MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

Islamdebatte in den Medien

Die Diskussion geht endlich dahin, wo sie hingehört. In die rassistische Ecke

Der Islam bzw. die Muslime haben es wieder in die Medien geschafft – im üblichen negativen Kontext natürlich. Das ist nichts Neues. Neu ist, dass inzwischen sogar die sogenannten Qualitätsmedien stereotype Vorstellungen verbreiten – quasi als Zeitungsbeilage.

VONAnja Seuthe

Die Verfasserin studierte in Köln Völkerkunde, Soziologie und Islamwissenschaften. Nach dem Studium bereiste sie unter anderen Saudi Arabien und den Jemen, in Ägypten lebte sie zwölf Jahre. Journalistisch und literarisch setzt sie sich vor allem mit interkulturellen sowie interreligiösen Themen auseinander. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern in Essen.

DATUM1. August 2014

KOMMENTARE30

RESSORTAktuell, Meinung

SCHLAGWÖRTER , , ,

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Der Islam gehört nun wohl doch endlich zu Deutschland, wenn auch nicht so, wie unser ehemaliger Bundespräsident Christian Wulff sich das gewünscht hatte. Denn der Islam ist zum Thema geworden, oder zumindest das, was man sich darunter vorstellt. Unter dem Titel „Man wird doch wohl noch seine Meinung sagen können!“ entfaltet sich eine Hetzkampagne gegen den Islam, wie ich sie höchstens auf einschlägigen Internetseiten erwartet hätte, nicht aber in der deutschen Presse.

Der Aufhänger ist – verständlicherweise – die Überraschung über offenen Antisemitismus auf deutschen Straßen. Es geht um die Kundgebungen zum Gaza Krieg, die sich vielerorts gegen die israelische Besatzungspolitik und aktuell das Bombenwerfen richten. „Stoppt den Krieg“ wird skandiert. Hochglanzbilder von sterbenden Kindern in Gaza lassen Emotionen überkochen. Anstatt ausschließlich Israels Politik zu kritisieren, hört man vereinzelt Stimmen gegen „die Juden“ insgesamt.

Die deutschen Medien greifen das dankbar auf. Kritik an Israel sei ja verständlich, antisemitische Äußerungen – wenn auch legal – dagegen unerträglich. So unerträglich, dass nun die Medien gänzlich ohne schlechtes Gewissen im Gegenzug gegen „die Muslime“ insgesamt wettern. In einem Atemzug mit der Verurteilung von Antisemitismus in Deutschland muss ich dann beispielsweise in der FAZ vom 22. Juli 2014 lesen, ein judenfeindlicher Islam gehöre nicht zu Deutschland, es gäbe kaum ein größeres Integrationshindernis. Jasper von Altenbockum setzt noch einen drauf, als er ergänzt: „Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Burka, Scharia, Parallelgesellschaft, Antisemitismus? … Die Antwort darauf kann nur heißen: Es gibt Einwanderer, die nicht willkommen sind.“

Als sich dann Nicolaus Fest mit einer ähnlichen Liste von islamfeindlichen Stereotypen publikumswirksam in der Bild am Sonntag in Szene setzt, ist die Hetzjagd auf Muslime endgültig eröffnet. Herr Fest kommentiert den folgenden „Shitstorm“ auf Twitter rhetorisch einwandfrei mit: „Offensichtlich finden viele Homophobie, Antisemitismus & Ehrenmorde völlig ok.“ Und auf den halbherzigen Versuch, Islamismus vom Islam abzugrenzen, reagiert er mit: „Aber gibt es Grenze zw. Islam / Islamismus? Antisem.Demonstranten waren Mütter & Normalos.“

Der Umkehrschluss aber bleibt aus. Da waren eben keine Islamisten auf den Straßen, sondern normale Menschen wie Sie und ich. Die Kundgebungen wurden auch nicht etwa von Moscheevereinen organisiert, sondern von betroffenen Palästinensern oder deutschen Linken. Da waren nicht nur Muslime auf der Straße! Und der größte Teil der Muslime in Deutschland hat gar nicht an den Demonstrationen teilgenommen. Alles Fakten, die ausgeblendet werden.

Schlimm ist, dass die genannten Stereotypen widerspruchslos akzeptiert werden. Geschätzte vier Millionen Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland stehen in den Augen einiger Journalisten und Leser offensichtlich für Dinge, die mit dem Islam noch nicht einmal vereinbar sind. Das Judentum wird als eine der Buchreligionen im Koran hoch geschätzt, ebenso wie auch das Christentum. Und der viel zitierte „Ehrenmord“ beispielsweise ist im Islam ebenso verboten wie Zwangsheiraten.

Aber um Fakten geht es schon lange nicht mehr. Herr Fest erfreut sich so großer Beliebtheit dass eine Facebook-Seite gegründet wurde mit dem schönen Titel „Solidarität mit Nicolaus Fest“. Er ist der Held derjenigen, die eine diffuse Abneigung gegen den „Islam“ haben. Der Vorwurf des Rassismus wird abgeschmettert mit dem Hinweis, es ginge um nichts anderes als „Religionskritik“. Schließlich sei der Islam keine Rasse.

Wie das gemeint ist, zeigt uns Herr Rainer Hermann in der FAZ vom 29. Juli 2014. Er stellt fest: „Die meisten Muslime – ob in der Türkei, in Indien oder in Indonesien – leben aber in Demokratien. Das Problem sind die arabischen Muslime.“ Die Araber, die sich in der „täglichen Auseinandersetzung mit dem überlegenen Westen“ befinden und „erkennen müssen“, dass der wahhabitische Islam nicht in die Moderne passt. Auch da spielen die Fakten wohl eher eine untergeordnete Rolle. Nur ein verschwindend geringer Teil der Muslime in Deutschland kann als Wahhabit bezeichnet werden. Und Saudi Arabien, der wahhabitische Prototyp in der Welt, wird vielleicht aus den USA unterstützt, nicht aber aus der arabisch-muslimischen Welt.

Nun sind aber Araber keine Religion. Die Diskussion geht also nun endlich dahin, wo sie hingehört. In die rassistische Ecke.

Und während sich die Fans von Nicolaus Fest die Hände reiben und sich freuen, dass endlich einmal jemand ihre „Wahrheit“ ausspricht, frage ich mich, was als Nächstes kommt.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

30 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Fritz sagt:

    So einfach ist ja nicht, wie Sie schreiben: „Schlimm ist, dass die genannten Stereotypen widerspruchslos akzeptiert werden.“ Widerspruchslos?! Wo denn das? Es regt sich eine Menge Widerspruch. Und dieser Widerspruch wird endlich mal richtig laut gegenüber diesen seit Jahren herumvagabundierenden Pauschalisierungen.
    Auch die Solidaritäts-Page für N. Fest ist ja augenscheinlich nur nötig, weil Fest einen Sturm der Entrüstung geerntet hat. Sogar Diekmann hat sich noch mal konträr geäußert.
    Damit will ich nicht sagen, dass Ihr Artikel überflüssig ist. Im Gegenteil! Genau dieses Aufbrausen von Streit und Debatte sorgt für eine Zunahme bei der differenzierten Wahrnehmung und für eine Sensibilisierung gegenüber falschen oder sogar volksvertzenden Verallgemeinerungen. Die Debatte tobt – das ist wunderbar, die dümmeren Positiuonen und Argumente werden dabei langsam geschreddert. Das dauert eine Weile. Ein paar Jahre. Wobei einige immer besonders schwach lernbegabt sind. Auf allen Seiten, leider.

  2. Realist sagt:

    Wenn einer pauschalisiert, muss es auch der andere. Ganz klare Sache.

  3. James K sagt:

    Es ist doch wie immer:
    Die Einen schmeißen alle Muslime und islamische Strömungen in einen Topf, kritisieren und beleidigen alle und alles ohne den blassesten Schimmer zu haben. Differenzierung null!

    Und auf der anderen Seite stehen die Muslime und Ihre Verbände, die jede Kritik als Xenophobie abtun, um bloß nicht auf die Idee zu kommen, dass vielleicht das ein oder andere bei Ihnen im argen liegt! Und das tut es durchaus!

    Der Islam ist noch nicht da angekommen, wo er sein müsste um hier ohne größere Reibungen auszukommen. Dazu wird man noch Geduld brauchen, wahrscheinlich Jahrzehnte.

  4. Marianne sagt:

    Also, Herr James K., wenn Sie schreiben, DER Islam ist noch nicht da angekommen, wo er sein muesste, um hier ohne grössere Reibungen auszukommen, dann tun Sie genau das: Sie schmeissen alle Muslime und islamischen Strömungen in einen Topf. Sie tun genau das, was Fest, Sarrazin und viele andere auch tun.

  5. Marianne sagt:

    Wer pauschaliert denn, Herr Realist? DER Muslim? Koennten Sie mal in verstaendlichen Worten erklären, was Sie mit ihrem Beitrag eigentlich sagen wollen?

  6. Lynx sagt:

    Wie groß die Unwissenheit und Desinformation der meisten Deutschen über den Islam ist, zeigt bspw. der Gebrauch des Wortes „Schari´a“, indem dieses auf das islamische Strafrecht reduziert wird, während es das gesamte äußere Gebäude der islamischen Religion an Vorschriften, Anweisungen, Verboten und Empfehlungen umfaßt, von den Regeln zur rituellen Reinheit, dem Gebet und anderen gottesdienstlichen Handlungen über das Familienrecht und die zwischenmenschlichen Beziehungen … und ganz am Ende steht vom Umfang her verhältnismäßig klein das Strafrecht, das ohnehin nur in einem Staat mit einer islamischen Ordnung angewendet werden darf. Da nach islamischer Sichtweise auch andere Religionen eine Schari´a besitzen – oder besessen haben –, wird sie zur Unterscheidung als „islamische“ Schari´a bezeichnet. Sie ist also der gesamte äußere Rahmen der islamischen Religion, und es gibt keinen Islam ohne Schari´a. Wenn nun einige Ignoranten ein Verbot der „Schari´a“ in der BRD fordern, kommt das einem Verbot des Islams gleich. Hierzu müssen sie eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit haben, um das Grundgesetz für die BRD dahingehend zu ändern, daß die Muslime vom Grundrecht auf freie Religionsausübung ausgenommen sind. Solange ihnen das nicht gelingt, wird auch weiterhin in der BRD die „Schari´a“ in ihren überwiegenden Teilen – außer dem Strafrecht – praktiziert.

    Die Unbegriffe „Islamismus“, „Islamist“ usw. werden von den meisten Vertretern der Mainstream-Medien, Politikern und Behörden, wie dem „Verfassungsschutz“, in einer derart inflationären Weise gebraucht, daß damit praktisch die meisten ihre Religion verstehenden und praktizierenden Muslime in die extremistische Ecke gedrängt und als gewaltbereit, terrorismusverdächtig usw. abgestempelt werden.

  7. posteo sagt:

    Der Anlass für das kurze Pamphlet des Nikolaus Fest in einer Zeitung, die selbst von ihrer Stammleserschaft nicht als Qualitätsmedium betrachtet würde, waren die antisemitischen Ausschreitungen auf mehreren anti-Israel-Demos.

    Die Autorin berichtet von ein paar vereinzelten „ Stimmen gegen „die Juden“ insgesamt. Und weiß auch gleich, wie dankbar die Presse ist, den Muslimen endlich Antisemitismus nachzuweisen, als hätte es nicht erst kurz zuvor einen von einem Muslim verübten Anschlag auf eine jüdische Einrichtung in Brüssel gegeben. Und dass die antisemitischen Äusserungen – … legal – seien, dessen ist sich die Autorin auch sicher, wer sie da nur beraten hat?

    Was die Autorin jedoch schamhaft verschweigt, waren die tätlichen Übergriffe am Rande der Demos, darunter auf ein israelisches Touristenpaar in Berlin, mehrere Passanten in Stuttgart und Frankfurt, auch die Fanmeile in Berlin hatten Anti-Israel-Demonstranten zu stürmen versucht. Mehrere Synagogen mussten mit großem Polizeiaufgebot geschützt werden, auf eine Synagoge wurde dennoch ein Brandanschlag verübt, der glücklicherweise mißlang.

    Wer aber waren diese Demonstranten? Die Autorin klärt uns auf: „Da waren eben keine Islamisten auf den Straßen, sondern normale Menschen wie Sie und ich“.
    Da ich durch die direkte Anrede von der Autorin vereinnahmt werde, möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich distanzieren.
    Für mich ist es nicht normal, bei Demos Todesdrohungen auszustoßen, auf Menschen und Einrichtungen loszugehen. Und noch weniger normal, um nicht zu sagen, geradezu gotteslästerlich ist es für mich, während all dieser Handlungen Gott anzurufen, den angeblich gemeinsamen Gott der Juden, Christen und Muslime. Und wenn ich dann lese: „Das Judentum wird als eine der Buchreligionen im Koran hoch geschätzt, ebenso wie auch das Christentum.“, fällt mir nur ein Sprichwort ein: Papier ist geduldig.

    „Schlimm ist, dass die genannten Stereotypen widerspruchslos akzeptiert werden. „beklagt sie sich. „Schlimm ist es, dass sie nicht merkt, wie auf diese Art Stereotypen produziert werden,“ denke ich.
    Zwischendurch stellt sie fassungslos fest, dass für Jasper von Altenbockum, einen anderen Journalisten nicht alle Einwanderer willkommen sind. „Was spricht eigentlich gegen jüdische Siedler im Westjordanland“, denke ich bei mir.
    Dann mäandert sie noch durch Facebook-Einträge und Co-Kommentare anderer Blätter, um sich am Schluss zu fragen, was als nächstes kommt. Zumindest in dieser Frage bin ich ganz bei ihr.

  8. Marianne sagt:

    So, so, Herr Posteo, die Stammleserschaft betrachtet also die Zeitung nicht als Qualitätsmedium, echt steil, was Sie hier behaupten. Ja, warum informiert sich denn dann die Stammleserschaft in diesem Blatt und haben Sie statistische Erhebungen angestellt, die ihre steile These belegen?

    Sie halten es also für legitim, DEN Muslimen wegen eines Anschlags in Brüssel Antisemitismus nachzuweisen? Das wird ja immer steiler, was Sie hier behaupten. Wie würden Sie es denn finden, wenn man DEN Deutschen wegen unzähliger muslim- und fremdenfeindlicher Morde, Anschläge, Ausschreitungen und Krawalle Rassismus nachweisen würde?

    Was man als antisemitische Ausschreitung betrachtet, liegt durchaus im Auge des Betrachters. Es hat zwar vereinzelt Derartiges gegeben, aber hier vom Antisemitismus DER Muslime zu schwadronnieren, ist ungeheuerlich. Der weit überwiegende Teil der Demonstrationen gegen die Kriegsverbrechen Israels war friedlich und Kritik an der gezielten Bombardierung von zivilen Einrichtungen, von Schulen, Krankenhäusern, spielenden Kindern, Märkten ist kein Antisemitismus, auch wenn versucht wird, mit der Gleichsetzung von Kritik am Staat Israel mit Antisemitismus die Kritiker mundtot zu machen. DAS, Herr Posteo, bekämpft nicht den Antisemitismus, sondern stärkt ihn, m.E. Und wenn das Einzige, was der deutschen Regierung zu den Kriegsverbrechen und dem Ghetto in Gaza einfällt, das „Selbstverteidigungsrecht“ Israels ist, um das es bei diesem gezielten Krieg gegen Zivilisten, Kinder, Frauen, Männer, schon lange nicht mehr geht, und der „Nachweis“ des Antisemitismus DER Muslime, dann muss man sich über Radikalisierung nicht wundern. Ohnmacht, Demütigung und Willkür, Entrechtung und Gewalt sind die Grundlagen der Radikalisierung.

    Und wenn Sie gar die Behauptung aufstellen, DIE Demonstranten hätten Todesdrohungen ausgestoßen und seien auf Einrichtungen und Menschen losgegangen, so ist das einfach nur eins: Eine zutiefst infame Verdrehung der Tatsachen. Die 99 und mehr Prozent friedliche Demonstranten sind auch nicht verantwortlich dafür, wenn beispielsweise in Frankfurt einer Jüdin das Badezimmerfenster eingeworfen wird und sie rassistisch beleidigt wird. Die haben damit Nullkommagarnichts zu tun und es ist Sache der Ermittlungsbehörden, das aufzuklären, aber nicht das Recht der Medien, aus einzelnen Vorfällen dieser Art DIE Muslime für antisemitisch zu erklären und ihnen somit kollektiv schlechte Eigenschaften zuzuorden. DAS ist rassistisch.

    Unter all feindseligen Äußerungen, die Sie da von sich geben, ist eine besonders perfide, geradezu ungeheuerlich: „Was spricht eigentlich gegen jüdische Siedler im Westjordanland?“

    Das Westjordanland ist besetzt, da herrscht eine Militärdiktatur, Dörfer und Häuser der rechtmäßigen Besitzer werden platt gemacht, die Menschen zwangsenteigent und vertrieben, die nichtjüdische Bevölkerung darf die Strassen der „Herren“ nicht benutzen, es gibt da willkürliche Verhaftungen und Tötungen durch die israelischen Besatzer. Alles u. a. dokumentiert in den Berichten der Menschenrechtsoranisation AI. und in vielen anderen Berichten auch Wollen Sie etwa behaupten, Zuwanderer in Deutschland würden mit der deutschen Bevölkerung auch so verfahren? Da kann ich nur noch fassungslos konstatieren: Sie sind anscheinend völlig durchgeknallt. Was Sie hier tun, die auf Zuwanderer bezogene Fremdenfeindlichkeit in Deutschland mit dem berechtigten Wunsch der Paläsinenser nach einem Ende der rassistischen Unterdrückug und Willkür durch die israelischen Besatzer und einer Feindseligkeit gegen die Unterdrücker zu legitimieren, ist eine besonders perfide und skrupellose Form des Rassismus, meiner Ansicht nach.

    Zu rassistischen Ausschreitungen eines entfesselten menschenverachtenden Mobs, wo die komplette Ausrottung von Kindern in Gaza jubelnd gefeiert wird, ohne dass in Israel die Staatsmacht gegen derartige rassistische Ausschreitungen eingreift, stelle ich Ihnen gerne ein Beispiel ein.

    DAS Herr Posteo, sind rassistrische Ausschreitungen allerübelster Sorte, geduldet vom israelischen Staat. Beachten Sie auch die israelischen Soldaten, Herr Posteo, die jubelnd um die Granaten herum tanzen, die für den stufenweisen Genozid an den Palästinensern bestimmt sind.,

    http://www.youtube.com/watch?v=8vsSmGLwE1M

  9. mickis39 sagt:

    „Für mich ist es nicht normal, bei Demos Todesdrohungen auszustoßen, auf Menschen und Einrichtungen loszugehen. Und noch weniger normal, um nicht zu sagen, geradezu gotteslästerlich ist es für mich, während all dieser Handlungen Gott anzurufen, den angeblich gemeinsamen Gott der Juden, Christen und Muslime.“

    Ich stimme mit Posteo überein; dieses o.g. von ihm beschriebene Verhalten ist auch für mich nicht normal.
    Genauso wenig normal ist für mich auch z.B. das Vehalten von Herrn Stürzenberger, der jahrelang in Bayern gegen Muslime spricht, Musilme verallgemeinernd mit Terroristen „in einen Topf wirft“. Bei seinen auf YT verbreiteten anti-muslimischen Reden findet man in den Kommentaren auch Aussagen von deutschen Mitbürgern, die allen Muslimen den Tod wünschen. Stimmen von deutschen Nichtmuslimen, die dagegen (und für Muslime und Religionsfreiheit) sprechen gibt es nur sehr wenige. Geschweige denn, dass sich jemals die Bild Zeitung eingemischt und Position gegen dieses anti-muslimische Verhalten hätte.

    Was wir nicht vergessen dürfen – ob es jetzt das anti-jüdische od. das anti-muslimische Verhalten betrifft – in beiden Fällen handelt es sich um Minderheiten und wir sollten uns vor Verallgemeinerungen hüten.

    https://www.youtube.com/watch?v=52_f2yFdaVw
    i,Slam Streetslam Berlin l Faten [#i_Slam4justice]

    https://www.youtube.com/watch?v=2WUQCoPQEJw
    Ein Jude kritisiert ZDF und Israel während der Sendung!

    Ich bin mir fast sicher, dass sich die Muslima aus dem einen Video und der Jude aus dem anderen Video, trotz evtl. vorhandener geringer Differenzen, verstehen würden. Und darum geht es, wir sollten weder einer gewalttätigen Minderheit noch der Bild Zeitung (o.a.) die Möglichkeit geben, uns zu spalten noch sollten wir unsere Menschlichkeit, unser Mitgefühl, vergessen. Und diese Menschlichkeit sollte Muslime und Juden (natürlich auch alle Anderen) mit einschliessen, unabhängig vom Verhalten der israelischen Regierung, der Hamas od. auch der deutschen Regierung.

  10. aloo masala sagt:

    posteo macht nichts anderes als marianne. Er kritisiert die Bagatellisierung von rassistischem Verhalten. Der einzige Fehler, den posteo gemacht hatte ist, dass er die Falschen kritisierte.

    Mit dem Zorn der (Selbst-)gerechten versteht man schlecht, das posteo im Zusammenhang der antisemitischen Entgleisungen keineswegs von DEN Muslimen spricht und erst recht nicht, was posteo eigentlich mit seiner Aussage “Was spricht eigentlich gegen jüdische Siedler im Westjordanland” meinte.

    Wer sich seitenweise zu soviel Gift gegen Foristen hinreißen lässt, sollte sich wenigstens die Mühe machen und deren Beiträge sorgfältig lesen.


Seite 1/3123»

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...