MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Großbritannien

Regierung plant Einschränkung von Sozialleistungen für EU-Einwanderer

Großbritanien möchte EU-Einwanderern in Zukunft Sozialleistungen eingeschränkt gewähren. Und Nicht-EU-Ausländer müssen sich auf strengere Visa-Richtlinien einstellen. Möglicher Hintergrund sind die Wahlen nächstes Jahr und das Erstarken rechtspopulistischer Parteien.

Die britische Regierung hat angekündigt, Sozialleistungen für EU-Einwanderer einzuschränken. Premierminister David Cameron kündigte am Dienstag in London an, dass EU-Einwanderer künftig erst nach drei Monaten Arbeitslosenunterstützung und Kindergeld beziehen könnten, wenn sie nicht arbeiten. Danach sollen sie maximal drei Monate lang Unterstützung erhalten.

Nur wenn Einwanderer nachweisen könnten, dass sie realistische Chancen auf einen Arbeitsplatz haben, würden die Zahlungen verlängert, sagte der Premier der Tageszeitung „Daily Telegraph“. Wer bereits gearbeitet habe, müsse ein Mindesteinkommen von 153 Pfund pro Woche (rund 193 Euro) verdient haben, um sich wieder für Arbeitslosenzahlungen zu qualifizieren.

Wahlen nächstes Jahr
„Niemand soll denken, er könne nach Großbritannien kommen und dann etwas für nichts bekommen“, schrieb der konservative Regierungschef in einem Beitrag für die Zeitung. Zudem kündigte er an, freie Stellen nur noch EU-weit auszuschreiben, wenn es absolut nötig ist. Außerdem müssten Hochschulen und Universitäten mit strengeren Visa-Richtlinien für Nicht-EU-Ausländer rechnen.

Die britische Regierung steht Beobachtern zufolge unter Druck, seit die rechtspopulistische Partei UKIP, die sich als extrem europafeindlich positioniert, Wahlerfolge bei Kommunalwahlen und der Europawahl für sich verbuchen konnte. Im kommenden Jahr stehen in Großbritannien Parlamentswahlen an. Ob diese Strategie aufgeht oder die Regierung den Rechtspopulisten weiter in die Hände spielt, werden die Wähler entscheiden. (epd/mig)

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

84 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Realist sagt:

    Nein, Marianne, so einfach ist es nicht, denn schon in Griechenland oder Spanien hat man sehr, sehr viel weniger. Da ist unser Hartz IV Luxus dagegen. Gehässig ist daran gar nichts. Rentner haben sicherlich Anspruch auf Hartz IV. Aber was machen Sie mit armen Rentnern, die Hausbesitz haben oder verbeamtet waren? So simpel, wie Sie tun, ist es bestimmt nicht.

  2. Geobrezel sagt:

    @Marianne

    Ihre Ideologie scheint mir politisch und sozial gesehen, die weniger stabile zu sein, da sie finanziell schwer zu verkraften wäre und bei den Menschen auf die Art kein Rückhalt erhalten wird. Man darf nicht nur tun das tun was vermeintlich „Richtig“ ist, sondern auch was vertretbar und schlussendlich realistisch ist. Es könnte nämlich gut sein (und die Alternative gibt es!), dass das komplette Projekt der Freizügigkeit in der Tonne landet, wenn Menschen mit Ihrer Ideologie sich durchsetzen und dann haben alle verloren. Das vergessen Sie!

    Ideologien sind übrigens nicht schlimmes solange sie nicht kompromisslos vertreten werden. Bei Ihnen sehe ich aber eine gewisse kompromisslosigkeit.

  3. Realist sagt:

    Die Wahrheit will in diesem Forum so und so keiner hören. Sie lautet ganz simpel: Aus einem Kuchen kann man nicht tausend Kuchenstücke machen. Diese Illusion wird zwangsläufig zu enormen Widerständen führen, erstens bei denen, die den Kuchen backen (1) und zweitens, bei denen, die etwas vom Kuchen abbekommen wollen (2) und drittens bei denen, die die Zutaten für den Kuchen eingekauft haben (3). Den Koch (4) dafür verantwortlich zu machen, dass es keinen Nachschub gibt, wäre widersinnig. Genauso unsinnig wäre es, wenn die Leute der Kategorie (2) beim kleinsten Anzeichen von Kritik von Seiten der Leute der Kategorie (1), (3) dafür beschimpfen, dass sie dem System die Zukunft absprechen. Logisch, oder nicht? Genauso wird in vielen Ländern Europas Sozialpolitik gemacht. Ohne jede Nachhaltigkeit.

  4. Marianne sagt:

    Also, wirklich, Herr Realist, langsam wird es saukomisch. In Somalia hat man noch weniger und dreimal dürfen Sie raten, weshalb die Menschen in Griechenland ins Elend gestürzt wurden. Die Mindestpension für den klitzekleinsten Beamten, der nach läppischen 5 Jahren (angeblich) dienstunfähig ist, liegt bei 1400 Euro und davon können Normalbürger nach 30 Jahren Malochen nur träumen. Wer ein Haus hat, zahlt keine Miete und ist fast immer besser gestellt, als der Rentner ohne Haus, er hat einen erheblich höheren Anspruch auf angemessenen Wohnraum nach qm betrachtet und wenn die Rente unterhalb des Regelsatzes liegt, bekommt er trotz eigenbewohntem Wohneigentum Grundsicherung. Sie schreiben Unsinn, ohne jeden Realitaetsbezug.
    @Geobrezel: Leider kann ich in Ihrem Beitrag ein Sachargument nicht entdecken.
    @Realist: Wenn diejenigen, die den Kuchen backen, nur einen winzigen Bruchteil des Kuchens erhalten, weil der Rest für die Rettung des Finanzkapitals, die Rettung der Ultravermoegen der Ultrareichen, die Steigerung von Unternehmensgewinnen ins Uferlose, mittels Steuersenkungsorgien und Abwaelzung von Lohnkosten auf den Steuerzahler usw., verschwendet wird, dann muessen diejenigen, die den Kuchen backen, den Guertel immer enger schnallen. Erklären Sie mir doch mal, weshalb nach allen Finanz-und Staatskrisen die Vermögen der Superreichen, die man angeblich „retten“ musste, deutlich hoeher waren, als vor der Krise, waehrend das untere Drittel den Gürtel immer enger schnallen muss. Logik ist ausweislich ihrer Beitraege anscheinend nicht gerade ihre Staerke, dafür plappern Sie die Propaganda der INSM und sonstiger Kapitallobbyisten nach. Von Logik kann ich bei Ihren Beitraegen leider nichts entdecken. Beschäftigen Sie sich doch mal mit den realen Zahlen, zur Entwicklung der Einkommens – und Vermoegensverteilung beispielsweise, anstatt hier argumentefrei die Propaganda neoliberaler Lobbyisten des Finanzkapitals und der Konzerne nachzuplappern.

  5. Geobrezel sagt:

    @Marianne

    Die Bankenrettung ist leider auch kein Sachargument sondern lediglich ein Scheinargument, da es uns nicht besser gehen würde, wenn man die Banken nicht gerettet hätte, ganz im gegenteil! Und das Geld aus dem Rettungsschirm hätten wir eh nicht erhalten, wenn die Banken damit nicht gerettet worden wären. Die Bankenrettung ist, im gegensatz zu den Sozialleistungen für EU-Ausländer, systemimmanent. Natürlich könnte man jetzt drüber streiten ob das System so toll war, dass man es hätte retten müssen, aber nun gut…, das steht auf einem anderen Blatt und lenkt vom eigentlichen Thema ab!

    Ich glaube nicht, dass Sie in der Position sind festzulegen, was ein Sachargument ist und was keines. Und es ist ein bisschen zu durchsichtig, dass all die Dinge für Sie keine Sachargumente sind, die Ihnen nicht in dem Kram passen bzw. Ihnen widersprechen, Sie schliessen die Augen stecken sich die Finger in die Ohren und singen LALALALA, weil sie die Argumente der anderen Seite nicht ertragen können. Das ist kindisch! Und führt dazu dass jede Diskussion zu einem Monolog wird, weil Sie die Gegenseite nicht ernst nehmen wollen. Übrigens geht dieses Verhalten nur hier im Forum, würde man nämlich an einem Tisch sitzen, dann wären Ihre Vorwürfe mehr als nur lächerlich!

    In meinem Kommentar geht es um ganz grundlegende Dinge, wie Politik gemacht wird und wie Demokratie unter Realbedingungen funktioniert, wenn sie langfristige Lösungen beabsichtigen und vor allem wie man Lösungen findet, die die breite Masse zufriedenstellt und nicht nur die extrem Linke! Es ist doch offensichtlich aus welcher politischen Ecke Sie argumentieren, aber es gibt nunmal auch noch andere Ansichten und die der Konservativen besteht nunmal nicht nur aus Hirngespinsten.

    Der Sozialstaat wird zusammengestutz, weil das Geld ausgegangen ist, wen sortiert man als erstes aus? Das ist die Frage und die ist berechtigt!

  6. Marianne sagt:

    Nun, Herr Geobrezel, wenn einersich anmasst, ohne jedes Argument in der Sache zu spekulieren, was angeblich „weniger stabil“, „schwer zu verkraften“, „keinen Rückhalt erhaltend“ und „vertretbar“ oder „realistisch“ sei, dann ist das eben reine Ideologie. Sie stellen ausschliesslich neoliberale Glaubensinhalte hier ein, es fehlt aber jegliche logische Begruendung fuer Ihre Glaubenspostulate. Und wenn Sie behaupten, es sei kein Sachargument, dass man die Multimilliarden, die man in die „Rettung“ des Finanzkapitals steckte, die man den Ultrareichen durch Steuersenkungen satt schenkte und so weiter, nicht mehr für die originären Staatsausgaben zur Verfügung hat, weil man das Geld zum Einen nicht zweimal ausgeben kann und zum Anderen bei angeblich leeren Kassen keine Geschenke für Multimillionaere, Milliardäre, Konzerne und das Finanzkapital verteilen kann, dann scheint es gar bei den Grundrechenarten schwer zu hapern. Ich habe von Ihnen noch kein einziges Sachargument gelesen, dafür neoliberale Ideologie pur. Angesichts der Tatsache, dass hier diverse Foristen gleichlautende neoliberale Ideologie ohne auch nur ein einziges logisches Sachargument verbreiten, sind Ihre Behauptungen über meine Person in Absatz 2 mehr als lächerlich. Aber fuer Leute Ihrer einfach strukturierten Denkrichtung, die die Propaganda neoliberaler Interessenvertretungen nachplappert, aber logisch nicht begründen kann, ist ja ausweislich Ihres Beitrags auch LaLaLaLa ein „Sachargument“. Ihr Niveau ist ja wirklich toll.

    Zum dritten Absatz: Wenn ich Ihren hier geäusserten Anspruch mit dem Inhalt Ihre Beitraege vergleiche, erfasst mich Heiterkeit. Haben’s Sie es vielleicht auch 4 Nummern kleiner?

    Das Geld ist ausgegangen, weil man auf Steuereinnahmen von den Ultrareichen verzichtet und mit den Steuern der Arbeitnehmer die Vermögen von Zockern und Superreichen rettet. Das versteht selbst ein Grundschüler in der dritten Klasse: Man kann nur das ausgeben, was man einnimmt, wenn man weniger einnimmt, kann man weniger ausgeben und wenn von dem, was man einnimmt, Multimilliarden fuer die Rettung von reichen Zockern verschwendet, ist weniger Geld für den Sozialstaat da. Sehen Sie, das ist eine logische Begründung, auf die Sie nicht eingehen, weil Sie nicht widerlegbar ist.

  7. Geobrezel sagt:

    Es ist herrlich, wie Sie mich hier, als Neoliberalisten beschimpfen, obwohl ich keine einzige Aussage getroffen habe, die das auch nur annähernd vermuten lässt, deshalb geh ich mal davon aus, dass Sie nicht wissen, was das ist, aber Sie wissen dass Sie es hassen! Soviel zu Ihren „Sachargumenten“!

    Aber nun gut, hier herrscht Meinungsfreiheit und somit darf selbst die dümmste Meinung vertreten werden und das so inbrünstig, wie einem danach lustig ist.

    Ich bin auch der Meinung, dass Reiche höher besteuert werden müssten, aber ich würde mit dem Geld lieber Schulen und Straßen bauen und nicht den Sozialstaat weiter ausbauen und die halbe Welt daran teilhaben lassen. Das ist meine Meinung dazu! Meine Prioritäten liegen woanders, als Ihre, aber sie sind nicht unbedingt komplett konträr zu Ihrer!

    Der Sozialstaat ist ein ungeheurer Luxus und Schulen sind nunmal elementar für unsere Gesellschaft! Und da die meisten nun mal einer Arbeit nach gehen, geh ich stark, davon aus, dass diese Menschen es nicht unterstützen werden wenn andere Menschen hierhin kommen um es sich in der sozialen Hängematte gemütlich zu machen, auch wenn das nicht der Hauptgrund der vielen EU-Einwanderer war.

    Übrigens ist eine gut geölte Wirtschaft die Grundlage unseres Sozialstaats und ich kann nicht erkennen inwiefern Ihre Ansichten uns auch nur annähernd den erreichten Wohlstand erhalten soll. Das kann man sagen und wissen und trotzdem kein neoliberaler sein!

    Stichwort: Vernunft!

  8. LKW-Fahrerin sagt:

    Lauter Pauschalurteile Marianne. Ihre Aussagen mögen vielleicht für den Großraum München zutreffen, aber in der Provinz läuft das anders. Dort sitzen Rentner in ihren meist nicht sehr teuren, oft renovierungsbedürftigen Häusern, weit ab vom Schuss. Sie zahlen Grundsteuer und müssen ihr Eigentum unterhalten. Die haben oft wirklich weniger als die Hartz IVler. Das hängt schlicht und ergreifend damit zusammen, dass es früher keinen derart großzügigen Sozialstaat gab. Wenn sie die Witwe eines ehemaligen Landarbeiters, eines Postbeamten sind oder eines Polizisten haben Sie nun mal weniger. Es ist auch jedermanns Sache, der Allgemeinheit zur Last zu fallen.
    Im Übrigen verwechseln Sie die, die den Kuchen backen mit denen, die ihn verzehren. Das ist unzulässig und verkennt die wirtschaftliche Situation in der BRD. Empfänger von staatlichen Hilfen sind kein ökonomisches Rückgrad für dieses Land. Sie haben auch nicht die Ersparnisse, mit denen die Banken gestützt werden. Darum halte ich Ihr Argument für unsinnig. Es soll nur vom Problem ablenken, dass wir einen Sozialstaat haben, der auf die Dauer nicht mehr finanzierbar ist, erstens weil die Zahl der Qualifizierten auf Dauer dramatisch abnehmen wird und zweitens, weil die Zuwanderung nicht einmal im Entferntesten den Geburtenrückgang ausgleichen kann. Was wir brauchen ist eine solide Mittelstandsförderung. Aber das passt ja vielen Linken nicht ins Konzept, weil das nicht ihre Wählerschicht ist.

  9. Marianne sagt:

    Ich lache mich schlapp – früher gab es keinen so „großzügigen Sozialstaat“? Sie scheinen unter komplettem Realitätsverlust zu leiden. Früher gab es im Vergleich zu heute anständige Renten, früher musste der Steuerzahler keine Hungerlöhne aufstocken, damit die Reichen immer reicher werden, früher gab es einen im Vergleich zu heute hervorragenden Kündigungsschutz, zahlte der Normal- und Kleinverdiener erheblich weniger Steuern, weil die Verbrauchssteuern deutlich niedriger und die Steuern für Reiche bei Weitem höher lagen, erhielten Arbeitslose Rentenanwartschaften und Arbeitslosenhilfe, gab es keine Dauerbefristungen, keine Hungerlöhne, konnten Rentner oft schon ab 58 ihren Ruhestand bei deutlich höheren Renten genießen und so weiter und so fort.
    Die Postbeamtenwitwe und die Polizistenwitwe erhalten erheblich mehr als manche Rentnerin, die ihr Leben lang gearbeitet hat, wollen Sie mich veräppeln? Ich kenne mich da extrem gut aus, ich weiß, was die Beamtenwitwen erhalten, die im Leben nie einen Finger arbeitsmäßig krumm gemacht haben. Leute mit selbst genutztem Wohneigentum erhalten exakt dieselben Leistungen, wie solche ohne Grundbesitz, die erhalten lediglich die Nettomiete zusätzlich und müssen sich bezüglich der Wohnungsgröße zudem extrem beschränken.

    Banken werden nicht mit „Ersparnissen“, sondern mit Steuern „gerettet“ und da zahlen Arme im Vergleich zu ihrer Leistungsfähigkeit weit überproportional, da sie gezwungen sind, ihr gesamtes Einkommen zu verkonsumieren, Sie haben echt Null Ahnung. Beamtenwitwen sind kein ökonomisches Rückgrat für diesen Staat. Der Geburtenrückgang wird locker durch Zuwanderung + Produktivitätssteigerung ausgeglichen, in der Vergangenheit sind die Geburtenraten im Vergleich zum 19. Jahrhundert weit dramatischer gesunken. Unsinnig sind allein Ihre Behauptungen, die sämtlich falsch sind. Dass die Linken etwas gegen „solide Mittelstandsförderung“ haben, ist ebenso falsch. Exakt das Gegenteil ist der Fall.

    @ Geobrezel: Ihre sämtlichen Ausführungen sind eindeutig neoliberal, ich habe Sie auch nicht „beschimpft“, sondern mit sachlicher Begründung Ihre Statements als das bezeichnet, was sie nun mal sind: Neoliberal. Erneut gehen Sie auf logische Argumente, die ich hier eingesteklt habe, nicht ein, sondern beschimpfen mich: Als dumm. Unterlassen Sie gefälligst derartige Unverschämtheiten.

    Dass der Sozialstaat ein „ungeheurer Luxus“ sei, diesen Unsinn vezapfen nur die, die das Glück haben, auf ihn niemals im Leben angewiesen zu sein. Einjeder, der krank, behindert, arbeitslos oder sonstwie vom Leben gebeutelt ist, ist aber auf einen funktionierenden Sozialstaat angewiesen. Dieser ist im GG aus diesem Grunde verankert, anscheinend leben Sie mit dem GG auf Kriegsfuss, wenn ich Ihre Äußerungen betrachte.

    Menschen, deren Menschenbild auch nur im Entferntesten humanistisch und christlich ist, interessieren auch für die Nöte derer, die auf den Sozialstaat angewiesen sind. Ich wünsche Ihnen gewiss nicht, das einmal am eigenen Leibe zu erfahren, aber vielleicht würde es Ihnen helfen, von Ihrem hohen, selbstgerechten, unbarmherzigen Ross abzusteigen Ich gehe einer Arbeit nach, einer gutbezahlten sogar und war noch nie arbeitslos. Aber im Gegensatz zu Ihnen blicke ich über meinen eigenen Tellerrand und auch wenn ich nicht an Gott glaube, pflege ich im Gegensatz zu Ihnen ein humanitäres Menschenbild und zahle meine Steuern gerne für die Bedürftigen, Kriegsflüchtlinge, politisch oder anderweitig verfolgte, aber NICHT für die Rettung verantwortungsloser ultrareicher Zocker.
    Mir ist in unzähligen derartigen Diskussionen aufgefallen, dass diejenigen, die ihre „christliche Kultur“ wie ein Abwehrschild vor sich hertragen, regelmäßig diejenigen sind, deren unbarmherzige Selbstgerechtigkeit, die alles andere als auch nur ansatzweise christlich ist, zum Himmel schreit.

    Und wenn Sie jetzt wieder ohne Sachargumente polemisch von „Vernunft“ schwadronieren: „Stichwort Vernunft“ ist kein Argument, sondern eine inhaltslose Polemik. Ich warte weiter geduldig, dass Sie meine logischen Argumente, sachlich von Vernunft getragen vorgetragen, beispielsweise, im letzten Absatz von 18.44 Uhr, mit logischen Argumenten widerlegen. Ob ich links oder rechts oder mittig bin, spielt dabei keinerlei Rolle. Maßgeblich ist allein, ob die Argumente richtig oder falsch sind.

    Ausserdem wüsste ich gerne, woher Sie wissen wollen, dass es uns nicht besser ginge, wenn man den Banken und den Zockern nicht Milliarden an Steuergeldern in den Rachen geworfen hätte. Mit sachlicher Begründung ausnahmsweise. Die INSM- und Regierungspropaganda ist mir bekannt, Sie müssen sie nicht wiederholen. Wer hätte denn das Geld aus dem Rettungsschirm erhalten und haben Sie für Ihre Behauptung Beweise oder sind Sie Kaffeesatzleser, INSM-Botschafter oder Regierungspropagandabeauftragter?

  10. Geobrezel sagt:

    @Marianne
    „Geobrezel: Ihre sämtlichen Ausführungen sind eindeutig neoliberal, ich habe Sie auch nicht “beschimpft”, sondern mit sachlicher Begründung Ihre Statements als das bezeichnet, was sie nun mal sind: Neoliberal.“

    Woranmachen Sie das denn fest? Zitieren Sie doch bitte einfach die Stellen an denen ich eine neoliberale Haltung einnehme! Und vor allem warum meine Meinung neoliberal und nicht nur liberal oder gar sozial! Weil ich lieber Schulen bauen will? Und Schulen wichtiger finde als den Sozialstaat?

    Von der INSM habe ich das erste mal in Ihrem Kommentar gehört und eigentlich war ich immer der Meinung, dass das aufblasen der Demographieprobleme eigentlich auch neoliberale Propaganda ist um noch mehr billige Arbeitskräfte ins Land holen zu können! Aber nun gut, Ihnen geht es wahrscheinlich allein aus ideologisch Gründen darum ein Maximum an Einwanderer zu generieren. Papa-Staat bezahlt schon und alle die nicht mitmachen wolle sind Rassisten (oder neoliberal).

    „Menschen, deren Menschenbild auch nur im Entferntesten humanistisch und christlich ist, interessieren auch für die Nöte derer, die auf den Sozialstaat angewiesen sind.“

    Ich habe nirgendwo in Erwägung gezogen den Sozialstaat komplett abzuschaffen oder dessen Existenz anzuzweifeln, ich bin nur gegen eine dümmlich naive Ausweitung, da ja kein Geld mehr da ist. Aber ja wir können natürlich auch der übernächsten Generation noch ein Haufen Schulden überlassen, wenn Sie glauben das wäre die bessere Alternative, nur weil Sie ihr Gutmenschentum beruhigt wissen wollen. Das finde ich übrigens hochgradig egoistisch!

    „Ausserdem wüsste ich gerne, woher Sie wissen wollen, dass es uns nicht besser ginge, wenn man den Banken und den Zockern nicht Milliarden an Steuergeldern in den Rachen geworfen hätte.“

    Das hat was mit Logik und dem verkommenen System zu tun, in dem wir leben! Aber wir profitieren auch alle davon! Man muß schon immer abwägen! Sie jammern übrigens auf einem sehr sehr sehr hohen Niveau!

    „Erneut gehen Sie auf logische Argumente, die ich hier eingesteklt habe, nicht ein, sondern beschimpfen mich: Als dumm. Unterlassen Sie gefälligst derartige Unverschämtheiten. “

    Wer lesen kann ist im Vorteil! Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Sie dumm sind, denn das widerspricht der Netiquette des Migazins und wäre nicht veröffentlicht worden! Also bitte nochmal lesen!


Seite 3/9«12345»...Letzte Seite

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...