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Nur die wenigsten dieser deutschen Arbeiter werden in dieser Situation mit den Ausländern solidarisch sein. Die meisten werden sich aggressiv von den Ausländern abgrenzen und bei ihnen die Verantwortung für die eigene schlechte Position suchen.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Ohnmacht menschlicher Vernunft

Wie deutsche Medien den Israel-Krieg legitimieren

Verrückt und abartig, abartig und verrückt – diese Worte beschreiben treffend die derzeit durch die vorherrschenden Medienanstalten in Deutschland geführte Debatte bezüglich des Israel-Kriegs.

Insbesondere die wachsende Zunahme von Beiträgen zum Thema Israel-Krieg, in denen Parallelen zu einem vermeintlich „muslimischen Antisemitismus“ gezogen werden, verdeutlicht die gegenwärtige gewaltige Unfähigkeit einer rationalen Beschäftigung mit den derzeitigen Ereignissen in Gaza, die sich vor allem durch das bisherige Ausbleiben einer detaillierten Hintergrundanalyse des als „Selbstverteidigungskrieg“ legitimierten Israel-Kriegs, einer umfassenden Darstellung der faktischen Verhältnisse sowie einer ernsthaften politischen Thematisierung bzw. juristischen Prüfung der israelischen Militäroperationen im Hinblick auf ein vorsätzliches Kriegsverbrechen ausdrückt.

Das verbreitete mediale Interesse an diesem „Kriegsverbrechen“ seitens der israelischen Regierung bot die Möglichkeit, die breite Öffentlichkeit zu informieren und aufzuklären. Information und Aufklärung – Forderungen die auch in den westlichen Gesellschaften bezüglich der Situation im Nahen Osten von großer Bedeutung sind. Die räumliche Entfernung allein kann nicht als Erklärung von Ignoranz und Zurückhaltung herhalten. Allgemein bekannt ist die finanzielle, militärische und politische Unterstützung Israels seitens führender westlicher Staaten. Die Mittäterschaft in Form einer utilitaristischen – unaufrichtigen – Unterwürfigkeit gegenüber Israel oder in Form einer apathischen Tatenlosigkeit der zuständigen Politiker (in den USA, aber auch in Deutschland) an den Morden mehrerer tausender unbeteiligter Menschen im Gaza-Streifen, ist nicht abzustreiten. Durch die repräsentative Funktion der Volksvertreter hat aber jeder Bürger durch sein Wahlrecht innerhalb einer Demokratie die Pflicht, seine Kritik, seine Ablehnung, seine Verurteilung dieses Krieges und der befürwortenden Haltung unserer Politiker Ausdruck zu verleihen.

Vor dem Hintergrund der Schwere der Tat erscheint der Aufschrei in der deutschen Bevölkerung, noch viel zu gering zu sein. In einer Gesellschaft, in der Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit leitende Prinzipien darstellen sollen, verwundert die geringe Empörung des Volkes sehr.

Ein kollektives Abgestumpft-sein und die kollektive Unfähigkeit, Mitgefühl zu entwickeln, erscheinen als Begründungsversuche unzureichend und unpassend. Die verzerrte Berichterstattung hinsichtlich des Israel-Kriegs und die direkte Verbindung zu antisemitischen Übergriffen durch muslimische Jugendliche oder junge Erwachsene in der deutschen Migrationsgesellschaft sowie die derzeit beobachtbare mediale Überrepräsentanz des konstruierten Phänomens „Islamismus“ insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Medien, liefern differenziertere Erklärungsmodelle des ausbleibenden einheitlichen Eintretens für das Ende der Bombardierung einer Zivilbevölkerung und für die zur Rechenschaft zu ziehenden Kriegsverantwortlichen.

Auffällig ist in diesem Zusammenhang die starke Zunahme des medialen Interesses am „Islamismus-Thema“, deren Hintergründe es genauer zu hinterfragen gilt. Durch die Eingabe des Begriffs „Islam“ beispielsweise in die Suchleiste der ARD-Mediathek, wird man eine Reihe von Videobeiträgen fast ausschließlich über sogenannte „Islamisten“ erhalten. Hierbei lässt sich feststellen, dass das „Islamismus-Thema“ nach einer kurzen Pause (seit April 2014) am 1. Juni wieder in den Tagesthemen aufgegriffen wurde und sich seitdem mit immer kürzer werdenden Zeitspannen zwischen den Beiträgen bis dato wie folgt fortsetzt:

„Islamistischer Terror im Nordwesten Irak“1, „Kampf gegen Islamisten im Irak“2, „Nigeria: Kampf gegen islamische Terroristen“3, „Terroranschlag in Kenia“4, „Die Gotteskrieger der ISIS“5, „Krieg der ISIS-Terroristen – Kommt ein führender Dschihadist aus Deutschland?“6, „Irak: Einschätzungen von Volker Schwenck“7, „Die Isis-Milizen weiter auf dem Vormarsch“8, „Kenia: Die Angst kehrt zurück“9, „Blutiger Feldzug – wie gefährlich sind die islamistischen Gotteskrieger?“10, „Salafisten in Deutschland“11, „Islamisten auf dem Vormarsch – Tödliche Gefahr für Deutschland?“12, „Die ausgeklügelte Propaganda des islamischen Staates“13, „Irak: Flüchtlinge in Ebil“14, „Syrische Christen: Mobbing“15, „Das Leid christlicher Flüchtlinge in Asylbewerberheimen“16, „Wie deutsche Islamisten unbehelligt nach Syrien reisen“17, „Sterben für Allah? Der Weg deutscher Gotteskrieger nach Syrien“18, „Irak: Menschen auf der Flucht vor der Terror“19.

Die Aufzählung solcher Beiträge, die den Rezipienten in unerträglicher Redundanz eine (Islam-)Angst verbreitende Botschaft zu indoktrinieren versucht, ließe sich hier noch schier endlos fortsetzen. D.h., ein Bemühen um Nachrichtenvielfalt in der journalistischen Beschäftigung mit dem Thema „Islam“, die über eine einseitige Vermittlung von Gewaltaspekten hinausgeht, scheint in der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ nicht zu existieren. Angesichts der anhaltenden medialen Überflutung von Informationen zu radikalisierten Menschen, die – weil sie einen muslimischen Hintergrund haben – als „Islamisten“ betitelt werden, lässt sich an dieser Stelle die dringende Frage aufwerfen, zu welchem Zweck die Dramatisierung des konstruierten Bildes vom „radikalen Islamisten“ dient. Vor dem eingangs explizierten Hintergrund scheint die aktuelle Schürung einer medial inszenierten „antimuslimischen Hetze“ nicht zufällig zu erfolgen. Sie dient u.E. vorrangig der Dethematisierung der vorsätzlichen Rechtsbrüche, die derzeit durch die israelische Armee in Gaza begangen werden und somit der stillen Legitimierung des Israel-Kriegs.

Die Tatsache, dass man häufig in der Rubrik „Ähnliche Beiträge“ bei Beiträgen zum Israel-Krieg nunmehr vermehrt Berichte findet, in denen es um Gewalttaten oder Verbrechen muslimischer Einzeltäter an jüdischen und christlichen Mitbürgern oder um „Islamist“ markierte Menschen geht, deutet auf bewusste Einflussnahme durch Verzerrungen in der Berichterstattung hin, die zu Legitimationszwecken instrumentalisiert werden. In der Folge wirkt sich diese Funktionalisierung auf den Medienkonsumenten wie folgt aus: Durch die mediale – bewusste – Schärfung des konstruierten Feindbildes „Muslim“ parallel zu den Ereignissen in Gaza, wird die Wahrnehmung der Situation von muslimischen Opfern im Gaza-Streifen durch das in den Vordergrund gerückte Bild vom „kampfbereiten Islamisten“ überlagert. „Den Muslim“ oder „die Muslime“ als Opfer zu betrachten erscheint unvereinbar vor diesem Hintergrund. Auf dieser Grundlage kann der Angriff auf Gaza subtil als Prävention als notwendige Verteidigungsstrategie vermittelt werden, worauf in den gegenwärtigen Diskussionen über den Israel-Krieg auch vermehrt affirmativ zurückgegriffen wird. Anstatt der intensiven und analytischen Auseinandersetzung bezogen auf den Nahost-Konflikt zur Aufklärung über die sozial-politische Lage in Gaza und zur Information über die historischen Gegebenheiten, dominiert der Versuch der Legitimierung kriegerisch gegen Muslime vorgehen zu dürfen bzw. zu müssen.

In Anbetracht der hohen Opferzahl (darunter viele Säuglinge, Kinder, Frauen und Senioren) innerhalb weniger Wochen in Gaza auf der Basis eines unaufgeklärten Mordfalls an drei jüdischen Schülern, mutet diese Vorgehensweise geradezu paradox an. Anstatt die Täter der getöteten Jugendlichen gezielt zu suchen, indem Ermittlungen aufgenommen werden, Beweise sichergestellt werden etc. fließt die gesamte Energie darin, einen Krieg zu legitimieren, der an Grausamkeit und Sinnlosigkeit kaum zu übertreffen ist.

Die Akzentverschiebung in der Berichterstattung von einer Betrachtungsweise auf eine machtlose muslimische Zivilbevölkerung in Gaza hin zu einer Fixierung auf hasserfüllte Einzeltäter mit muslimischen Hintergrund, trübt nicht nur den Blick auf die gravierende Unverhältnismäßigkeit der israelischen Kriegsführung, sondern macht auch die Öffentlichkeit im Zeitalter von Menschenrechten unempfänglich für die Wahrnehmung menschlicher Verpflichtungen und das zeugt von einer unentschuldbaren Ohnmacht menschlicher Vernunft.

  1. am 10.06.14 / Tagesthemen  []
  2. am 14.06.14 / Tagesthemen  []
  3. am 15.06.14 / Weltspiegel  []
  4. am 16.06.14 / Mittagsmagazin  []
  5. am 17.06.14 / Mittagsmagazin  []
  6. am 17.06.14 / report MÜNCHEN  []
  7. am 18.06.14 / Mittagsmagazin  []
  8. am 20.06.14 / Mittagsmagazin  []
  9. am 22.06.14 / Weltspiegel  []
  10. am 22.06.14 / Günter Jauch  []
  11. am 30.06.14 / Mittagsmagazin  []
  12. am 02.07.14 / Anne Will  []
  13. am 22.07.14 / REPORT MAINZ  []
  14. am 28.07.14 / Mittagsmagazin  []
  15. am 29.07.14 / Mittagsmagazin  []
  16. am 20.07.14 / report MÜNCHEN  []
  17. am 29.07.14 / report MÜNCHEN  []
  18. am 04.08.14 / Reportage/Dokumentation  []
  19. am 05.08.14 / Tagesschau  []
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52 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Achim sagt:

    Also ich habe gerade in der Mediathek der ARD „Islam“ als Suchbegriff eingegeben und das waren die ersten Einträge, die mir angezeigt wurden:

    Denkanstoß zum Islam
    Heimatkunde Islam
    Was bringt uns der Islam
    Die Entwicklung der Stellung der Frau im Islam
    Islam heißt „Frieden finden durch Hingabe“
    Tag der Offenen Moschee – Der Islam in Deutschland

    Ohne die Beiträge gesehen zu haben, würde ich jetzt behaupten, dass diese Beiträge sich um ein differenzierteres Islam-Bild bemühen als nur von radikalen Islamisten zu reden.

  2. Abdullah sagt:

    Das schlimme an dieser jetzigen „Eskalation“ ist, dass Israel und die ganze westliche Wertegemeinschaft den Tod der Talmudschüler als Auslöser des Krieges benutzt, den sie der Hamas unterjubeln wollen. Jedoch hat sich ein Polizist aus Tel Aviv verplappert und ausgesagt, dass schon von Anfang an klar war, wer für deren Tod verantwortlich war und das es nicht die Hamas war. Man brauchte einfach einen Grund um die ethnische Säuberung zu rechtfertigen. Ich will den Tod der Schüler nicht kleinreden oder Die Toten verhöhnen, aber es ist abartig, wie der Tod von diesen Kindern instrumentalisiert wird um ein KRIEGSVERBRECHEN zu legitimieren. Dabei werden die Getöteten Kinder in Palästina tunlichst verschwiegen oder als Kollateralschaden abgehakt. Das israelische hochrangige Abgeordnete zum Mord an Frauen und Kindern aufrufen damit „keine weitere Terroristen“ nach kommen (http://www.linkezeitung.de/index.php/ausland/naher-osten/1033-israelische-abgeordnete-ruft-zu-voelkermord-an-palaestinensern-auf-und-erhaelt-tausende-facebooklikes) davon hört man auch nichts in den öffentlich-rechtlichen. Hauptsache Israel kann sich als Opfer darstellen, das sich nur gegen die bösen Terroristen zur Wehr setzt. Und die Toten palästinensischen kinder sind nur tote zukünftige Terroristen, also alles nur halb so schlimm.
    Ich höreschon die Antisemitismuskeule über meinem Haupt kreisen.

  3. Lynx sagt:

    In der öffentlichen, von den Massenmedien verbreiteten Wahrnehmung werden Palästinenser stets mit Angehörigen islamischen Glaubens gleichgesetzt. Es wird meist ausgeblendet, daß es – auch in Gaza – auch christliche Palästinenser gibt, die unter der Besetzung ihres Landes und der zionistischen Aggression genauso zu leiden haben wie ihre muslimischen Landsleute, da sie als Nichtjuden ebenfalls diskriminiert werden.
    Der Beitrag „Wenn Empathie als Verbrechen zählt“ in de.qantara.de – insbesondere die Videos mit den Erlebnisberichten von drei israelischen Soldatinnen – zeigt deutlich, daß in den deutschen Medien die Tatsachen schlichtweg auf den Kopf gestellt werden, wenn von einer „Verteidigung Israels“ die Rede ist. Es sind die täglichen unablässigen Demütigungen, außergesetzlichen nicht gerichtlich verfolgten Tötungen, Körperverletzungen, Diebstähle, Sachbeschädigungen usw. durch die Angehörigen der Israelischen Besatzungsstreitkräfte (IOF), der „moralischsten Armee der Welt“, unter denen die Palästinenser zu leiden haben und gegen die sie sich nicht verteidigen können, da sie vor keinem israelischen Gericht Recht bekommen und sie im Falle der Anwendung von Gegengewalt als „Terroristen“ bezeichnet werden und die als „Verteidigung“ deklarierte Rache der IOF an weiteren unschuldigen Palästinensern heraufbeschwören.
    Es scheint unmöglich, das Thema Palästinakonflikt in Deutschland sachlich zu erörtern. Man muß frei und objektiv über den Sinn und Unsinn der Unterstrafestellung der „Holocaustleugnung“ und ein „Existenzrecht Israels“ sprechen und diese in Zweifel ziehen können. Andernfalls ist das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung als ausgehebelt anzusehen, und man müßte dann auch das Existenzrecht der Bundesrepublik Deutschland in Frage stellen.

  4. Max sagt:

    „Das schlimme an dieser jetzigen “Eskalation” ist, dass Israel und die ganze westliche Wertegemeinschaft den Tod der Talmudschüler als Auslöser des Krieges benutzt, den sie der Hamas unterjubeln wollen. Jedoch hat sich ein Polizist aus Tel Aviv verplappert und ausgesagt, dass schon von Anfang an klar war, wer für deren Tod verantwortlich war und das es nicht die Hamas war. Man brauchte einfach einen Grund um die ethnische Säuberung zu rechtfertigen.“

    „Das israelische hochrangige Abgeordnete zum Mord an Frauen und Kindern aufrufen damit “keine weitere Terroristen” nach kommen“

    Das selbe machen die Terroristen von der Hamas auch. Darüber berichtet auch niemand, weil es schon Gewohnheit ist.

    Ach so. Der Mossad war also Schuld? Natürlich, wer auch sonst.

  5. Marianne sagt:

    Die weit überwiegende Mehrzahl der Beitraege, Herr Achim, beschäftigt sich nicht mit dem Islam neutral, sondern, wie im Artikel dokumentiert, ausschliesslich mit den Islamisten, Gotteskriegern usw. Wer sucht, wird fündig, wer falsche Suchbegriffe eingibt, stoesst auf seltene Ausnahmen.

    @ Max: Können Sie Ihre Behauptung, die Hamas wuerde zum Mord an Frauen und Kindern aufrufen, damit keine weiteren Terroristen nachkommen, belegen? Und woher wissen Sie das, wenn darüber niemand berichtet, wie Sie schreiben? Worauf stützt sich Ihre Behauptung, der Aufruf zum Mord an Frauen und Kindern sei bei der Hamas schon Gewohnheit? Wer so etwas behauptet, sollte stichhaltige Beweise vorlegen.

    Zum Artikel: Eine ganz hervorragende, überzeugende und bestens begründete Analyse, die ich unterschreibe. Zu ergänzen waere:Kritiker der israelischen Aggression werden mit der Antisemitismuskeule mundtot gemacht und es bedarf schon einer überdurchschnittlichen Zivilcourage, sich nicht einschüchtern zu lassen.

  6. surviver sagt:

    Sehr interessante Beobachtungen.

    Die scheinen sehr gut organisiert zu sein.

    Wenn mann im Auto das Radio einschaltet hört man im Minutentakt „islamische Terroristen“…“Erdogan und der schleichende Islamismus“, usw.

    Schalten sie den TV an, z.b. Tagesschau24, werden sie Zeuge von immer wieder und immer wieder wiederholten einseitigen und auf Manipulation aufgebauten Nachrichten wie „Erdogan hat die Wahl beschissen“, „Krititiker meinen jedoch er wäre eine Gefahr für die Demokratie“, „Hamas hat erneut Israel mit Raketen beschossen“..usw.

    Wenn man bei google „gazza krieg“ eingibt, erscheinen als erstes in der „Poolposition“ die Kandidaten von der „WELT“, BILD, Focus, Spiegel online, SZ, …und Co. und man liest fast immer das selbe..:“islamischer Terror, Terroristen, Hamas hat die Waffenruhe gebrochen und Israel erneut angegriffen…. usw“.

    Geben sie z.B. “ Wahlen in der Türkei“ oder „Erdogan Wahlen“ ein, erscheinen wieder die gleichen Kandidaten von „WELT“, SZ, SPON, FOCUS und Co. und betreiben regelrecht eine Rufmordkampagne.

    In den Foren darunter immer wieder die gleiche Hetze. Die Redaktion mahnt die user, wie bei „die Zeit“ z.B., nicht an.
    Hetzkommentare werden gezielt nicht gelöscht.

    Fällt euch da was auf? Wozu gibt es in Deutschland Gesetze, wenn sich einige daran nicht halten müssen?

    Irgend etwas in der Politik ist faul.

  7. Marianne sagt:

    Fakt ist weiterhin, Survivor, dass kritische Kommentare zu dieser Form der Berichterstattung weitgehend unterdrückt werden. Wenn dem Westen ein demokratisches Wahlergebnis nicht passt, geht die Hetze unverzüglich los und das sage ich, obwohl ich kein Fan von Erdogan bin, aber demokratische Wahlen respektiere und jedem Volk das Recht zugestehe, seine Regierung selbst zu waehlen. Besonders lustig ist es ja, wenn sich die Manipulationsbeauftragten und Meistermanipulierer und Meinungszensierer der gleichgeschalteten Einheitsmedien mit dem Faible fuer Zwangsbeglueckung mit westlichen „Werten“, die in der Praxis das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt stehen, über die Einschränkung der Pressefreiheit im Ausland erregen und Lehrgänge in Demokratie, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit erteilen wollen. Das hat was von Satire pur.

  8. sarah sagt:

    Sehr guter artikel. Man stösst tatsächlich immer auf ein negatives islambild bei den öffentlich rechtlichen. Siehe hier:

    Das Islambild von ARD und ZDF | bpb

    http://www.bpb.de/apuz/30402/das-bild-von-ard-und-zdf?p=all

    Da es eine ältere untersuchung ist und die hetze gegen den islam seither leider zugenommen hat, muss man sich fragen wieso sich da nichts ändert?
    Ich bin gegen die islam hetze und finde es sollte gestoppt werden bevor schlimmeres passiert.

    zudem stellt sich die frage welche Auswirkungen es auf den durchschnitts- bürger hat ständig mit anti islam hetze berieselt zu werden?

    bei untersuchungen über die indoktrination von schülerinnen und schülern zur NS-zeit hat man ebenfalls herausgefunden, dass eine dauerberieselung von oder doktrin was man alles von juden hielt fruchtete. Es fruchtete nicjt deshalb weil die schüler es selbst so erlebten, sondern weil sie immer wieder egal was sie auch machten auf dieses gedankengut gestossen sind. Auch diese unterduchungen sind reichlich belegt. Siehe diverse buchautoren zu ,NS-Pädagogik.

    Leider scheint es einigen wohl daran gelegen zu sein, dass sich die geschichte wiederholt.
    Erst heute habe ich von 2 brandanschläge an moscheen gehört.

  9. Warum sagt:

    Zitat: „auf der Basis eines unaufgeklärten Mordfalls an drei jüdischen Schülern“

    Die tausenden abgefeuerten Raketen unterschlagen wir mal, gell?

  10. Gabriele sagt:

    Liebe Redaktion von Migazin, Ihr einziges Argument ist ein moralisches. Sie werfen Israel seine militärische Stärke vor. Dabei vergessen Sie aber, dass es sich um einen Krieg handelt. Diesen Krieg hat die Hamas zu verantworten.

    Israel steht mit Hamas eine Terrororganisation gegenüber, die in ihren Grundsätzen die Vernichtung Israels als Ziel angibt. Um dieses Ziel zu erreichen werden tausendfach Raketen aus dem Gazastreifen Richtung Israel abgefeuert. Und wenn die Glaubensbrüder die Möglichkeit hätten, würden sie sich als menschliche Bomben auch in vollbesetzte Schulbusse setzen.

    Im übrigen herrscht überall auf der Welt Krieg. Über keinen Konflikt wird so ausführlich berichtet wie über den zwischen Israel und Gaza. Eine einseitige Berichterstattung, wie Sie hier beschreiben, findet dabei definitiv nicht statt, nehmen Sie das zur Kenntnis!


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