom Gottesacker?“ erzählt Alexandros Stefanidis gewitzt und charmant von seiner „unorthodoxen Jugend“ zwischen Bolzplatz und katholischem Internat.

In „Wie geht‘s den Jungs vom Gottesacker?“ schreibt Alexandros Stefanidis, Autor des Bestsellers „Beim Griechen“, die Geschichte seiner Internatszeit auf, die gleichzeitig schmerzhaft, großartig, traurig und manchmal auch etwas wahnwitzig war. Ein Buch über einen Griechen in Deutschland, das Leben im Internat, die erste große Liebe, den Zusammenhalt der Familie und die Melancholie der vergangenen Jugend.

„Mein Name ist Alexandros Stefanidis. Ich bin zu einem großen Teil in einem katholischen Jungeninternat in der Südwestpfalz aufgewachsen. Unter lauter Deutschen. Nicht jeder hat so viel Glück. Im Internat St. Pirmin in Dahn gab es damals so gut wie keine Ausländer und folgerichtig auch keine Ausländerkinder in meinem Alter. Für die anderen Jungs war ich ab dem ersten Tag nur ‚der Grieche‘. Das ist kein Witz. Statt Alexandros oder Alex hieß ich fortan für alle ‚Grieche‘. Und zum ersten Mal spürte ich, wie hilflos ich mich ohne mein bisheriges Koordinatensystem fühlte. Ohne meine Eltern, ohne meine Brüder, ohne meinen geliebten Bolzplatz, genannt Gottesacker. Mein Leben in mindestens zwei Welten begann.“

Alexandros Stefanidis, Jahrgang 1975, schrieb als freier Autor für Die Zeit und den Stern. Seit 2005 arbeitet er für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. 2010 erschien sein erstes Buch „Beim Griechen“, das ein Bestseller war. 2006 wurde er zum „Journalist des Jahres“ gewählt, 2007 erhielt er den CNN Journalist Award, 2013 den Deutschen Reporterpreis. Alexandros Stefanidis lebt mit seiner Familie in der Nähe von München. (hs)

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